Seltene Vogelart kehrt zurück
Nach 30 Jahren: Rotschenkel brütet wieder in der Seeveniederung

Nach mehr als 30 Jahren fühlen sich Rotschenkel wieder im Landkreis Harburg heimisch | Foto: Landkreis Harburg
  • Nach mehr als 30 Jahren fühlen sich Rotschenkel wieder im Landkreis Harburg heimisch
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Nach mehr als 30 Jahren ist der Rotschenkel wieder als Brutvogel im Landkreis Harburg nachgewiesen worden. Naturschutzmaßnahmen in der Unteren Seeveniederung sollen dazu beitragen, dass die seltene und stark gefährdete Vogelart dauerhaft zurückkehrt.

Erstmals seit 1990 brütet wieder ein Rotschenkel in der Unteren Seeveniederung. Für die Naturschützer ist die Rückkehr des seltenen Wiesenvogels ein wichtiger Erfolg. Um seinen Lebensraum zu sichern, betreibt der Naturschutzbund (NABU) Winsen gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde zwei Solarpumpen, die flache Bodensenken mit Wasser versorgen.
Der Rotschenkel zählt zu den stark gefährdeten Wiesenvögeln. Deutschlandweit gibt es noch rund 15.000 Brutpaare, die meisten davon in Küstenregionen. Die Art ist auf feuchte Wiesen mit lückenhafter Vegetation angewiesen. Sinkende Grundwasserstände, Entwässerungsmaßnahmen und intensive Landwirtschaft haben viele dieser Lebensräume verschwinden lassen.

In der Unteren Seeveniederung arbeiten Landwirte, Flächeneigentümer, der NABU und der Landkreis Harburg zusammen, um geeignete Bedingungen zu schaffen. Die Grünlandflächen werden extensiv bewirtschaftet und erst nach der Brutzeit gemäht.
Eine wichtige Rolle spielen die dauerhaft feuchten Senken. Dort finden Altvögel und Küken Nahrung wie Würmer, Schnecken und Insekten. Gleichzeitig profitieren auch zahlreiche andere Tierarten von den nassen Flächen. Nach Angaben des Landkreises sind solche Lebensräume angesichts zunehmender Trockenheit und des Klimawandels von wachsender Bedeutung.

Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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