Ehrenamtliches Engagement stärken
Stader Kreis-CDU: Katastrophenschutz besser ausstatten
- Zu den Aufgaben der freiwilligen Helfer beim Katastrophenschutz gehören auch Hochwasser-Einsätze
- Foto: Adobe Stock/Christian Schwier
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Der Katastrophenschutz steht vor immer größeren Herausforderungen. Die CDU-Kreistagsfraktion hat daher einen Antrag zur Stärkung der Ausstattung sowie zur Einführung einer Aufwandsentschädigung für Ehrenamtliche in diesem Bereich eingereicht. Der Kreistags-Ausschuss für Feuerschutz und Ordnungsangelegenheiten berät auf seiner Sitzung am Mittwoch, 12. März, über den Antrag.
Herausforderungen massiv gestiegen
Die Bedeutung eines funktionierenden Katastrophenschutzes ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig eine moderne Ausstattung und gut geschulte Einsatzkräfte sind. Auch die geopolitische Lage, insbesondere der Ukraine-Krieg, erhöht die Anforderungen an den Katastrophenschutz. In dieser sich wandelnden Sicherheitslandschaft müssen die Einsatzkräfte auf vielfältige und unvorhersehbare Szenarien vorbereitet sein.
Die CDU-Kreistagsfraktion sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf. Im Antrag wird die Kreisverwaltung aufgefordert, Vorschläge zur Erhöhung der "investiven und organisatorischen Zuwendungen" für den Katastrophenschutz zu erarbeiten. Gleichzeitig soll die Aufwandsentschädigungssatzung des Landkreises erweitert werden, um auch Funktionsträgerinnen und Funktionsträger im Katastrophenschutz und in der Technischen Einsatzleitung (TEL) einzubeziehen.
Investitionen in moderne Ausstattung
Die aktuelle Finanzierung des Katastrophenschutzes im Landkreis Stade basiert auf der bereits seit Jahren bestehenden „Neuordnung des Zivil- und Katastrophenschutzes“. Hierüber erhalten Hilfsorganisationen bislang eine Investitionsförderung von bis zu 100.000 Euro. Diese Gelder werden für die Anschaffung von Einsatzfahrzeugen und -booten (50 Prozent der Kosten) sowie für Ausstattung und Ausrüstung (30 Prozent der Kosten) genutzt.
Dank dieser Förderung konnten in den vergangenen Jahren wichtige Investitionen getätigt werden. Dennoch sieht die CDU angesichts der sich wandelnden Bedrohungslage eine deutliche Ausweitung der finanziellen Mittel als unerlässlich an. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Einsatzkräfte auch in Zukunft optimal auf Krisensituationen vorbereitet sind. Neben der Investitionsförderung erhalten die Hilfsorganisationen jährlich 108.000 Euro als institutionelle Förderung. Auch hier fordert die CDU-Fraktion eine Bedarfsprüfung und möglicherweise eine größere Flexibilität zwischen den Finanzierungssäulen, um finanzielle Mittel effektiver einsetzen zu können.
Mehr Wertschätzung für Ehrenamtliche
Eine zentrale Säule des Katastrophenschutzes im Landkreis Stade ist das ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Helferinnen und Helfer. Ohne ihre Einsatzbereitschaft wäre ein funktionierender Katastrophenschutz nicht möglich. Die CDU-Fraktion betont in ihrem Antrag die Notwendigkeit, dieses Engagement angemessen zu würdigen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre die Erweiterung der Satzung über Aufwandsentschädigungen, sodass auch ehrenamtliche Funktionsträgerinnen und Funktionsträger im Katastrophenschutz und in der Technischen Einsatzleitung eine finanzielle Anerkennung für ihren Einsatz erhalten.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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