Die Wahlergebnisse aus dem Landkreis Stade
Beide CDU-Kandidaten holen das Direktmandat für den Bundestag
- Gegen 21.15 Uhr stand das Endergebnis für den Wahlkreis Stade I - Rotenburg II fest
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Der Landkreis Stade wird künftig mit zwei neuen Gesichtern in Berlin vertreten sein. Vanessa Zobel (CDU) sitzt künftig als Direktabgeordnete des Wahlkreises Stade I - Rotenburg II im Bundestag. Im Wahlkreis Cuxhaven - Stade II holte Zobels Parteifreund Christoph Frauenpreiß das Direktmandat. Zobel tritt die Nachfolge von Oliver Grundmann (CDU), der nach drei Wahlperioden nicht wieder kandidiert hat, da seine Chancen auf eine erneute Nominierung als CDU-Kandidat äußerst gering waren. Frauenpreiß löst in seinem Wahlkreis den bisherigen Direktabgeordneten Daniel Schneider von der SPD ab. Schneider gelang es nicht, sein Mandat zu verteidigen. Er wird aus dem Bundestag ausscheiden. Sein hinterer Platz auf der SPD-Landesliste reicht nicht für ein Ticket nach Berlin.
Hier eine kleine Wahl-Analyse:
Vanessa Zobel siegt im Wahlkreis Stade I - Rotenburg II
Klare Siegerin im Wahlkreis Stade I - Rotenburg II ist Vanessa Zobel von der CDU. Die Politikerin aus Bremervörde liegt mehr als zehn Prozentpunkte vor ihrer Konkurrentin Frauke Langen von der SPD. Zobel selbst kam am Wahlabend nicht nach Stade, um persönlich die Glückwünsche des Kreiswahlleiters entgegenzunehmen. Sie blieb auf Ihrer Wahlparty in einer Kneipe in Bremervörde, wo sie mit rund 200 Anhängern feierte. Auch die Spitze der Stader Kreis-CDU um die Vorsitzende Melanie Reinecke pilgerte nach Bremervörde, um Zobel zu gratulieren. Gegenüber dem WOCHENBLATT bezeichnete Zobel ihren Wahlsieg als "überwältigend" und als "starkes Signal": "Die Menschen wollen eine Politik des Aufschwungs und der Entschlossenheit", erklärt Zobel. "Stade und Rotenburg haben den Aufbruch gewählt."
- Vanessa Zobel bedankt sich bei ihren Anhängern und Helfern für die Unterstützung
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Mit ihrem Wahlergebnis verbinde sie einen klaren Auftrag, so Zobel: "Ich werde eine starke Stimme für unsere Region sein und möchte die alltäglichen Probleme und Anliegen der arbeitenden Mitte nach Berlin tragen." Sie werde Ansprechpartnerin für alle Bürgerinnen und Bürger in ihrem Wahlkreis sein – unabhängig davon, ob diese sie gewählt haben oder nicht. "Es geht mir darum, unsere Region voranzubringen." Wähler von uns - unabhängig davon, wen sie gewählt haben. In dieser Legislaturperiode müsse die politische Mitte zeigen, dass sie in der Lage ist, Probleme zu lösen, so Zobel. "Nur so bekommen wir die Ränder von rechts wie links wieder klein."
Frauenpreiß (CDU) gewinnt gegen Schneider (SPD)
Nach einer langen Zitterpartie stand am Wahlabend gegen 23 Uhr auch endlich fest: Christoph Frauenpreiß (CDU) aus Cuxhaven-Altenbruch hat Daniel Schneider (SPD) das Direktmandat im Wahlkreis Cuxhaven - Stade II abgejagt. Frauenpreiß siegte mit einem Vorsprung von rund zwei Prozentpunkten. Er muss zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr bangen, dass er aufgrund der Wahlrechtsreform sein Bundestagsmandat nicht wahrnehmen kann. Im WOCHENBLATT-Gespräch wertete Frauenpreiß es als persönlichen Erfolg, dass er als Herausforderer gegen den etablierten Mandatsträger gewinnen konnte.
- Gratulation zum Wahlsieg: Enak Ferlemann (CDU, li.), der den Wahlkreis Cuxhaven - Stade II 2021 an Daniel Schneider von der SPD verloren hat, überreicht seinem Parteifreund Christoph Frauenpreiß einen Blumenstrauß. Frauenpreiß hat den Wahlkreis für die CDU zurückerobert
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Frauenpreiß will sich dafür einsetzen, den Sitz des aus dem Bundestag ausscheidenden Parteikollegen Enak Ferlemann im wichtigen Verkehrsausschuss zu übernehmen. Er habe als einziger Kandidat im Wahlkreis ein klares Bekenntnis zur Küstenautobahn A20 und zum neuen Elbtunnel bei Drochtersen abgegeben. Für die Region sei das Thema Verkehr von enormer Bedeutung. Das Gleiche gelte für den Küstenschutz. Frauenpreiß findet es widersinnig, dass für den Deichbau Ausgleichsflächen geschaffen werden sollen. Im Zweifelsfall müsse der Küstenschutz Vorrang vor Naturschutzaspekten haben. Deiche schützen Menschen und die Natur gleichermaßen. Der frischgebackene Bundestagsabgeordnete hat einen guten Draht zu Stades Landrat Kai Seefried. Der Landkreis Stade dürfte damit einen engagierten Vertreter der Region in Berlin haben.
Mit 84,45 Prozent ist die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Stade I - Rotenburg II deutlich höher ausgefallen als bei der Bundestagswahl 2021 (76,45 Prozent). Der Landkreis Stade hat als einer der ersten Landkreise in Niedersachsen seine Wahlergebnisse an den Landeswahlleiter übermittelt.
Grafiken zum Ausgang der Bundestagswahl im Landkreis Stade
Wahlergebnis bei den Zweitstimmen:
Entwicklung der Wahlergebnisse bei den Bundestagswahlen im Landkreis Stade:
Das ist das bundesweite Wahlergebnis:
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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