Das erste Stader Encrochat-Verfahren
Mit Drogen für 1,5 Millionen Euro gehandelt

Im Februar gelang der Polizei im Landkreis Stade der bislang größte Drogenfund  | Foto: Polizei
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Die Polizei fragt
Wem gehören Geldkassette und Kellner-Portemonnaie?

Wem gehören eine offensichtlich aufgebrochene, grüne Geldkassette und ein schwarzes, stark abgenutztes Kellner-Portemonnaie?, fragt die Polizeiinspektion Harburg. Beides wurde am 24. Juli 2026 im Buchholzer Stadtgebiet an der Bahntrasse im Bereich Holzweg gefunden. Die Polizei vermutet, dass diese Gegenstände aus einer Straftat stammen. Personen, die Hinweise auf die Herkunft dieser Gegenstände geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Buchholz unter der 04181-2850 zu melden.

Blaulicht
Der Mercedes kam auf der K 50 bei Wedel von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum | Foto: Polizeiinspektion Stade
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Zwei Menschen verletzt
Mercedes prallt bei Wedel gegen Baum

Bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 50 bei Wedel sind am späten Samstagnachmittag, 25. Juli, zwei Männer verletzt worden. Ein Mercedes war gegen einen Baum geprallt. Ein 89 Jahre alter Autofahrer aus Wedel war gegen 17.10 Uhr aus Richtung Frankenmoor in Richtung Wedel unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Mercedes nach links von der Fahrbahn und stieß gegen einen Baum. Der Fahrer und sein 60-jähriger Mitfahrer erlitten Verletzungen. Nach der Erstversorgung am Unfallort...

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Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle | Foto: Feuerwehren der Samtgemeinde Horneburg
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Auto gerät auf Gegenfahrbahn
Kollision auf der K36: Ein Verletzter bei Horneburg

Mit der Meldung „eingeklemmte Person“ sind die Feuerwehren aus Horneburg und Nottensdorf am vergangenen Montagnachmittag auf die K36 ausgerückt. Vor Ort stellte sich jedoch schnell heraus, dass niemand aus einem Fahrzeug befreit werden musste. Bei dem Zusammenstoß zweier Autos wurde ein Fahrer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Zusammenstoß auf der Gegenfahrbahn Nach ersten Erkenntnissen geriet der Fahrer eines Autos gegen 15.10 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache über den Mittelstreifen...

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Ersthelfer befreiten den 30-jährigen Fahrer aus dem zerstörten Auto, doch er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen | Foto: Polizeiinspektion Stade
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Tödlicher Verkehrsunfall
30-Jähriger stirbt nach Zusammenstoß mit Baum im Alten Land

Ein 30-jähriger Autofahrer aus Buxtehude ist am vergangenen Donnerstagabend bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 140 zwischen Jork-Hove und Hamburg-Neuenfelde ums Leben gekommen. Der Mann kam gegen 20.40 Uhr auf der Landesstraße 140 zwischen Jork-Hove und Hamburg-Neuenfelde mit seinem VW Up aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Wagen prallt gegen Baum Der 30-Jährige war nach Angaben der Polizei in Richtung Hamburg unterwegs, als sein Auto...

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Zeugen werden gesucht
Diebe plünderten Baustelle in Marschacht

Eine Baustelle an der Elbuferstraße in Marschacht haben Unbekannte zwischen Samstag, 25. Juli, um 14.30 Uhr und Montag, 27. Juli, um 5.30 Uhr geplündert.  Die Täter drangen in den Rohbau eines Einfamilienhauses ein, das derzeit mit einem Baugerüst eingerüstet ist. Nach Angaben der dortigen Bauarbeiter wurden ein Betonmischer der Firma Atica, eine 50-Meter-Kabeltrommel und zwei weitere Baustellenkabel gestohlen. Die Täter müssen zum Abtransport der Gegenstände ein Kraftfahrzeug, eventuell mit...

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Seevetal
Versuchter Diebstahl eines Fahrrades scheiterte

Am Sonntag, 26. Juli, stellte gegen 12.30 Uhr ein 39-jähriger Mann sein E-Bike vor dem Schuppen auf seinem Grundstück im Alten Damm in Seevetal kurzfristig ab, um ein weiteres Fahrrad aus dem Schuppen zu holen. Während sich der junge Mann in dem Schuppen befand bemerkte er, wie ein 57-Jähriger sich an dem vor dem Schuppen abgestellten E-Bike zu schaffen machte um es zu stehlen. Dem 39-jährigen Eigentümer des E-Bikes gelang es, die Person so lange festzuhalten, bis die alarmierte Polizei...

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Buchholz
Zeugen gesucht: Einbruch in ein Restaurant

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 25./25. Juli, gelangten unbekannte Täter durch ein Fenster ins Restaurant in der Hamburger Straße und entwendeten dort aus der Kasse zirka 400 Euro Bargeld. Wie die Täter es geschafft haben, das Fenster zu öffnen ist derzeit unklar. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizeiinspektion Harburg unter der Telefonnummer 04181-2850 zu melden.

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Buchholz
Alkoholisiert mit dem E-Skooter verunfallt

Schmerzhaft endete die Fahrt für einen 55-jährigen Buchholzer, der alkoholisiert mit seinem E-Scooter ohne Beteiligung eines weiteren Verkehrsteilnehmer stürzte und sich hierbei leicht verletzte. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt und ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.

