Lahme Leitung im Neubaugebiet in Himmelpforten

Die Telekom wirbt mit einer superschnellen Glasfaserleitung. Von dieser Technik würden die Anwohner Tim Kruse (v. li.), David Weiß, Christian
Braun und Frank Wegerich aus dem Baugebiet "An der Porta-Coeli-Schule I" auch gerne profitieren. Doch dort liegen altmodische Kupferkabel unter der Erde
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  • Die Telekom wirbt mit einer superschnellen Glasfaserleitung. Von dieser Technik würden die Anwohner Tim Kruse (v. li.), David Weiß, Christian
    Braun und Frank Wegerich aus dem Baugebiet "An der Porta-Coeli-Schule I" auch gerne profitieren. Doch dort liegen altmodische Kupferkabel unter der Erde
  • Foto: Braun privat
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Altmodisches Kupferkabel in moderner Wohnsiedlung: Anwohner verärgert


tp. Himmelpforten.
Unmut über eine lahme, leistungsschwache Datenleitung der Deutschen Telekom macht sich bei den Bewohnern des Neubaugebietes "An der Porta Coeli-Schule I" in Himmelpforten breit. Gleich mehrere Bürger beschweren sich über eine aus ihrer Sicht nicht zeitgemäße Leitung aus Kupfer, mit der die Siedlung an das weltweite Datennetz angeschlossen ist. Die enttäuschten Anwohner, die im guten Glauben an eine moderne technische Ausstattung ihre Eigenheime bezogen, sprechen von einem Planungsfehler, auch, weil die Verantwortlichen damals versäumten, vorsorglich Leer-Rohre für die inzwischen zeitgemäßen Lichtwellenleitungen (Glasfaser) zu verlegen. Die Telekom hingegen sagt, die Kupferleitung sei zum Zeitpunkt der Installation vor fünf Jahren noch Stand der Technik gewesen.

In Himmelpforten ist die Datentechnik im schnellen Wandel: Während das Baugebiet "An der Porta-Coeli Schule I" im Jahr 2013 mit einem Kupferkabel mit einer Übertragungsrate von maximal 16 MBit/Sekunde ausgestattet wurde, gibt es in dem direkt angrenzende Gebiet "An der Porta Coeli Schule II", das aktuell bebaut wird, ein Glasfaserkabel mit schnellen 100 MBit/Sekunde.

Die Bewohner aus dem nur wenig älteren Teil der Siedlung fühlen sich benachteiligt - so auch der Kaufmann und verheiratete Familienvater Christian Braun (48): "Dies entspicht nicht meiner Erwartung an ein modernes Baugebiet. Leider ist unsere Leitung oft überlastet. Die Geschwindigkeit lässt stark zu wünschen übrig." Insbesondere seine Tochter, die viel für die Schule ausarbeiten müsse, sei täglich auf das Netz angewiesen. Doch schon in ein Drei-Personen-Haushalt komme bei gleichzeitigem Streaming, Surfen und Handynutzung rasch an seine Grenzen. Braun hat zudem den Eindruck, Telekom die Gemeinde würden sich gegenseitig die verantwortung zuscheiben.

Sauer ist auch Brauns Nachbar Tim Kruse, von Beruf Firmenkundenbetreuer: "Wir sind im Oktober 2014 eingezogen mit der Erwartung, schnelles Internet vorzufinden - eigentlich selbstverständlich in der heutigen digitalen Welt." Doch moderne Kommunikation, z.B. via Skype, sei so nur eingeschränkt möglich.
 
Unzufrieden ist auch Anwohner Frank Wegerich (41): In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Geräte im Haushalt mit z.T. ständiger Verbindung zum Internet stetig gestiegen. Ob Smartphone, PC, Fernseher, E-Book-Reader oder mittlerweile das Radio - alle benötigen einen Breitband-Zugang zum Internet. Eine entsprechend leistumgsfähige Verbindung ist hierbei unerlerlässlich." So scheint es ihm wenig verständlich, warum gerade diesem Bereich bei der Planung in dem Neubaugebiet so wenig Beachtung geschenkt wurde. Er hält einen Glasfaseranschluss hinischtlich Nachhaltigkeit und Komfort für neue Immobilien als die richtige Lösung.

Bei der Telekom verteidigt man die inzwischen veraltete 16 MBit-Leitung: "Sie galt  2013 als ausreichend", so Unternehmmens-Sprecherin Stefanie Halle. Sie verweist überdies auf hohe Kosten des Netzausbaus und auf die Konkurrenzsituation: Der Mitbewerber EWE TEL sei in der Region stark vertreten und habe für den Nahbereichsausbau in Himmelpforten von der Bundesnetzagentur den Zuschlag erhalten. Übrigens planen Telekom und EWE eine Kooperation: "Es stehen noch Genehmigungsverfahren aus." Im Jahr 2019 sollen gemeinsame Ausbauprojekte starten.

Der Bauausschuss-Vorsitzende Rolf Wieters (CDU) bedauert die Lage, sagt aber, dass in den Sitzungen über technische Details der Datenleitung nicht beraten wurde. Seinerzeit habe man sich auf die Kreissparkasse Stade als Erschließungsträger verlassen. Dort wiederum hat man der offenbar Telekom vertraut. Axel Ahrens, Abteilungsdirektor Marktsteuerung bei der Kreissparkasse, sagt: "Im Rahmen unserer Erschließungsmaßnahme müssen wir den Versorgern die Möglichkeit geben, ihre Versorgungsleitungen zu implementieren. Auf die konkrete technische Ausgestaltung haben wir keinen Einfluss."

Unterdessen hat Bauamtsleiter Martin Wist Kontakt mit der EWE aufgenommen, die im neueren Siedlungsbereich die Glasfaserleitung gelegt hat. Die EWE prüfe die technische Möglichkeit, von der Glasfaserhauptleitung eine leistungsstarke Abzweigung in den älteren Siedlungsteil zu legen. Leer-Rohre gebe es dort sich, das habe 2013 nicht zum Standard gehört, so Wist.

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Thorsten Penz aus Stade

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