Wasserretter proben den Katastropheneinsatz
Große DLRG-Übung in Stade: Taucher und Strömungsretter im Einsatz
- Im Stader Stadthafen: Sandsäcke werden auf die DLRG-Boote verladen
- Foto: DLRG
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Sandsäcke schleppen, Boote manövrieren, Taucher im Einsatz: Was wie Szenen aus einem Katastrophenfilm wirkt, war in Stade jetzt Realität. Der Wasserrettungszug des DLRG-Bezirks Stade rückte zur großen Jahresübung aus – und das mit voller Mannschaftsstärke.
Nach einer kurzen Einweisung hieß es für die DLRG-Ortsgruppen: Jeder Handgriff muss sitzen, die Einsatzbereitschaft steht auf dem Prüfstand. Schon nach wenigen Minuten waren die Teams in alle Richtungen im Stader Stadtgebiet unterwegs – vom Industriehafen Bützfleth bis zum Stadersand.
- Große Einsatzbesprechung vor Beginn der Übung der Wasserrettungskräfte
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Für die Tauchergruppe hieß es: Ab ins Wasser! Im Industriehafen Bützfleth simulierten sie eine Kontrolle am Antrieb einer Elbclearingfähre. Angenommen wurde ein Schaden durch Tampen. Unter Wasser zeigten die Einsatzkräfte, wie Routine und Teamarbeit auch in trüber Sicht Hand in Hand gehen.
- Ein Taucher wird ins Wasser gelassen
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Parallel dazu herrschte im Stader Stadthafen Hochbetrieb. Zwei Wasserrettungsgruppen ließen ihre Boote zu Wasser, luden Sandsäcke auf und trainierten den Transport bei Strömung und Wellengang. Die Technik- und Logistiktrupps kümmerten sich währenddessen um die Vorbereitung der bis zu 800 Kilogramm schweren Sandsackladungen – Millimeterarbeit, wenn es um Gewichtsverteilung und Beladung ging.
Am Stadersand trafen sich die Gruppen wieder: Boote entladen, Sandsäcke stapeln, Retter ins Wasser schicken. Dort stand eine Schräghangrettung auf dem Programm – eine anspruchsvolle Übung, bei der Strömungsretter eine Person aus schwieriger Lage sichern und zurück an Land bringen.
- DLRG-Boote auf der Schwinge. Sie nehmen Kurs auf Stadersand
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Nachdem die Sonne untergegangen war, ging es für die Logistikgruppe ans große Ausleuchten der Einsatzstellen. Flutlicht statt Taschenlampe – so konnte das Training auch bei Dunkelheit realistisch fortgesetzt werden. Um 21 Uhr hieß es dann: Boote kranen, Material verstauen, Abschlussbesprechung. Und natürlich durfte ein gemeinsamer Imbiss zum Ausklang nicht fehlen.
"Die Übung zeigte eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des Wasserrettungszuges im Bezirk Stade", so das Fazit von Henning Kruse, dem DLRG-Pressesprecher im Bezirk Stade. Die beteiligten Ortsgruppen hätten eine hohe Einsatzbereitschaft bewiesen. "Solche Übungen sind unverzichtbar, um im Ernstfall Menschenleben schnell und effektiv retten zu können", erklärt Kruse.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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