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Die Feuerwehr löscht die auf dem Trecker-Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache brennenden Stroh-Rundballen | Foto: Mathias Wille
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Feuerwehr verhinderte Waldbrand
Stroh-Rundballen gerieten in Kiefernwald bei Garstedt in Brand

Ein Brand bei einem Transport von Stroh-Rundballen löste am Samstagnachmittag einen größeren Feuerwehreinsatz in einem Kiefernwald bei Garstedt aus. Rund 60 Aktive mehrerer Feuerwehren verhinderten, dass sich das Feuer zu einem Waldbrand ausbreitete. Ein Landwirt erlitt dabei Brandverletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Kurz nach 16 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Garstedt, Wulfsen, Salzhausen und Vierhöfen in die Verlängerung des Bornbachwegs in Garstedt alarmiert....

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Der verunglückte Wagen ist vollständig | Foto: Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt
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Autobahn A7 / Egestorf
Nach Unfall im Auto eingeklemmt / Mit Hubschrauber ins Krankenhaus

Am Sonntagnachmittag gegen 15.40 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn A7 zwischen den Anschlussstellen Egestorf und Garlstorf. Ein aus Italien stammendes Ehepaar war mit ihrem Toyota aus bisher unklarer Ursache von der Fahrbahn abgekommen. Im Seitenbereich der Autobahn prallte das Fahrzeug gegen einen Baum und blieb anschließend stark deformiert im Grünbereich der Autobahn liegen. Der Fahrer konnte sich aus dem Fahrzeug befreien, seine Beifahrerin wurde im Fahrzeug...

tk. Stade. Sie wähnten sich mit ihren Kryptohandys sicher. Das wurde drei Männern aus der Samtgemeinde Horneburg zum Verhängnis. Französische und niederländische Polizeibehörden sowie auf EU-Ebene Europol hatten "Encrochat", so hieß der Handydienstleister, geknackt und lieferten deutschen Sicherheitsbehörden die Daten frei Haus. Im Frühjahr klickten die Handschellen. Es war der bislang größte Drogenfund, der jemals im Landkreis Stade gemacht wurde: Wohnungen in Horneburg und Nottensdorf wurden durchsucht und Rauschgift im Wert von rund 1,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Jetzt hat der Prozess gegen die drei Männer vor dem Landgericht Stade begonnen. Es ist der erste Fall der in Stade verhandelt wird, der aufgrund der Encrochat-Protokolle aufgedeckt wurde.

Zwei Brüder (24 und 36) als Hauptbeschuldigte und ein Mittäter (40) der die Drogen gelagert haben soll, stehen vor der 1. Großen Strafkammer. Die Verteidiger der Brüder haben gleich zu Prozessbeginn darauf hingewiesen, dass die Encrochat-Daten nicht verwendet werden dürfen. Der Buxtehuder Strafverteidiger Lorenz Hünnemeyer: "Die Nutzung der Daten entspricht nicht den deutschen Rechtsgrundsätzen." Von den zehn angeklagten Taten, so der Jurist, stünden acht im Zusammenhang mit den Encrochat-Protokollen.

Die Verteidiger lehnen die Verwertbarkeit der abgehörten Kommunikation ab, weil - vereinfacht formuliert - eine ausländische Behörde ohne konkreten Verdacht auf eine Straftat und ohne richterliche Genehmigung die Handykommunikation von deutschen Staatsbürgern im Inland abgefangen hat. Die Strafverteidiger beziehen sich in ihrer Argumentation auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Berlin. Das hatte Encrochat-Protokolle aus diesen Gründen nicht zugelassen. Das Stader Gericht wird die Zulässigkeit prüfen.

Stade: Drogen im Wert von 1,5 Millionen Euro gefunden

Die Staatsanwaltschaft Stade ist dagegen optimistisch, die abgefangene Kommunikation im Prozess nutzen zu können. Mehrere Oberlandesgerichte hätten die Zulässigkeit bereits bestätigt, so Oberstaatsanwalt Johannes Kiers, Sprecher der Ermittlungsbehörde. Und die Berliner Entscheidung sei nicht endgültig. Die dortige Staatsanwaltschaft habe Rechtsmittel eingelegt.

Jenseits dieser juristischen Fragen dürfte eine Verurteilung dennoch ziemlich sicher sein. Die Drogen sind schließlich vorhanden. 80 Kilogramm Marihuana, 54 Kilogramm Haschisch, 15 Kilogramm Amphetamine sowie 900 Gramm Kokain wurden im Frühjahr von der Polizei beschlagnahmt.

Für die zwei Hauptbeschuldigten ist der jetzt gestartete Prozess nur ein Teil der juristischen Aufarbeitung ihrer Drogengeschäfte. Ein weiteres Verfahren ist gegen sie anhängig. Ein ebenfalls aus dem Landkreis Stade stammenden Mann flog auf, als er mit einer Drogenlieferung aus Holland kam. Er räumte ein, sechs Mal 20 Kilogramm Rauschgift transportiert zu haben. Vor dem Landgericht Kleve wurde er zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Unabhängig von Encrochat-Protokollen rückten die Brüder auch dabei ins Visier der Polizei. Für sie sollen die Drogenlieferungen bestimmt gewesen sein. Wenn auch in dieser Sache ein Verfahren beginnt, wird es in Stade stattfinden. "Beides müsste zusammengelegt werden", fordert Lorenz Hünnemeyer.

Die Encrochat-Protokolle haben weltweit für Verfahren gegen die organisierte Kriminalität gesorgt. Der französischen und niederländischen Polizei war es im Sommer 2020 gelungen, den Encrochat-Server zu hacken. Encrochat war sozusagen das WhatsApp der Kriminellen und galt als abhörsicher. Millionen von Chatnachrichten landeten bei der Polizei. Die Ermittler in Frankreich leiteten ihre Erkenntnisse an deutsche Ermittlungsbehörden weiter. Über das Bundes- und die Landeskriminalämter gingen die Daten bis zu den Ermittlern vor Ort - wie bei dem Mega-drogenfund durch die Stader Polizei.

Redakteur:

Tom Kreib aus Buxtehude

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