Apfel des Jahres 2025
Der robuste "Ontario" wurde gekürt
- Packen mit an: Museumsdirektor Stefan Zimmermann (v.li.), Experte Eckart Brandt, BUND-Projektleiterin Nora Kolter, Museumsgärtner Matthias Schuh und Ulrich Kubina, Projektleiter Norddeutsche Apfeltage
- Foto: pm
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Der "Apfel des Jahres" 2025 ist offiziell gepflanzt – und zwar am passenden Ort: Im Selbstversorgergarten des Flüchtlingssiedlungshauses in der Königsberger Straße des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Dort wurde der traditionsreiche Ontario-Apfelbaum im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Museumsdirektor Stefan Zimmermann, Vertretern des BUND, Partnern der Norddeutschen Apfeltage sowie Obstexperte Eckart Brandt symbolisch in die Erde gesetzt. Seit 2001 wird der jeweilige „Apfel des Jahres“ regelmäßig am Kiekeberg gepflanzt – nun der vierte Apfelbaum in der Königsberger Straße. „Vielleicht passt noch ein fünfter in den Siedlungshaus-Garten“, verriet Zimmermann bei der Pflanzung.
- Experte Eckart Brandt gibt dem Baum den "letzten Schliff"
- Foto: pm
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Der Standort könnte kaum passender sein: Das Flüchtlingssiedlungshaus samt Stall und Garten versetzt Besucherinnen und Besucher in die 1950er- und 60er-Jahre zurück – eine Zeit, in der Selbstversorgung für viele Familien notwendig war. Kartoffeln, Erbsen, Bohnen, aber auch Obst wie Äpfel gehörten damals in jeden Garten. „Die Kombination aus Siedlungshaus sowie historischen Tier-, Gemüse- und Obstarten beschreibt den ganzheitlichen Ansatz, den wir hier verfolgen“, erklärte Stefan Zimmermann. „Toll ist es, wenn das Gesamtkonzept auch Erinnerungen an die Kindheit bei den Besuchern weckt.“
Der „Ontario“ – ein echter Wirtschaftsapfel
Der Ontario-Apfel passt perfekt ins Bild: Er ist ein sogenannter Wirtschaftsapfel – zum Reinbeißen weniger geeignet, dafür hervorragend zum Backen und für Kompott, wie Obstbauexperte Eckart Brandt bei der Pflanzung erläuterte. „Man kann ihn sehr gut lagern, bei kühler Aufbewahrung sogar bis ins nächste Jahr hinein. Vorher ist er ohnehin zu sauer“, so Brandt. Auch sei er reich an Vitamin C. „Ich kenne den Ontario noch aus meiner Kindheit – meine Tante Mimi hatte ihn immer im Keller.“
- Der Gewinner des Apfel des Jahres 2025: Der Ontario
- Foto: Norddeutsche Apfeltag
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Der Apfel stammt ursprünglich zwar aus Kanada – doch hat auch hier eine lange Geschichte. „Die Menschen haben schon immer gepflanzt, was sich bewährt hat“, so Brandt. Durch seine Robustheit war das unter anderem der Ontario. In den 1920er Jahren war er eine der drei Apfelsorten, die zu sogenannten Reichsobstsorten gewählt wurden. Der Begriff bezeichnet die Auswahl der 1922 durch die Deutsche Obstbau-Gesellschaft für den Obstbau im Deutschen Reich empfohlenen Obstsorten. Viele alte Sorten seien laut Brandt nicht so empfindlich wie moderne Züchtungen und bräuchten eben keine „Chemie-Duschen“ gegen Krankheiten und Schädlinge.
Die Norddeutschen Apfeltage finden 2025 vom 27. bis 28. September im Loki-Schmidt-Garten statt. Infos unter www.apfeltage.info.
Bioland-Jungpflanzen vom Museumsbauernhof: Jetzt vorbestellen
Der Museumsbauernhof in Wennerstorf bietet auch in diesem Frühjahr wieder eine große Auswahl an robusten Bioland-Jungpflanzen für den heimischen Garten an. Ab Dienstag, 15. April, können Hobbygärtner unter (http://museumsbauernhof.de) online ihre Wunschpflanzen vorbestellen – darunter Tomaten, Paprika, Salate und vieles mehr. Die Abholung erfolgt nach Terminvereinbarung zwischen dem 2. und 10. Mai vor Ort.
Das Besondere: Die Pflanzen stammen aus ökologischer Produktion und eignen sich ideal für Beete, Hochbeete oder den Balkon. Menschen mit Behinderung aus dem Team des Museumsbauernhofs und der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg ziehen die Jungpflanzen mit viel Sorgfalt groß.
Redakteur:Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf |
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