Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Gelbe Felder prägen die Landschaft
- Raps ist die wichtigste heimische Ölpflanze
- Foto: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Die ersten gelben Farbtupfer sind bereits zu sehen, in den kommenden Tagen werden sie das Landschaftsbild bestimmen: Die Rapsblüte hat begonnen, in diesem Jahr erneut etwas früher als üblich. Grund dafür ist ein milder März, der das Wachstum nach dem Winter beschleunigt hat.
Größere Schäden durch Frost blieben aus, sodass sich die Bestände gut entwickeln konnten. Nun beginnt die entscheidende Phase der Blüten und Samenbildung. Für ein gutes Wachstum ist neben Sonne vor allem ausreichend Feuchtigkeit wichtig, da die Pflanzen ihre Nährstoffe über das Wasser aufnehmen. Dank ihrer tiefen Pfahlwurzel kann der Raps auch auf Wasser aus tieferen Bodenschichten zugreifen.
In etwa zwei Wochen wird die Vollblüte erwartet. Dann stehen die Felder für mehrere Wochen in leuchtendem Gelb und bieten eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Besonders Bienen profitieren davon und sammeln hier große Mengen Nektar.
Nach der Blüte entstehen Schoten mit kleinen schwarzen Samen, die reich an Öl sind. Dieses wird vielseitig genutzt, etwa als Speiseöl, aber auch für technische Anwendungen. Auch in der Landwirtschaft bleibt Raps eine wichtige Kulturpflanze: Er verbessert die Bodenstruktur, unterstützt die Fruchtfolge und bietet wirtschaftlich weiterhin gute Perspektiven.
Wie die Ernte ausfallen wird, hängt maßgeblich von den Wetterbedingungen der kommenden Wochen ab und davon, ob aus der leuchtenden Blütenpracht am Ende auch ein gutes Erntejahr wird.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.