Die abstrakten Darstellungen von Flaggen lassen Stader Schüler über ihre eigenen Grenzen hinausgehen
Mit der Kunst wachsen

Jette Rix, Naemi Chorengel und Stina Bernhard sind begeistert von dem Kunstprojekt und den kreativen Werken ihrer Mitschüler Foto: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Jedes Jahr wechselt die Unterführung am Stader Bahnhof im Rahmen eines Schulprojekts ihr farbenreiches Gesicht. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Waldorfschulen in der Welt fand das Kunstprojekt in diesem Jahr unter dem Motto "Eisen verbindet" statt und brachte die Schüler immer wieder an ihre künstlerischen Grenzen sowie darüber hinaus.

Wie auch die eisernen Gleise verschiedene Länder verbinden, sind viele Länder auch durch die Waldorfschulen verbunden. Mit diesen Ländern, von denen sie sich jeweils eins ausgesucht haben, haben sich die Schüler im Vorfeld zur Kunstaktion im Tunnel beschäftigt. Für ihre Werke ließen sich die Jugendlichen vor allem von den Farben und Formen der Flaggen inspirieren. Dabei verwenden sie keine Vorzeichnungen, alles entsteht vor Ort im Tunnel.

"Das Abstrakte war zunächst sehr ungewohnt, da es schwer zu verstehen ist", sagt die Schülerin Naemi Chorengel (17). Sie hat ihr Bild beispielsweise noch einmal komplett von vorne begonnen, da es zunächst nicht das ausgedrückt habe, was es ihrer Meinung nach sollte. Durch Impulse von ihrem Kunstlehrer erhielt es schließlich den letzten Feinschliff. Auch Stina Bernhard (17) und Jette Rix (17) sind in diesem Jahr Teil der Kunstaktion. Sie sind begeistert davon, wie das Projekt sie selbst und auch die Klassengemeinschaft positiv beeinflusst hat. Insgesamt sei es für alle eine tolle Erfahrung. Für die Schülerinnen ist es außerdem interessant, zu sehen, wie sich die individuelle Malweise mit der Zeit entwickelt und dass sie anhand des Stils eines Bildes den Maler erkennen können.

"Wenn die Schüler denken, dass ihr Bild fertig ist, geht es erst richtig los", weiß Kunstlehrer Hans-Wolfgang Roth von der Freien Waldorfschule Stade. Er gibt seinen Schülern immer wieder neue Impulse und bringt sie dazu, zu erkennen, was dem Bild noch fehlt, und über ihre vermeintlichen Grenzen hinwegzugehen. "Die Schüler wachsen mit ihrem Bild", so Roth.

Seit acht Jahren leitet er das Kunstprojekt und die anschließende Tunnelpflege. Am Anfang habe es Probleme mit Sprayern gegeben, die sich an den Bildern der Waldorfschüler zu schaffen machten. "Heute respektieren sie uns und unsere Arbeit." Ebenso wie die Passanten, die den Schülern immer wieder positive Zurufe entgegenbringen, sie weiter motivieren und so in ihrer kreativen Arbeit bestärken.

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