Elbe-Kliniken-Serie im WOCHENBLATT
Empathischer Start in den Aufenthalt
- Birgit Helberg führt das Aufnahmegespräch mit einem Patienten
- Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Jedes Jahr versorgen die Elbe Kliniken etwa 45.000 stationäre und 85.000 ambulante Patientinnen und Patienten in Stade und Buxtehude. Rund 3.000 Mitarbeitende kümmern sich alleine im Landkreis Stade um die Gesundheitsversorgung in den beiden Krankenhäusern. Und das nicht nur in medizinischen Bereichen. Neben Ärzten und Pflegekräften beschäftigen die Kliniken zahlreiche IT-Fachkräfte, Techniker, Köche, Verwaltungskräfte, Lehrer, Gärtner, Bauplaner und vieles mehr. Grund genug, um hinter die Kulissen des größten Arbeitgebers in der Region zu blicken. Heute mit Teil 15 der Serie, der Patientenaufnahme.
Elbe-Kliniken-Serie im WOCHENBLATT Wer einen stationären OP-Termin im Elbe-Klinikum Stade oder Buxtehude hat, lernt sie unweigerlich kennen: die Mitarbeitenden der Patientenaufnahme. Sie empfangen die Patientinnen und Patienten mit einem Lächeln und erledigen routiniert und zügig die Dokumentation der Daten, die beispielsweise für die korrekte Abrechnung mit der Krankenkasse nötig ist.
„Für viele Patienten ist der Aufenthalt im Krankenhaus eine aufregende und teils verunsichernde Erfahrung“, erklärt Gisela Dubberstein, die seit mehr als 40 Jahren in der Patientenaufnahme tätig ist. „Wir möchten die Patienten von Anfang an beruhigen und ihnen die anfängliche Nervosität nehmen. Oft reicht schon ein kleines Gespräch oder ein humorvolles Wort, um die Atmosphäre zu entspannen“, fügt Birgit Helberg hinzu, die fast ebenso lange in der Patientenaufnahme arbeitet.
Besonders wichtig sind den beiden Empathie und Einfühlungsvermögen. „Als erste Ansprechperson für die Patienten und deren Angehörige möchten wir den Einstieg in die Behandlung so angenehm wie möglich gestalten“, sagt Gisela Dubberstein.
Das Aufnahmegespräch dauert in der Regel etwa zehn Minuten. Darin werden die persönlichen und versicherungsrechtlichen Daten erfasst, darunter die Versicherungskarte, der Einweisungsschein, Kontaktdaten der relevanten Ärzte sowie die Telefonnummern von Angehörigen. „Mit Privatpatienten und Patienten, die über eine private Zusatzversicherung verfügen, besprechen wir die möglichen Wahlleistungen,“ erklärt Birgit Helberg. Außerdem fragen sie alle Patienten, ob sie einen Besuch der Klinikseelsorgerin wünschen.
Anschließend können die Patienten auf ihre jeweilige Station gehen und ihr Zimmer beziehen. Patienten, die mobil eingeschränkt sind, werden vom Patientenbegleitdienst abgeholt und zur Station begleitet. „Im Falle einer Terminverschiebung des geplanten Eingriffs ist es nicht notwendig, die Aufnahme erneut aufzusuchen,“ so Gisela Dubberstein.
Das Team der Patientenaufnahme in Stade nimmt täglich bis zu 70 Patienten auf, wobei Patienten, die über die Zentrale Notaufnahme (ZNA) aufgenommen werden, in dieser Zahl noch nicht berücksichtigt sind. „Die Aufnahme von ZNA-Patienten erfolgt während der Arbeitszeit im Hintergrund,“ erklärt Gisela Dubberstein.
Die sechs Teammitglieder rotieren wöchentlich zwischen der Front- und der Backoffice-Tätigkeit, um sowohl die administrativen Aufgaben als auch die direkte Patientenbetreuung effizient zu koordinieren.
Denn was im Hintergrund zu tun ist, bekommen die wenigsten mit: Die Mitarbeiter führen Telefonate mit Krankenkassen, stimmen Terminlisten mit den Stationen, Ambulanzen, der Pathologie und dem OP ab und melden Geburten und Todesfälle an das Standesamt. „Geburten melden wir natürlich besonders gern, aber leider gehört im Krankenhaus auch immer der Tod dazu,“ so Birgit Helberg. Das Team der Patientenaufnahme ist deshalb auch Ansprechpartner für Bestattungsinstitute und Angehörige. Auch bei diesen Gesprächen ist Empathie von großer Bedeutung.
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