Müll in schwindelerregender Höhe
KBS entsorgten Überbleibsel einer Hochzeit aus Birke in Stade

Schwindelfrei: Mit dem Steiger ging es für Steffen Böhl rund 20 Meter in die Luft
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jab. Stade. Diese vermeintlich romantische Idee war für die Tonne: Ein ganzes Bündel roter Herzluftballons landete in einer Birke an der St. Cosmae-Kirche und verfing sich dort gänzlich in den Ästen. Das WOCHENBLATT machte die Stadt darauf aufmerksam, die sich wiederum unverzüglich um das Müllproblem kümmerte.

Wie angekündigt, rückten am vergangenen Mittwoch die Kommunalen Betriebe Stade (KBS) um 6.30 Uhr an, um die Folienballons aus dem riesigen Baum zu holen. Mit einem 33 Meter hohen Steiger ging es in schwindelerregende Höhen. Baumpfleger Alexander Bösch gab von unten aus die Anweisungen, wie sein Kollege Steffen Böhl die Luftballons in der Baumkrone am besten erreicht. Auf 20 Metern stoppten die KBS-Mitarbeiter den Korb. 15 Minuten dauerte die Aktion, dann waren die Ballons frei. Inzwischen waren die rund zehn bis zwölf in sich verknoteten Herzen teilweise durch Wind und Wetter in weitere Einzelteile zerrissen.

Steffen Böhl : „Mit den zusammengebundenen Haltebändern verfingen sich die Luftballons im Geäst. Von alleine hätten sie sich nicht aus der Baumkrone gelöst.“ Und das ist ein echtes Problem für Natur und Umwelt: Wilfried Böhling aus der Abteilung Planung und Umwelt: „Vor allem bei Vögeln besteht das Risiko, dass sie sich in den Haltebändern der Luftballons verheddern.“

• Künftig werden Brautpaare, die sich im Standesamt der Hansestadt Stade trauen lassen, darauf hingewiesen, dass das Steigenlassen von heliumgefüllten Luftballons aus Umweltschutzgründen nicht erlaubt ist.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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