Von Iron Maiden bis Marathon
Die private Seite von Jorks Bürgermeister Matthias Riel

Jorks Bürgermeister Matthias Riel: Iron Maiden gehören inzwischen fest zu seiner Playlist | Foto: Matthias Riel
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  • Jorks Bürgermeister Matthias Riel: Iron Maiden gehören inzwischen fest zu seiner Playlist
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Jorks Bürgermeister Matthias Riel ganz persönlich. Kurz vor der Kommunalwahl geht es bei ihm einmal nicht um Politik: Mit dem Wochenblatt spricht über sein Leben abseits des Rathauses.
WOCHENBLATT: Herr Riel, Ihr Bürgermeisteramt nimmt viel Raum ein. Wer sind Sie jenseits dieses Berufs?
Matthias Riel: Das Amt bestimmt einen großen Teil meines Alltags. Termine, Sitzungen, Gespräche, Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit vielen Menschen gehören fest dazu. Gerade diese Begegnungen machen mir Freude. Besonders schätze ich den Kontakt zu den engagierten Menschen in Vereinen, Verbänden und Einrichtungen. Dort erlebe ich immer wieder, wie stark der Zusammenhalt in unserer Gemeinde ist.
Daneben gibt es aber natürlich auch den Privatmenschen Matthias. Die schönsten Momente außerhalb des Berufs sind für mich die gemeinsamen Stunden mit meiner Freundin: unterwegs sein, Kultur erleben, gut essen oder einfach Zeit miteinander verbringen.
WOCHENBLATT: Wie schaffen Sie es, nach einem langen Arbeitstag abzuschalten?
Matthias Riel: Bewegung ist für mich ein wichtiger Ausgleich. Früher bin ich viel gelaufen und gewandert. Zwischen 2004 und 2009 habe ich Marathons in Hamburg, Berlin und New York absolviert, einige Jahre später kamen mehrere Halbmarathons hinzu. Heute fahre ich zunehmend Fahrrad.
Besonders wichtig sind mir meine beiden Hunde: Labrador-Dame Klara und die spanische Podenca Caty. Beide stammen aus dem Tierschutz. Die täglichen Spaziergänge helfen mir, den Kopf freizubekommen. Gleichzeitig lerne ich durch die beiden viel über mich. Sie erinnern mich immer wieder daran, wie wichtig Geduld, Vertrauen und Verantwortung sind. Deshalb unterstütze ich den Tierschutz auch gern im Rahmen meiner Möglichkeiten.
WOCHENBLATT: Welche Rolle spielen Bücher in Ihrem Leben?
Matthias Riel: Lesen gehört zu meinen Hobbys, auch wenn mir dafür manchmal die Zeit fehlt. Besonders gern greife ich zu Krimis und Thrillern, aber auch zu historischen Romanen sowie Büchern über Politik und Zeitgeschehen.
Das wichtigste Buch in meinem Zuhause ist allerdings kein Roman, sondern unser Grundgesetz. Es bildet das Fundament unseres Zusammenlebens und garantiert Freiheiten und Rechte, die heute oft selbstverständlich erscheinen. Diese Überzeugung begleitet mich seit vielen Jahren und erklärt auch mein großes Interesse an unserer Verfassung und am europäischen Gedanken.
WOCHENBLATT: Woher kommt Ihr Interesse an Politik?
Matthias Riel: Politik hat mich schon als Schüler fasziniert. Mich interessierte früh, wie unser Staat funktioniert und wie man Dinge gestalten kann. Das war schließlich auch ein Grund dafür, meinen beruflichen Weg in der öffentlichen Verwaltung einzuschlagen. Eine Zeit lang durfte ich übrigens Grundrechte und Verfassungsrecht an einer Hochschule lehren. Heute engagiere ich mich dort weiterhin im Bereich des Kommunalrechts. Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen bereichert mich bis heute.
WOCHENBLATT: Welche Musik hören Sie gerne?
Matthias Riel: Musikalisch bin ich neugierig geblieben. Aufgewachsen bin ich mit Dire Straits, Pink Floyd, Peter Gabriel, Bruce Springsteen und Peter Maffay. Heute darf es durchaus deutlich lauter werden. Iron Maiden gehören inzwischen fest zu meiner Playlist, und ihre Konzerte waren für mich echte Höhepunkte.
Gleichzeitig entdecke ich in kleinen Schritten die klassische Musik. Vielleicht zeigt gerade diese Mischung, dass ich offen für Neues bleiben möchte. Ähnlich ist es beim Reisen. Abenteuerreisen stehen bei mir weniger im Mittelpunkt. Mich ziehen eher Städte mit Geschichte und Kultur an. Genauso wohl fühle ich mich aber an der Nord- oder Ostsee oder in den Bergen.
WOCHENBLATT: Wie würden Sie sich selbst beschreiben – einschließlich Ihrer weniger perfekten Seiten?
Matthias Riel: Sich selbst zu beschreiben, fällt vermutlich jedem schwer. Ich halte mich für zuverlässig, verbindlich und lösungsorientiert. Ich arbeite gern pragmatisch und möchte Dinge voranbringen. Gleichzeitig bin ich manchmal ungeduldig. Das hilft gelegentlich, kann für mein Umfeld aber auch eine Herausforderung sein.
Ich bin eher ein Kopfmensch, plane vieles gern im Voraus und wünsche mir Struktur. Meine Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter – beruflich wie privat – würden vermutlich dennoch bestätigen, dass mein persönliches Ordnungssystem nicht immer sofort für andere nachvollziehbar ist. Ich nenne es gern „kontrolliertes Chaos.
Und ja, manchmal mische ich mich auch in Dinge ein, bei denen ich hinterher denke: Vielleicht wäre weniger tatsächlich mehr gewesen. Insgesamt würde ich mich als offenen, neugierigen und interessierten Menschen beschreiben – als jemanden, der gern lernt, zuhört, Verantwortung übernimmt und sich immer wieder selbst hinterfragt.

Jorks Bürgermeister Matthias Riel: Iron Maiden gehören inzwischen fest zu seiner Playlist | Foto: Matthias Riel
Musikalisch reicht sein Geschmack von Dire Straits und Pink Floyd bis zu Iron Maiden und klassischer Musik | Foto: Matthias Riel
Sich selbst beschreibt Matthias Riel als zuverlässig, pragmatisch und lösungsorientiert – mit einem Hang zum „kontrollierten Chaos“ | Foto: Matthias Riel
Seine beiden Hunde stammen aus dem Tierschutz und helfen ihm, nach langen Arbeitstagen den Kopf freizubekommen | Foto: Matthias Riel
Eine ruhige Minute vor historischer Kulisse: Matthias Riel zeigt seine persönliche Seite | Foto: Matthias Riel
Jorks Bürgermeister Matthias Riel: Iron Maiden gehören inzwischen fest zu seiner Playlist | Foto: Matthias Riel
Redakteur:

Stefanie Schimanski aus Buxtehude

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