Gleichberechtigung und Chancengleichheit
Ein bunter Tag für Frauenrechte in Stade

Vor der Veranstaltung kamen die Teilnehmerinnen vor dem historischen Stader Rathaus zum Gruppenfoto zusammen | Foto: Sinem Uslu-Uzun
  • Vor der Veranstaltung kamen die Teilnehmerinnen vor dem historischen Stader Rathaus zum Gruppenfoto zusammen
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Im Stader Rathaus herrschte eine besondere Atmosphäre: Lebendige Gespräche, inspirierende Reden und vielfältige Mitmachangebote machten den „Markt der Möglichkeiten“ anlässlich des Internationalen Frauentages zu einem vollen Erfolg. Unter dem Motto „Yes, she can“ präsentierten 22 Initiativen und Beratungsstellen ihr Engagement für Gleichberechtigung und Frauenrechte.

Bereits zum Auftakt setzte Bürgermeister Sönke Hartlef mit seinem Grußwort ein Zeichen. Gemeinsam mit Gleichstellungsbeauftragter Jacqueline Jugl und ihrer Stellvertreterin Marie-Caroline Bergmann wurde das umfangreiche Programm vorgestellt. Besonders im Fokus standen strukturelle Ungleichheiten und die verschiedenen „Gender Gaps“, die nach wie vor bestehen – sei es in der Politik, im Berufsleben oder in der Gesellschaft. Ein bewegender Höhepunkt war die Rede von Farshed Djobel, Vorsitzende der Community zur Unterstützung afghanischer Frauen und Mädchen. Sie sprach über ihre Erfahrungen als Frau in Afghanistan und Deutschland – ein eindrücklicher Bericht, der viele Besucherinnen und Besucher tief berührte.

Zahlreiche kreative Angebote

Neben spannenden Vorträgen luden zahlreiche kreative und interaktive Angebote zum Mitmachen ein. Besonders beliebt waren der Ausmaltisch mit inspirierenden Frauenporträts, das Kinderschminken, das Zöpfe flechten und ein leckeres afghanisches Essensbuffet, dessen Einnahmen von 432 Euro direkt dem unterstützenden Verein zugutekamen. Für musikalische Highlights sorgte das Duo LavanDula, das mit Liedern in verschiedenen Sprachen die internationale und offene Atmosphäre der Veranstaltung unterstrich. Auch in der Stader Innenstadt konnten Passantinnen und Passanten mit einer Sprühaktion zum Thema Weltfrauentag auf kreative Weise ins Gespräch kommen.

Aufklärung und Diskussion in Buxtehude

Die Umbenennung der „Senatorenstube“ in die „Senatorinnenstube … für die nächsten 2025 Jahre“ oder die dortige Betrachtung des Gemäldes der Altländerinnen bot die Möglichkeit eines Perspektivenwechsels. Der Wandel von Kleidung und des Verständnisses von Geschlecht sowie von Sprache wurde hier sichtbar und lud zu Gesprächen ein.  Mit einer Sprühaktion fanden Passantinnen und Passanten bereits in der Stader Innenstadt die Möglichkeit, sich mit Piktogrammen und Botschaften die Gelegenheit, über den Weltfrauentag ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsam kann viel bewegt werden

Neben Information und Austausch stand auch die UN-Frauenrechtskonvention im Mittelpunkt. Elf große Banner zeigten zentrale Artikel der Konvention, ergänzt durch ein Ratespiel und den Gesetzestext zum Mitnehmen. Den Abschluss der Veranstaltung bildete das symbolische Aufhängen der UN-Artikel vor dem Rathaus – ein starkes Zeichen für die 22 teilnehmenden Initiativen und ihr gemeinsames Engagement. „Wir freuen uns über das große Interesse und die positive Resonanz. Es zeigt, dass Gleichberechtigung und Gleichstellung in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind“, resümierte Jacqueline Jugl. Der „Markt der Möglichkeiten“ bewies eindrucksvoll: Gemeinsam kann viel bewegt werden – und jede und jeder kann dazu beitragen!

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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