Festung Grauerort: Jetzt ist die Dauergenehmigung da

Hans-Hermann Ott (li.) und Peter Schneidereit vom Förderverein vor dem neuen „Sammelpunkt“ vor der Festung
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bc. Stade-Abbenfleth. Der gordische Knoten ist durchschlagen. Vier Jahre hatte der Förderverein „Festung Grauerort“ gekämpft, die Dauergenehmigung der Stadt Stade für die Durchführung von großen Veranstaltungen bis zu 1.200 Besuchern zu erhalten. Jetzt ist sie auf dem Weg und die Macher sind glücklich. „Künftig brauchen wir nicht mehr für jede Veranstaltung Einzelnachweise erbringen“, sagt Vereinsvorsitzender Hans-Hermann Ott.

Als Eigentümer des Baudenkmals in Abbenfleth musste der Verein einige baulichen Auflagen erfüllen: Fluchtwege anlegen, Notausgangsschilder anbringen, Sammelpunkte einrichten. Erst kürzlich wurde die völlig marode Kommandantur aus den 1920er Jahren abgerissen, um Raum für neue Parkplätze zu schaffen. Ott: „Wir verfügen jetzt über mehr als 400 Stellplätze.“

Die Dauergenehmigung könnte positive Effekte für das Festungs-Marketing haben. Künftig wird es für den Förderverein einfacher sein, die Festung an Aussteller zu vermieten. Der nervige Papierkram mit der Stadt fällt weitgehend weg.

Neue Mieter sind wichtig. Der Verein benötigt jährliche Einnahmen in Höhe von gut 100.000 Euro, um eine schwarze Null zu schreiben. Alleine ein Viertel des Geldes geht für Zins und Tilgung drauf. Regelmäßige Instandsetzungen, Ersatzbeschaffungen, Heizung, Strom, Wasser sowie Personalkosten und Versicherungen verschlingen den Rest. Wie berichtet, hatte der Verein das kaiserliche Artillerie-Fort 2009 für 350.000 Euro gekauft. Der Plan: 2028 soll das Darlehen abbezahlt sein.

Von der Stadt Stade erhalten die Festungsbetreiber einen Zuschuss von 5.000 Euro im Jahr. Die Stiftung der Kreissparkasse steuert auf drei Jahre limitiert jeweils 7.000 Euro bei. Die Mittel sind zweckgebunden: 5.000 für die Bauunterhaltung und 2.000 Euro für die Einrichtung eines außerschulischen Lernortes.

Dieses Jahr ist für den Förderverein bisher gut angelaufen. Nicht zuletzt aufgrund der neuen Werbeoffensive im Internet (Facebook) und einer überarbeiteten Homepage (www.grauerort.de) werden immer mehr Veranstalter auf die idyllisch gelegene Festung an der Elbe aufmerksam. Zuletzt war zweimal eine US Car-Ausstellung zu Gast.

Satzungsgemäßes Ziel des Vereins ist es, die Festung in den Originalzustand Ende des 19. Jahrhunderts zu versetzen. Was noch wie eine Utopie klingt, könnte vielleicht irgendwann einmal Wirklichkeit werden. Ein allererster Schritt ist mit der Dauergenehmigung getan.

Hans-Hermann Ott (li.) und Peter Schneidereit vom Förderverein vor dem neuen „Sammelpunkt“ vor der Festung
Das kaiserliche Artillerie-Fort wurde zwischen 1869 und 1879 erbaut. Kampfhandlungen fanden hier nie statt
Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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