Straßenabläufe eisfrei halten
Stadt Stade bittet Bürger um Mithilfe beim Winterdienst
- Am Wochenende kam die Schneefräse der Kommunalen Betriebe Stade zum Einsatz
- Foto: Hansestadt Stade
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Mit allen verfügbaren Kräften waren die Kommunalen Betriebe Stade (KBS) auch am Wochenende aktiv, um Straßen, Wege und die Radvorrangrouten von Schnee zu befreien. Nun haben die Mitarbeitenden eine dringende Bitte an die Bevölkerung.
Diese betrifft das für die kommenden Tage prognostizierte Tauwetter. KBS und Abwasserentsorgung Stade (AES) bitten gemeinsam dringend darum, dass alle, die Straßenabläufe vor dem eigenen Grundstück haben, diese auch aus eigener Initiative von Schnee und Eis befreien. Hintergrund: Wenn in den nächsten Tagen der Schnee schmilzt und die Gullys vom Schnee bedeckt sind, kann das Tauwasser nicht abfließen. Stehende Wasserflächen auf den Straßen wären die Folge.
Vor dem Tauwetter der kommenden war der Schneefall der vergangenen Tage – und der brachte arbeitsintensive Tage für die KBS mit sich: Acht Vorrangrouten für den Radverkehr hat die Hansestadt Stade. Sie verlaufen aus unterschiedlichen Richtungen zur Innenstadt. Laut dem seit dieser Saison gültigen Winterdienst-Konzept sollen sie priorisiert schon am frühen Morgen geräumt werden, damit sie im Berufsverkehr genutzt werden können. „An einigen Stellen können wir aus ökologischen Gründen kein Salz streuen, dort muss geschoben oder eine Umleitung in Kauf genommen werden“, sagt Claas Brüggemann von den Kommunalen Betrieben Stade und meint dabei unter anderem den Abschnitt durch die Schwingewiesen und den Schneeweg zwischen Stade und Bützfleth.
Am vergangenen Wochenende waren die KBS-Mitarbeitenden wieder ab den frühen Morgenstunden im Einsatz. Am Samstag wurden neben den Hauptverkehrsstraßen und den Radvorrangrouten auch Neben- und Anwohnerstraßen geräumt. Dabei kam seit vielen Jahren die Schneefräse zum Einsatz: Die Fahrzeuge der Besitzer zweier landwirtschaftlicher Betriebe kamen gegen den Schnee ebenso wenig an, wie der Schneeschild der Kommunalen Betriebe Stade. „Daher rückten wir mit der Schneefräse an, die wir nach dem Winter 1978/79 angeschafft haben und die bisher nur 1992 und 2010 zum Einsatz kam. Daran sieht man, wie außergewöhnlich die Witterung in diesen Tagen ist“, so Brüggemann. Da das Gerät nur bei sehr langsamem Tempo eingesetzt werden kann, dauerte es zwei Tage, bis alle Straßen und Wege von Schneewehen befreit waren: So wurde mithilfe der Schneefräse am Sonntag der Radweg – Teil der Vorrangroute 2 – entlang des Stadtwegs zwischen Hagen und Bildungscampus Riensförde befahrbar gemacht.
Neben den Mitarbeitenden der Kommunalen Betriebe Stade müssen auch Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer ihren Teil des Winterdienstes leisten: Gehwege vor dem eigenen Grundstück müssen werktags von 7 bis 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr auf 1,5 Metern Breite von Schnee und Eis befreit werden – bei Eckgrundstücken gilt dies für alle angrenzenden Bereiche. Fehlt ein Gehweg, ist ein 1 Meter breiter Streifen auf der Straße zu räumen.
Wichtig ist, dass keine auftauenden Mittel wie Salz verwendet werden dürfen. Der Schnee sollte nicht einfach auf die Straße oder zum Nachbarn geschoben werden – die Räumfahrzeuge der Kommunalen Betriebe Stade (KBS) würden ihn sonst einfach wieder zurückschieben. Und Brüggemann hat noch eine Bitte: „Autos sollten möglichst nah am Straßenrand oder – noch besser! – auf dem eigenen Grundstück geparkt werden. So haben unsere Fahrzeuge ausreichend Platz, um die Straßen sicher zu räumen.“
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