Großeinsatz der Polizei in Stade
Massenschlägerei im Altländer Viertel mit rund 150 Beteiligten
- Die Stader Polizei musste am Donnerstagabend zu einer Massenschlägerei im Altländer Viertel ausrücken (Symbolbild)
- Foto: Ki-generiert
- hochgeladen von Jörg Dammann
Gleich zweimal musste die Polizei am Donnerstagabend (25. Juni) wegen handgreiflicher Auseinandersetzungen ins Altländer Viertel in Stade ausrücken. Aus einem zunächst gemeldeten Streit entwickelte sich später eine größere Schlägerei. Rund 150 Menschen hatten sich zeitweise am Jugendhaus an der Hohenfriedberger Straße versammelt - einige waren in die Prügelei involviert, andere waren unbeteiligte Schaulustige. Vier Personen wurden verletzt. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Körperverletzung, Raubes und Landfriedensbruchs.
Streithähne hatten sich entfernt
Der erste Notruf ging kurz nach 21 Uhr bei der Polizei ein. Gemeldet wurde eine körperliche Auseinandersetzung zwischen 40 und 50 Personen auf dem Vorplatz des Jugendhauses. Als die ersten Streifenwagen eintrafen, hatten sich die Beteiligten jedoch bereits entfernt. Bei den noch vor Ort angetroffen Personen war lediglich noch von einer verbalen Streitigkeit die Rede.
Knapp eine Stunde später erschienen zwei Männer auf der Stader Polizeiwache und erstatteten Anzeige. Nach ihren Angaben war ein Streit um vermeintliche Schulden eskaliert und in eine körperliche Auseinandersetzung übergegangen.
Wenig später die nächste Schlägerei
Doch damit war der Abend noch nicht beendet. Um 22.12 Uhr meldeten mehrere Anrufer erneut eine größere Schlägerei im Bereich Hohenfriedberger Straße/Grünendeicher Straße. Die Polizei entsandte zahlreiche Einsatzkräfte zum Ort des Geschens. Dort schilderte ein Mann, er sei mit seinem VW Polo von einer Personengruppe gestoppt worden. Die Angreifer hätten ihn aus dem Fahrzeug gezogen, mit Schlägen traktiert und dann das Auto geklaut.
Am Kreisverkehr vor dem Jugendhaus hatten sich inzwischen rund 150 Menschen versammelt. Nach Angaben der Polizei kam es dort zu körperlichen Auseinandersetzungen, bei denen unter anderem Äste und Besenstiele eingesetzt wurden. Unter den Beteiligten befanden sich auch die beiden Männer, die zuvor Strafanzeige erstattet hatten.
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Polizei trennte Konfliktparteien
Um die Konfliktparteien zu trennen und die Lage unter Kontrolle zu bringen, setzte die Polizei Reizstoff ein. Einer Person wurden vorübergehend Handfesseln angelegt. Erst nach und nach gelang es den Einsatzkräften, die Situation zu beruhigen. Auslöser der zweiten Eskalation war nach bisherigen Erkenntnissen offenbar der Versuch einer der beteiligten Gruppen, die Gegenseite nach dem ersten Vorfall erneut zur Rede zu stellen.
Vier Leichtverletzte wurden vom Rettungsdienst versorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht. Dafür richtete die Polizei am Staatsarchiv einen geschützten Bereitstellungsraum für die Rettungskräfte ein. Zudem zeigte sie vorsorglich verstärkte Präsenz am Elbe Klinikum Stade.
Gegen 23.45 Uhr war der Einsatz beendet. Nachdem die Polizei Platzverweise ausgesprochen hatte, löste sich die Menschenansammlung im Altländer Viertel allmählich auf. Die Beamten stellten zahlreiche Personalien von Beschuldigten und Zeugen fest. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Auseinandersetzungen dauern an.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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