Mitgliederversammlung in Meckelfeld
Bürgerinitiative kämpft weiter gegen die geplante Raststätte Elbmarsch

Der Vorstand der Bürgerinitiative gegen die Raststätte Elbmarsch (v. li.): Brigitte Arndt-Nagy 
(Kassiererin), Günter Schwarz (stv. Vorsitzender), Angelika Gaertner (1. Vorsitzende), 
Rainer Weseloh (stv. Vorsitzender), Horst Kosin (Beisitzer), Dr. Friedrich Lührs (Schriftführer) und 
Axel Splittgerber (Kassenprüfer)
  • Der Vorstand der Bürgerinitiative gegen die Raststätte Elbmarsch (v. li.): Brigitte Arndt-Nagy
    (Kassiererin), Günter Schwarz (stv. Vorsitzender), Angelika Gaertner (1. Vorsitzende),
    Rainer Weseloh (stv. Vorsitzender), Horst Kosin (Beisitzer), Dr. Friedrich Lührs (Schriftführer) und
    Axel Splittgerber (Kassenprüfer)
  • Foto: BI gegen die Raststätte Elbmarsch
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

Bürgerinitiative nimmt auch den Lärmaktionsplan der Gemeinde Seevetal und das Überwerfungsbauwerk der Deutschen Bahn in den Fokus

  ts. Meckelfeld. Seit sechseinhalb Jahren trägt die Bürgerinitiative (BI) gegen die Raststätte Elbmarsch entscheidend dazu bei, den Bau der geplanten Tank- und Raststätte an der Autobahn 1 bei Meckelfeld aufzuhalten. Seine erfolgreiche Arbeit wird der Vorstand fortsetzen. Die Mitglieder der Bürgerinitiative haben bei der Jahreshauptversammlung im Helbach-Haus den bisherigen Vorstand einstimmig wiedergewählt. Damit bleibt Angelika Gaertner die 1. Vorsitzende, Günter Schwarz und Rainer Weseloh sind ihre Stellvertreter.
Die Bürgerinitiative sei zuversichtlich, die geplante Tank- und Raststätte bei Meckelfeld verhindern zu können, sagte Angelika Gaertner zu den 24 Teilnehmern der Jahreshauptversammlung. Die Initiative werde mit der breiten Unterstützung der Bevölkerung weiterkämpfen. Dabei habe sie die Unterstützung der Politiker auf Orts-, Gemeinde-, Kreis -und Landesebene.
Das am 15. Oktober 2012 eingeleitete Planfeststellungsverfahren ruht bis heute. Der Anhörungstermin, bei dem die Bürger ihre Einwände vorbringen dürfen, ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Zustand, mit dem die Bürgerinitiative sehr zufrieden ist.
Anzeichen dafür, dass das Planfeststellungsverfahren wieder aufgenommen werden könnte, sehe die Bürgerinitiative zurzeit nicht, sagte der stellvertretende Vorsitzende Rainer Weseloh. Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann wolle mit Hamburgs Verkehrssenator Michael Westhagemann und dem schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Bernd Buchholz Alternativen zu der Tank- und Raststätte bei Meckelfeld erörtern.
Obwohl das planungsrechtliche Verfahren ruht, kennt die Bürgerinitiative keine Pause. In diesem Jahr werde die Initiative den Lärmaktionsplan, den die Gemeinde Seevetal aufstellen muss, bewerten und gegebenenfalls daran mitarbeiten, sagte Angelika Gaertner in ihrem Ausblick auf das Jahr 2019. Die Bürgerinitiative beobachte zudem das Planfeststellungsverfahren für das sogenannte Überwerfungsbauwerk der Deutschen Bahn bei Meckelfeld. Dabei handelt es sich um eine Art Brücke zur Kreuzung von parallel verlaufenden Bahngleisen auf unterschiedlichen Höhen.
Voraussichtlich noch vor den Sommerferien wird die Bürgerinitiative die in die Jahre gekommenen Informationstafeln entlang des Seevekanals in Richtung Harburg ersetzen. Ein Lehrpfad mit insgesamt 14 robusten Schildern entsteht, die zum Beispiel über die Entstehung der Elbniederung, den Torfabbau oder die Tier- und Pflanzenwelt in der Region Auskunft geben. "Mindestens eine Tafel wird auch die möglichen Auswirkungen der geplanten Raststätte auf die Natur deutlich machen", sagte der stellvertretende Vorsitzende Rainer Weseloh.
311 Pkw-Parkplätze und 255 Lkw-Parkplätze sehen die Planungen an der A1 bei Meckelfeld vor. Dabei ist der Straßenverkehrslärm in der Gemeinde Seevetal bereits so laut, dass die Europäische Union die Aufstellung eines Lärmaktionsplans gefordert hat. Die Bürgerinitiative hält andere Standorte für sinnvoller. Sie schlägt den Ausbau der Raststätte Stillhorn vor. Zudem hält sie die Zerstörung des wertvollen Moores bei Meckelfeld für unzulässig.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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