Rat stärkt Seevetaler Feuerwehr
Kommandowagen und vernetzte Rauchmelder beschlossen
- Die Wagen der Feuerwehr Maschen sind aufgrund der Nähe zur Autobahn besonders häufig im Einsatz
- Foto: sra
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Auf der jüngsten Sitzung des Seevetaler Gemeinderates standen zwei feuerwehrbezogene Anträge auf der Tagesordnung, die beide ohne Gegenstimmen beschlossen wurden.
Kommandowagen für Wendt und Brauel
Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hatte beantragt, den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Andreas Brauel mit einem eigenen Kommandowagen auszustatten. Bisher stand nur dem Gemeindebrandmeister Rainer Wendt ein solches Einsatzfahrzeug zur Verfügung. Mit der Neubeschaffung für den Gemeindebrandmeister soll das bisherige Fahrzeug künftig an seinen Stellvertreter übergehen.
Zur Begründung verwies FWG-Fraktionssprecher Timo Röntsch auf die gesetzliche Verpflichtung der Kommune, eine leistungsfähige Feuerwehr vorzuhalten. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister müsse jederzeit schnell und eigenständig Einsatzstellen im weitläufigen Gemeindegebiet erreichen können. Eine Mitnutzung vorhandener Fahrzeuge sei unpraktikabel, da dafür zunächst ein Feuerwehrhaus aufgesucht und geprüft werden müsste, ob ein Wagen verfügbar sei.
Der Rat folgte der Argumentation einstimmig. Haushaltsmittel für die Beschaffung sollen im Haushalt 2026 berücksichtigt werden.
Vernetzte Rauchmelder für Gerätehäuser
Ebenfalls einstimmig nahm der Rat einen Antrag der CDU/FDP-Gruppe an, die Feuerwehrhäuser und Fahrzeuge mit vernetzbaren Rauchmeldern auszustatten. Hintergrund sind Brände in Gerätehäusern, die in den vergangenen Jahren deutschlandweit immer wieder von abgestellten Fahrzeugen ausgingen.
Das gewählte System soll ohne aufwendige Verkabelung auskommen und mit der von der Feuerwehr Seevetal genutzten Alarmierungs-App kompatibel sein. Als Referenz wurde die Technik der Firma Lupus genannt, die diese Anforderungen erfüllt und von der Feuerwehr eigenständig installiert werden kann.
Friedrich Thimme (Grüne) fragte in der Sitzung nach, ob für die Anschaffung nicht eine Ausschreibung erforderlich sei. Angelika Tumuschat-Bruhn, Vorsitzende des Ausschusses für Feuer, Ordnung und Sicherheit, verwies darauf, dass dieses Thema bereits im Fachausschuss behandelt worden sei. Eine Ausschreibung sei nicht notwendig, da die Kosten unter 10.000 Euro liegen.
Geplant ist zunächst ein Pilotprojekt mit 25 Geräten im Feuerwehrhaus Maschen, wo aufgrund der Vielzahl an Fahrzeugbewegungen ein besonderer Bedarf gesehen wird.
Redakteur:Sven Rathert aus Seevetal |
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