Kita-Anbau für 400.000 Euro in Burweg

In dem Kindergarten-Altbau (li.) und in dem bestehenden Anbau (re.) sind alle Plätze belegt
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  • In dem Kindergarten-Altbau (li.) und in dem bestehenden Anbau (re.) sind alle Plätze belegt
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Kein Geld vom Land für teure Kindergarten-Expansion

tp. Burweg. Große Investition für ein kleine Gemeinde: Der kommunale Kindergarten in Burweg wird für 400.000 Euro erweitert. Die Entscheidung für den Anbau fiel auf seiner jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Mit den Planungen wurde Architekt Bernd Mügge aus Hammah beauftragt. Seine Entwürfe fanden gegenüber den Plänen seines Mitbewerbers Uwe Cappel aus Himmelpforten größeren Zuspruch.

Die räumlichen Kapazitäten des Kindergarten in Burweg sind erschöpft. Sämtliche 15 Plätze in der Krippengruppe und die 25 Plätze in der Elementargruppe sind belegt. Zwei Kinder müssen bereits nach Kranenburg ausweichen. Zudem erwartet die Verwaltung zum Januar 2018 zehn zusätzliche Kindergartenkinder, sodass eine neue Elementargruppe geschaffen werden muss.

Ziel ist die Bildung einer Krippengruppe mit maximal 15 Kindern (bis drei Jahren) und zweier Elementargruppen für bis zu 25 Kinder.

Wegen besonderer Gesetzesregelungen ab der dritten Kindergartengruppe umfasst die Expansion einen großen Bewegungsraum, Lagerraum, die Vergrößerung der Küche und der Sanitäranlagen.

Bei der geschätzten Gesamtinvestition von 400.000 Euro rechnet die Gemeinde mit einem Zuschuss vom Landkreis Stade von 62.000 Euro. Ursprünglich hatte die Gemeinde mit Zuwendungen in Höhe von insgesamt 200.000 Euro kalkuliert. Doch zum Bedauern von Bürgermeister Matthias Wolff stellt das Land Niedersachsen "im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern leider keine Unterstützungszahlungen für die Bildung von Elementargruppen zur Verfügung". Wolff meint, hier müsste "nachgebessert werden, um die kleinen Kommunen zu unterstützen". Man schafft Gesetzte zur Bereitstellung von Kindergartenplätzen, "aber die Zeche zahlen die kleinen Gemeinden, sie werden von der Landesregierung im Regen stehen gelassen".

Da die Gemeinde den fehlenden Anteil nur schwer finanzieren könne, will Wolff in Planungsgespräche mit dem Ingenierbüro Mügge Sparmaßnahmen ausloten.
Die Fertigstellung des Anbaus, der mit einem Trakt an den bestehenden Erweiterungsbau angeschlossen wird, ist für Ende 2017 vorgesehen. Mit den Details beschäftigt sich in Kürze der Fachausschuss.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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