"Wertvolle Zeit geht verloren"

In der Kritik: das dreieckige Gerätehausgrundstück Zwischen Gleis und Harsefelder Landstraße (li.)
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  • In der Kritik: das dreieckige Gerätehausgrundstück Zwischen Gleis und Harsefelder Landstraße (li.)
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Zu weit ab vom Schuss? Insider kritisiert Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses

tp. Stade. Kritik an dem aus seiner Sicht zu abgelegenen Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses in Stade-Riensförde übt ein WOCHENBLATT-Leser, der anonym bleiben will. Wie berichtet, entsteht in Kürze am Rand des Neubaugebietes „Heidesiedlung Riensförde“ zusätzlich zu der Hauptwache des Zuges I (Altstadt), die an Hansestraße liegt, an der Harsefelder Landstraße ein Gerätehaus für den Zug II als Ersatz für das nicht mehr zeitgemäße Domizil in Campe.

Der besorgte Bürger, der möglicherweise ein Freiwilliger aus Campe ist, weist auf angebliche Nachteile des geplanten, rund vier Kilometer vom Stadtkern entfernten, dreieckigen Grundstückes zwischen Eisenbahnlinie und Landstraße hin: Es sei „von der Stadt nur gewählt worden, da es aufgrund der Bahnschienen und der Nähe zur Straße für eine Wohnbebauung zu unattraktiv ist.

In erster Linie hält der Kritiker den Standort für zu abgelegen für das Einzugsgebiet südlich der Camper Eisenbahnbrücke unter anderem mit den Stadtteilen Thun und Ottenbeck. Der Insider befürchtet, dass die Feuerwehr künftig nicht immer in der gebotenen Zeit am Einsatzort sein könnte. Laut niedersächsischem Rettungsdienstgesetz müssen die Retter in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten an der Notfallstelle sein. Grund für die befürchtete Verzögerung sei unter anderem, dass die meisten Kameraden des Zuges II teilweise in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Gerätehaus in Campe wohnten. „Von hier aus müssen die Kameraden erst einmal zum neuen Gerätehaus gelangen.“

Dort angekommen müssten sich die Helfer ausrüsten und mit den Feuerwehrfahrzeugen teilweise den kompletten Weg in den Einsatzbereich des Zuges II in Richtung Campe zurückfahren. „Dies kostet Zeit, die bei bestimmten Einsätzen zu wertvoll ist!“, warnt der Kritiker, der den ehemaligen Festplatz an der Harburger Straße für „wesentlich idealer“ hält.

Noch stehe das neue Gerätehaus nicht. Der Standort könne noch geändert werden.
Die Stader Politik und die Führung der Feuerwehr sollten nicht nur mit dem Portemonnaie, sondern eher mit der Sicherheit der Stader Bürger rechnen.

Kirsten Bock vom Fachbereich Zentrale Dienste und Ordnung kommentiert die Bedenken mit nur einem Satz: „Standort und die Planungen sind gemeinsam mit den Feuerwehrführungskräften und dem Stadtbrandmeister bearbeitet worden.“

• Die Stadt investiert 2,7 Millionen Euro in des Gebäude, einschließlich Außenanlage mit 41 Pkw-Stellplätzen und Übungsplatz.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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