Kutenholz: Kanalbau ist eine Generationenaufgabe

Neuralgischer Punkt: Gerhard Seba am Austritt des Kanalrohrs in den Entwässerungsgraben. Der Bereich ist häufig überschwemmt
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Entwässerungsproblem ist Thema im Rat / Geld für Infrastrukturmaßnahmen

tp. Kutenholz. Immer mehr versiegelte Fläche durch Straßen- und Häuserbau und Zunahme starker Niederschläge wegen des Klimawandels: Bei Regengüssen beklagen Bewohner der Geest-Gemeinde Kutenholz regelmäßig "Land unter!" Das zum Teil jahrzehntealte Kanalnetz ist überlastet, insbesondere auf niedrig gelegenen Grundstücken laufen die Keller der Wohnhäuser voll Wasser. Die Gemeinde packt nun das Problem an. Auf der Sitzung am Donnerstag, 28. September, um 19.30 Uhr, im Deutschen Haus in Mulsum soll der Gemeinderat mehrere Infrastrukturmaßnahmen zur Verbesserung der Kanalisation beschließen.

"Immerhin ein Anfang", sagt Bürgermeister Gerhard Seba, der weiß, dass die Kanalerneuerung "eine Aufgabe für eine bis zwei Generationen" ist. Beim WOCHENBLATT-Ortstermin in der Mitgliedsgemeinde Essel zeigt Seba zwei neuralgische Punkte: eine mit Wohnhäusern bebaute Senke an der Straße "Im Kühl" und einen Entwässerungsgraben am sogenannten Kuh-Damm an der Ortseinfahrt der Landesstraße L123 (Dorfstraße): Dort häufen sich die Beschwerden wegen Keller-Überschwemmungen, nachdem vor rund vier Jahren im Zuge des L123-Neubaus viele weitere Häuser und Grundstücke an den Kanal angeschlossen wurden. Rund um die Öffnung des Kanalrohres tritt das Wasser im Graben am Kuh-Damm bei Starkregen über die Ufer. Der Durchlass soll nun erneuert, Bäume beiderseits des Grabens gefällt werden. Weiter stehen Reinigungsarbeiten und Messungen des Kanalgefälles auf der Agenda. Die Gemeinde plant dafür in Essel Haushaltsmittel von 10.000 Euro ein.

Dauerprobleme mit veralteter und leistungsschwacher Entwässerungstechnik gibt es auch am Gemeindegraben am Königsberger Ring in, an der Ecke Lange Straße/Birkenweg und an der Wiesenstraße in Kutenholz. Bei einer Ortsbegehung vor der Sitzung sollen Maßnahmen wie die Erneuerung von Kanalrohren beschlossen werden.

An einigen Stellen, gibt sich Seba pessimistisch, sei vorerst keine Problemlösung in Sicht. In der ländlich geprägten Region fließt Niederschlagswasser in Strömen von Äckern in die öffentlichen Kanalisation.

• Weitere Ratsthemen: Entwässerung des Parkplatzes vor der Festhalle in Kutenholz, Räumung des Steinsammelplatzes in Aspe, Beschaffenheit des Gehweges "Mühlenweg" in Mulsum, Handlungsempfehlungen zur Straßenbeleuchtung in Kutenholz und der Stand des Projektes "Mehrgenerationentreff" in Essel.

Neuralgischer Punkt: Gerhard Seba am Austritt des Kanalrohrs in den Entwässerungsgraben. Der Bereich ist häufig überschwemmt
Bürgermeiter Gerhard Seba an der Straße "Im Kühl": Dort laufen bei Starkregen die Keller der Wohnhäuser voll Wasser
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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