Räder, Wagen und mehr aus Holz / Familiengeschichte der Stellmacher
Altes Handwerk der 1930er Jahre in der Museumsstellmacherei Langenrehm neu entdecken

So wurde damals ein Rad gebaut: Ehrenamtliche Holzhandwerker führen in der alten Werkstatt der Museumsstellmacherei Langenrehm jeden Sonntag das Stellmacher-Handwerk vor
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  • So wurde damals ein Rad gebaut: Ehrenamtliche Holzhandwerker führen in der alten Werkstatt der Museumsstellmacherei Langenrehm jeden Sonntag das Stellmacher-Handwerk vor
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tw. Rosengarten-Langenrehm. Der Duft von Holz liegt in der Luft und auf dem Boden tummeln sich kleine Hobelspäne: Die Museumsstellmacherei Langenrehm weitet ab sofort ihr Angebot um anschauliche Vorführungen aus. Ehrenamtliche Holzhandwerker demonstrieren in der alten Werkstatt nun an jedem Sonntag das Stellmacher-Handwerk.
Der alte und fast in Vergessenheit geratene Beruf wird nicht nur erklärt, sondern auch demonstriert, wie Räder aus Holz gearbeitet wurden und erläutert, wie wichtig der Beruf vor 100 Jahren war.
Beim Ausflug in die Museumsstellmacherei Langenrehm tauchen Besucher aber auch in das Leben der Stellmacher-Familie in den 1930ern ein: Das reetgedeckte Wohnhaus zeigt, wie die Familie Peters aus einfachen Verhältnissen Anfang des 20. Jahrhunderts einen erfolgreichen Handwerksbetrieb aufbaute und wie sie mit einigen Gesellen auf engem Raum zusammenlebten. Die verschiedenen Räume wie Schlafzimmer, Wohnstube sowie Wasch- und Kochküche sind eingerichtet wie in den 1930ern. Auf der Deele befindet sich heute ein Café. Auch die Werkstatt, komplett im Zustand von etwa 1930 erhalten und bis heute funktionsfähig, kann besichtigt werden.
Im weitläufigen Garten hinter der alten, original eingerichteten Werkstatt befinden sich ein altes Horizontal-Sägegatter und eine Hebelade. Sie wurde genutzt, um schwerer Lasten, wie Baumstämme, schrittweise allein durch Muskelkraft zu heben oder abzusenken. Auch eine historische Radmaschine, die früher ein Allzweckmittel für den Stellmacher war, ist zu sehen.
Für eine kleine Verschnaufpause nehmen Besucher unter den alten, schattenspendenden Bäumen im Garten der Museumsstellmacherei auf Gartenstühlen Platz oder breiten ihre Picknickdecke aus. Zur Erfrischung werden Kaffee, Tee und Kaltgetränke sowie frischer Kuchen angeboten.
Die Museumsstellmacherei Langenrehm liegt direkt am Heidschnuckenweg, Norddeutschlands schönstem Wanderweg, und ist eine Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf. Das denkmalgeschützte Gebäude-Ensemble ist seit 2018 für Besucher geöffnet.

  • Bis zum 25. Oktober ist die Museumsstellmacherei jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: 3 Euro, für Besucher unter 18 Jahren frei. Info: www.museumsstellmacherei.de. Tipp: Bis zum 4. Oktober hält der kostenfreie Regionalpark-Shuttle an jedem Wochenende viermal täglich in Langenrehm.

Termine:

  • "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 13. September.
  • Langenrehmer Kulturwanderung am Sonntag, 20. September, 12.30 Uhr. Kosten: 8 Euro (inkl. Museumseintritt), ohne Anmeldung.
  • Saisonschluss am Sonntag, 25. Oktober, mit kleinem Markt.
So wurde damals ein Rad gebaut: Ehrenamtliche Holzhandwerker führen in der alten Werkstatt der Museumsstellmacherei Langenrehm jeden Sonntag das Stellmacher-Handwerk vor
Das reetgedeckte Wohnhaus der Museumsstellmacherei bezaubert mit nostalgischen Charme
Autor:

Tamara Westphal aus Buchholz

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