Ökologische Station eröffnet neues Büro
Mehr Platz für Naturschutz in Stade
- Das Hans-Kelm-Haus mit neuem Anbau
- Foto: Heiner Baumgarten
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Wer Natur erhalten will, braucht mehr als Fernglas und Gummistiefel – nämlich Raum für Planung, Austausch und neue Ideen. Diesen Raum hat die Ökologische Station Stade (ÖSS) jetzt bekommen: Ende Mai wurde der neue Büroanbau im Hans-Kelm-Haus feierlich eingeweiht – hell, funktional und mit viel Herzblut errichtet.
Entstanden ist der Anbau in nur acht Monaten – größtenteils durch ehrenamtliche Arbeit der BUND-Kreisgruppe Stade. Heiner Baumgarten, Kreisvorsitzender des BUND bedankte sich für das große Engagement der Freiwilligen ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre. Auch großzügige Spenden und unkomplizierte Genehmigungen trugen maßgeblich zum Gelingen bei, so Baumgarten.
Im neuen Büro arbeiten künftig die drei festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station: Maria Huber, Janina Heins und Malte Steffens. Ihre Aufgabe: den Naturschutz im Landkreis Stade und Harburg voranbringen. Dafür vernetzen sie unterschiedlichste Akteure – von Landwirtinnen, Jägerschaft und Fischerei über Behörden bis hin zu Ehrenamtlichen – und sorgen so dafür, dass Naturschutzziele auch praktisch umsetzbar sind.
- Malte Steffens (v.li.) von der ÖSS, BUND Landesvorsitzende Susanne Gerstner, Leiterin der Station Stade Maria Huber, Leitung, Heiner Baumgarten, Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Stade und ÖSS-Mitarbeuterin Janina Heins in den neuen Büroräumen
- Foto: Wilfried Böhling
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Das Vorbild? Das sei unter anderem die Ökologische Station Steinhuder Meer. Dort betreibt der BUND seit Jahrzehnten eine Ökologische Station – „so ähnlich soll es auch hier einmal werden“, sagt sie. Die neue Büroausstattung sei ein wichtiger Schritt dorthin.
Die Ökologische Station Stade wurde Ende 2022 eingerichtet und ist Teil des „Niedersächsischen Weges“, einer landesweiten Initiative zum Schutz der Artenvielfalt. Mit aktuell rund 10.800 Hektar Gebietskulisse betreut das Team unter anderem die Schutzgebiete an Este, Aue, Schwinge, Lühe sowie die Kehdinger Moore und Moore bei Buxtehude.
Zu den laufenden Projekten gehören z. B. das Libellenmonitoring an der Este sowie die Erfassung seltener Amphibienarten im Schwingetal. Auch eine Feuersalamanderpopulation bei Bötersheim konnte 2024 nachgewiesen werden – ein Erfolg für die regionale Artenvielfalt.
BUND-Landesvorsitzende Susanne Gerstner lobte die Entwicklung in Stade: „Unsere Ökologische Station in Stade ist die jüngste unserer BUND-Einrichtungen in Niedersachsen und ein sichtbarer Erfolg des Niedersächsischen Weges“. Die enge Zusammenarbeit mit Behörden, Nutzergruppen und Ehrenamtlichen zeige, wie Naturschutz im Bundesland konkret funktionieren solle.
- Hier wird gebaut – der Anbau wurde größtenteils in Eigenleistung der Ehrenamtlichen in Stade selbst errichtet
- Foto: BUND Kreisgruppe Stade
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Das neue Büro ist Teil des traditionsreichen Hans-Kelm-Hauses, das 1995 in Eigenleistung nach ökologischen Kriterien errichtet wurde. Neben dem Büroneubau entstand auch ein Mehrzweckraum für Jugendgruppen, weitere Sanitäreinrichtungen folgen im Herbst. Der bisher genutzte Büroraum im Haupthaus steht dann wieder den Ehrenamtlichen zur Verfügung.
Mehr Informationen über die Ökologische Station unter www.bund-niedersachsen.de
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
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