Stade: Eine Verkehrsinsel, die Gefahren birgt

Anwohner Michael Lilienkamp zeigt auf die Gefahrenstelle am Salztorswall
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bc. Stade. Gut möglich, dass die Stadt an dieser Stelle noch einmal nachbessern muss. Die im Zuge der Umgestaltung des Salztorswalls neu angelegte Querungshilfe - im Fachjargon auch Sprunginsel genannt - auf Höhe der Hausnummer 7 bei der Bischofstwiete sorgt regelmäßig für gefährliche Verkehrssituationen. Anwohner Michael Lilienkamp hat sich deswegen an die Politik gewandt. Das Thema steht nun am Mittwoch, 7. Februar, ab 18 Uhr auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses (historisches Rathaus, Zimmer Karlshamn). Auch die Gruppe FDP/Piraten/UBLS hat sich der Problematik angenommen.
Darum geht es: Sehr oft rauschen Autos und Lkw aus Richtung Hansebrücke mit überhöhter Geschwindigkeit den Salztorswall hinunter. Die Crux: Hinter der "Sprunginsel" beginnt sofort auf der rechten Seite ein Parkstreifen, so dass die Auto- und Lkw-Fahrer gezwungen sind, bereits kurz hinter der Querungshilfe einen deutlichen Schlenker nach links zu machen. "Wenn man im Berufsverkehr sehr lange auf dieser Insel stehen muss, fühlt man sich unsicher. Vor allem wenn sich zwei Lkw begegnen. Mit einem Kinderwagen steht man gefühlt auf der Straße", berichtet Michael Lilienkamp.
Sein Wunsch ist ein Zebrastreifen: "Man sieht ja am Zebrastreifen beim Gasometer, dass die Fahrzeuge vorsichtiger und langsamer fahren als an einer Sprunginsel." Die Straßenquerung auf Höhe Salztorswall 7 sei die einzige im Stadtzentrum, so Lilienkamp, die ohne einen Zebrastreifen oder eine Ampel versehen wurde. Auch die vielen älteren Leute aus dem Seniorenzentrum Salztorscontrescape würden sich vermutlich mit einem Zebrastreifen wesentlich sicherer fühlen.
Nach WOCHENBLATT-Informationen musste die Stadt nach dem Bau der Sprunginsel schon einmal bei der Ausweisung der Parkstreifen nachbessern, weil das Sanitärunternehmen Beinl mit seinen Fahrzeugen nicht mehr gefahrlos auf die Straße einbiegen konnte. Noch immer ist das Unternehmen nicht besonders glücklich mit der Planung der Verkehrsinsel, da die Fahrer beim Rangieren zwangsläufig den Verkehr blockieren müssen.

Anwohner Michael Lilienkamp zeigt auf die Gefahrenstelle am Salztorswall
Vielleicht auch eine Idee für Stade, eventuell sogar für die Gefahrenstelle am Salztorswall: ein Zebrastreifen in 3D-Optik, wie es ihn bereits in einigen deutschen Städten gibt. Die FDP hat solch einen Zebrastreifen jüngst für die Stadt Buchholz in der Nordheide ins Gespräch gebracht
Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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