Baum des Jahres 2018: In Stade pflanzten BUND, Kreis und Stadt eine Esskastanie
Verspätete Baumpflanzung

Heiner Baumgarten (BUND, v.li.), Landrat Michael Roesberg, Stades Bürgermeister Sönke Hartlef und Jugendhaus-Mitarbeiter Lukas Funke pflanzten im Altländer Viertel eine Esskastanie
  • Heiner Baumgarten (BUND, v.li.), Landrat Michael Roesberg, Stades Bürgermeister Sönke Hartlef und Jugendhaus-Mitarbeiter Lukas Funke pflanzten im Altländer Viertel eine Esskastanie
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jab/jd. Stade. Der Streit ist begraben und jetzt wurde zur Schaufel gegriffen, um gemeinsam einen Baum zu pflanzen. Der BUND sowie der Landkreis und die Stadt Stade setzten im Altländer Viertel in Stade eine Esskastanie in den Boden. Diese besondere Kastaniensorte, die essbare Früchte trägt, war Baum des Jahres 2018. Es ist mittlerweile Tradition, dass der BUND auf einer Fläche der Stadt und Landkreises jeweils im Wechsel den Baum des Jahres pflanzt. Im Vorjahr ließ der BUND diese Aktion ausfallen - aus Protest gegen unverhältnismäßige Baumfällungen seitens der Stadt und Landkreises. Inzwischen ist der Zwist beigelegt, so dass die Pflanzung der Esskastanie jetzt nachgeholt werden konnte.

Wie wichtig Bäume den Menschen inzwischen seien und welch starkes ökologisches Bewusstsein bestehe, zeigten die vermehrten Meldungen von unsachgemäßen Schnitten oder unzulässigen Fällungen, so Stades Bürgermeister Sönke Hartlef. Allerdings muss sich die Stadt an die eigene Nase fassen: "Im Jahr 2018 sind übermäßig viele Baumfällungen seitens der kommunalen Betriebe erfolgt", meint Heiner Baumgarten, Vorsitzender des BUND-Landesverbands Niedersachsen.

Viele Bäume hätten womöglich vor der Axt bewahrt werden können, wenn es im Vorfeld eine fachliche Abstimmung mit den Baumexperten des BUND gegeben hätte. Auch die Vereinbarung über die Fällliste sei nicht eingehalten worden, kritisiert Baumgarten. So beschloss der BUND, die Pflanzaktion im Jahr 2018 auszusetzen. In Gesprächen zwischen BUND und Stade wurde das Problem schließlich geklärt. Man hat vereinbart, vorher miteinander abzustimmen, ob eine Fällung unausweichlich ist oder zunächst baumerhaltende Maßnahmen zum Zuge kommen.

Die Kommunikation untereinander im Vorwege solcher Fällmaßnahmen sei enorm wichtig - genauso wie die Information nach außen, so Baumgarten. "Die Menschen möchten wissen, wann, warum und wie viele Bäume gefällt werden." Auch was dort wieder angepflanzt wird, interessiere die Bürger. "Sie möchten sicher sein, dass sich jemand kümmert."

Jetzt gebe es feste Abläufe, versichert Baumgarten. Vor dem Erstellen der Fällliste werden Rundgänge angesetzt, bei denen sich die Bäume genau angesehen und die Ergebnisse dokumentiert werden. Das Protokoll wird dann dem zuständigen Ausschuss vorgelegt, der die Fällliste genehmigen muss. "Das alles ist mit Mehraufwand verbunden, aber es lohnt sich", sagt Baumgarten.

Die Esskastanie steht im Altländer Viertel auf der Fläche neben dem Jugendhaus, dessen Mitarbeiter künftig ein Auge auf den Baum werfen werden. Im kommenden Jahr findet die Pflanzung dann wieder pünktlich im April zum Tag des Baumes statt. Die Bäume werden im jährlichen Wechsel vom Landkreis bzw. von der Stadt gespendet.

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