Ist das die Lösung?
Stadt Stade möchte Fachkräfte zukünftig selbst ausbilden

Das Wiepenkathener Jugendhaus ist zwar geschlossen, das Spielmobil soll ab dem kommenden Jahr trotzdem ein Angebot für Kinder und Jugendliche bieten
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  • Foto: Jörg Petersen
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Das Thema Fachkräftemangel treibt die Stader Verwaltung immer stärker um. Sorgenvoll blicke man hier auf die Altersstruktur in den kommenden drei bis vier Jahren, sagt der Erste Stadtrat Dirk Kraska. Unter anderem fehlen in der Hansestadt geeignete Bewerber, um offene Stellen für Sozialpädagogen zu besetzen. Im Ausschuss für Kinder, Jugendliche, Senioren, Soziales und Familie stellte Kraska dazu nun eine mögliche Lösung für das Problem vor.

Seit Sommer 2018 ist das Jugendhaus in Wiepenkathen geschlossen. Inzwischen wurde es aber renoviert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Was weiterhin (seit Februar 2018) fehlt, ist ein Sozialpädagoge, der die Angebote der Einrichtung durchführen kann. "Bereits vier Mal wurde die Stelle ausgeschrieben", so Kraska. Kein Mal konnte geeignetes Personal gefunden werden. Es gebe auch keinen Anlass zur Hoffnung auf Verbesserung. Das Jugendhaus müsse weiter geschlossen bleiben, meint der Erste Stadtrat. Allerdings soll ab kommendem Jahr das Spielmobil des Kreisjugendrings in Wiepenkathen eingesetzt werden.

Die Stadt habe sich überlegt, ab dem 1. Oktober die Ausbildung der Sozialpädagogen selbst in die Hand zu nehmen, erklärt Kraska. Die Ausbildung soll dual angeboten werden. Drei Personen haben die Möglichkeit, zwei Tage an der IUBH Internationale Hochschule Hamburg im Studiengang „Soziale Arbeit“ und drei Tage in Stade unter Anleitung der Fachkräfte in der Jugendfreizeitstätte, den Jugendhäusern und auf dem Bauspielplatz zu absolvieren. Die Ausbildung dauert insgesamt sieben Semester. Während dieser Zeit soll es ein Taschengeld von 520 Euro für die angehenden Sozialpädagogen geben. Geplant ist, dass ab 2021 jährlich zum 1. Oktober zwei weitere Personen eingesetzt werden.

Die Absolventen sollen bei entsprechender Leistung Verträge mit der Stadt Stade eingehen. Dadurch werden die bisher freigebliebenen Stellen ersetzt.

Das Vorhaben ergibt Kosten von rund 15.000 Euro pro Person pro Jahr. Finanziert werden soll die Maßnahme aus den veranschlagten Mitteln der unbesetzten Stellen, so Kraska.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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