Demo findet trotz Schulferien statt
Bewegung "Fridays for Future" demonstriert in Stade auch außerhalb der Unterrichtszeit für Klimaschutz

Durch die Altstadt zogen die Schüler mit lautstarken Gesängen vom Rathaus in Richtung Pferdemarkt Foto: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" - der allseits bekannte Ruf hallte auch am letzten Tag vor den Ferien durch die Hansestadt.
Erst nach Schulschluss zogen die Demonstranten vom Stadeum in Richtung Pferdemarkt, da die Schulen Nachsitzen und Überraschungstests angedroht hatten.
Allerdings mit etwas geringeren Schülerbeteiligung als bei den vergangenen Malen. Sei es durch die Abiturprüfungen oder die begonnenen Ferien - nur rund 200 Schüler machten sich stark für den Klimaschutz.

Einen Zwischenstopp legten die Protestler in der Innenstadt am Rathaus ein. Grund: "Damit Frau Nieber uns auch hört." Mit lautstarken Gesängen ging der Zug mit Banner und selbstgemalten Plakaten weiter zum Pferdemarkt.

Die Demonstranten forderten eine veränderte und nachhaltige Klimapolitik von der Bundesregierung. Außerdem kritisierten sie die nicht erreichten Klimaziele der Stadt Stade sowie den möglichen Bau eines LNG-Terminals in der Hansestadt.

Dass nur etwas erreicht werde, wenn die Menschen auf die Straße gehen und dabei auch mal etwas lauter werden, dieser Meinung sind Milena Schrader (18) und Anna-Lena Kahrs (18). Willi Gisbrecht (20) sieht auch die Politiker und Unternehmer in der Pflicht, etwas für den Umweltschutz zu tun, nicht nur die "kleinen Leute". "Wir wollen ein Zeichen setzen", so der junge Mann.

Unterstützung finden die Schüler - trotz normalerweise Schulschwänzen - auch bei den Erwachsenen. "Wir wollen zeigen, dass wir ihrer Meinung sind", sagt Sabine Grudzinski (51), Mutter einer Demonstrantin, die zur Demonstration gekommen ist. Die drastischen Maßnahmen müssen sein, so lange bis etwas passiert, meint sie. "Es ist höchste Zeit."
Trotz der geringen Teilnehmerzahl werteten die Veranstalter die Demo als Erfolg, da sich wieder einmal Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Klima einsetzten.

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