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Wildmüll und Zündelei in Wiepenkathen

Bürgermeister Horst Deede (li.) und Landwirt Günther Sievers hinter dem mehrere Kubikmeter großen Berg aus Bauschutt und Laub
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  • Bürgermeister Horst Deede (li.) und Landwirt Günther Sievers hinter dem mehrere Kubikmeter großen Berg aus Bauschutt und Laub
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Schutzhütte beschädigt und Bauschutt abgelagert: Bürgermeister erstattet Anzeige

tp. Wiepenkathen. Empört über wiederholte Fälle von Wildmüllablagerung und Vandalismus in der Feldmark bei Wiepenkathen sind der Bürgermeister der Stader Ortschaft, Horst Deede (70), und der Landwirt Günther Sievers (70). Wegen illegaler Abfallentsorgung und Zündelei schalten die ordnungsliebenden Senioren nun die Behörden ein.

Kürzlich entdeckten die Deede und Sievers, die häufig in der naturnahen Umgebung ihres Wohnortes unterwegs sind, an einem abgelegenen Wirtschaftsweg neben Sievers' Kornfeld hinter der Sandabbaustätte mehrere Kubikmeter Bauschutt, den Umweltfrevler achtlos abgelagert hatten.

Holzpfeiler, Eternit-Dachplatten und Pflastersteine wurden unter einer Schicht Laub versteckt. Die Bauteile stammen möglicherweise von einem abgerissenen Schuppen oder Carport. Laut Bürgermeister Deede gab es vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall. Er hat das Ordnungsamt des Landkreises Stade eingeschaltet.

Nur einige hundert Meter Luftlinie entfernt, am Moorweg, wurde am Freitag, 21. Juli, offenbar eine Party mit Hochprozentigem gefeiert, die eskalierte: Auf dem Gelände liegen Scherben von Schnapsflaschen sowie Chipstüten und Essensreste herum. Das Wanderer-Schutzhäuschen wurde von Unbekannten massiv beschädigt. "Die haben versucht, die Hütte anzuzünden", vermutet Horst Deede und zeigt auf Schmauchspuren eines Feuerwerkskörpers, der in einem Pfosten steckt. An mehreren Stellen der Holzkonstruktion finden sich schwarze Brandspuren. Auch wurden mit roher Gewalt Teile des Daches und tragender Pfosten heraus gebrochen. Deede will Anzeige wegen Sachbeschädigung und versuchter Brandstiftung erstatten.

Da die Hütte inzwischen mehrfach beschädigt und beschmutzt wurde, denkt der Bürgermeister über weitere Konsequenzen nach: "Wenn das so weiter geht, lassen wir die Hütte abreißen."

Bürgermeister Horst Deede (li.) und Landwirt Günther Sievers hinter dem mehrere Kubikmeter großen Berg aus Bauschutt und Laub
Mit Feuerwerkskörpern wurde ein Teil des Holzständers abgesprengt: Horst Deede in der Schutzhütte
Der Wanderer-Schutzhäuschen am Moorweg wurde mehrfach beschädigt
Umweltfrevler entsorgten Eternit und anderen Bauschutt am Rand eines Feldweges. Bürgermeister Horst Deede (li.) und Landwiirt Günther Sievers sind darüber verärgert
Bürgermeister Horst Deede auf dem Schutthaufen: "Das ist der Gipfel!"
Redakteur:

Thorsten Penz aus Stade

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