Bildungscampus Riensförde
Neue Ampel macht Schulweg in Stade sicherer
- Projektleiter Marius Roggenkamp überquert den Stadtweg beim
Bildungscampus Riensförde, wo jetzt die neue Ampel in Betrieb ist - Foto: privat
- hochgeladen von Jörg Dammann
Wer morgens oder mittags am Bildungscampus Riensförde unterwegs ist, kennt die Situation: viele Kinder, einige davon mit dem Rad, Elternautos und Busse treffen aufeinander – ein sensibler Bereich im Straßenverkehr. Um die Sicherheit für die jüngsten Verkehrsteilnehmer deutlich zu erhöhen, hat die Hansestadt Stade jetzt eine neue Ampelanlage am Stadtweg in Betrieb genommen.
Die Anlage wurde innerhalb von nur zwei Wochen installiert – und damit sogar schneller als ursprünglich geplant. „Dass wir früher fertig geworden sind, freut uns natürlich sehr“, sagt Projektleiter Marius Roggenkamp aus der städtischen Abteilung Straßen und Brücken.
Ampel springt bei Knopfdruck zügig um
Die neue Ampel ist speziell auf die Bedürfnisse der vielen Schülerinnen und Schüler am Bildungscampus zugeschnitten. Auf dem Gelände befinden sich neben einer Grundschule auch eine Kita sowie eine Ober- und Hauptschule. Entsprechend hoch ist insbesondere zu Unterrichtsbeginn und -ende das Verkehrsaufkommen.
Die Technik der Anlage folgt dabei einem bewusst gewählten Konzept: Für den motorisierten Verkehr bleibt die Ampel in der Regel ausgeschaltet. Für Fußgänger und Radfahrer hingegen zeigt sie Rot – ein Signal, das vor allem Kinder dazu anhalten soll, bewusst stehen zu bleiben und auf Grün zu warten. Erst auf Knopfdruck schaltet die Anlage schnell um und ermöglicht ein sicheres Überqueren der Straße.
Solche sogenannten „Bedarfsampeln“ oder „Drucktaster-Ampeln“ gelten in der Verkehrsplanung als sinnvolle Lösung an Schulstandorten. Sie verbinden einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss mit erhöhter Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer – insbesondere dort, wo viele Kinder unterwegs sind.
Zusätzlicher Schutz durch Bus-Erkennung
Eine Besonderheit der neuen Anlage: Sie reagiert auf haltende Busse. Sobald an der stadteinwärts gelegenen Haltestelle direkt neben der Ampel ein Bus steht, bleibt die Ampel für den Autoverkehr automatisch auf Rot. Damit soll verhindert werden, dass Kinder hinter dem Bus die Straße überqueren und dabei von herannahenden Fahrzeugen übersehen werden – eine der häufigsten Unfallursachen im Umfeld von Haltestellen.
Noch bevor die Ampel offiziell in Betrieb ging, gab es laut Stadtverwaltung bereits positive Rückmeldungen aus der Elternschaft. „Schön, dass unsere Arbeit so wertgeschätzt wird“, so Roggenkamp.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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