Gesunde Unternehmen und gute Jobs
Wirtschaftsstandort Stade: Was haben die Bürgermeisterkandidaten vor?
- Die Firmen in Stade sichern der Stadt Gewerbesteuereinnahmen und bieten zahlreiche Arbeitsplätze. Hier das Gewerbegebiet Süd im Stader Stadtteil Ottenbeck
- Foto: Martin Elsen/nord-luftbilder.de
- hochgeladen von Jörg Dammann
Teil 2 der Fragerunde an die sechs Bewerber um den Posten des Bürgermeisters
Von Airbus bis zum Handwerksbetrieb, vom Chemieriesen bis zum Start-up: Wenn es der Wirtschaft gut geht, klingelt es auch in der Stadtkasse. Doch Unternehmen kommen nicht allein wegen des schönen Blicks auf den Hansehafen nach Stade. Gewerbeflächen, schnelle Genehmigungen, Fachkräfte und eine Verwaltung, die nicht zum Bremsklotz wird, können im Wettbewerb der Standorte den Unterschied machen.
In der zweiten Runde der WOCHENBLATT-Fragen an die Stader Bürgermeister-Kandidaten geht es deshalb ans wirtschaftliche Eingemachte: Wie wollen die Bewerber dafür sorgen, dass Stade ein starker Industrie- und Wirtschaftsstandort bleibt – und gleichzeitig mehr Mittelständler, Gründer und Unternehmen aus neuen Zukunftsbranchen anlockt? Bei einem Punkt herrscht weitgehend Einigkeit: Die Stadt soll Unternehmen das Leben leichter machen.
Das ist die Frage zum Thema Wirtschaft und Arbeitsplätze:
Was werden Sie als Bürgermeister konkret tun, damit Stade ein starker Industrie- und Wirtschaftsstandort bleibt, zugleich aber auch mehr mittelständische Betriebe, Gründer und neue Zukunftsbranchen gewinnt?
Arne Kramer (CDU):
„Ich werde Chef-Lobbyist für Stade sein. Wirtschaftsförderung und Citymanagement gehören als Stabsstellen direkt zum Bürgermeister. Mit regelmäßigen Austauschformaten für Industrie, Mittelstand und Innenstadt, schnelleren Genehmigungen und einer starken Vermarktung positionieren wir Stade selbstbewusst als Wirtschaftsstandort. Dazu gehören eine bedarfsgerechte Ausweisung von Gewerbeflächen, der Einsatz für eine leistungsfähige Infrastruktur – etwa beim Industriegleis –, eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule, aktive Unterstützung bei Fördermitteln sowie der Fachkräftegewinnung.“
Kai Koeser (SPD):
„Stade ist ein starker Industrie- und Wirtschaftsstandort. Das will ich sichern und weiterentwickeln. Unsere Wirtschaftsförderung macht dafür bereits viel richtig. Ich möchte ihr als Bürgermeister den Rücken stärken und neue Impulse setzen. Dazu gehören ein enger Dialog mit den Unternehmen, ausreichend Gewerbeflächen, schnellere Verfahren und eine aktive Fachkräftesicherung. So bleibt Stade ein starker Wirtschaftsstandort und gewinnt neue Zukunftsbranchen.“
Enrico Bergmann (FDP):
„Ich baue die Wirtschaftsförderung zu einer echten One-Stop-Agency aus. Unternehmen, Gründer und Investoren erhalten einen festen Ansprechpartner, der Genehmigungen und Abstimmungen bis zur Lösung begleitet. Bestehende Industrie- und Mittelstandsbetriebe werde ich regelmäßig besuchen, um Hindernisse zu beseitigen, Chancen früh zu erkennen und für Stade zu nutzen. Stade steht im Wettbewerb mit anderen Kommunen – regional und überregional. Deshalb werde ich um jedes Unternehmen, jede Investition und jedes zukunftsfähige Projekt kämpfen: damit es nach Stade kommt, hier wächst oder hier bleibt.“
Tristan Jorde (Linke):
„Die Großindustrie (Dow, AOS, Airbus) entscheidet woanders und ohne Stader Beteiligung. Gute Kooperation mit den vorhandenen Betrieben steht außer Frage. In Zukunft muss wesentlich mehr Augenmerk auf kleine, ihre Kraft aus Stadt und Region schöpfende Betriebe und Initiativen gelegt werden. Günstige, zentral gelegene Gewerbeflächen, gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eine solide Ausbildungslandschaft, dazu noch Werbung mit den Qualitäten des Standorts Stade bei Messen, Entscheidungsträgern und eine gute Abstimmung mit der Region sind das, was die Stadt hier beitragen kann.“
Jörg Baumann (WPS):
„Arbeitsplätze entstehen dort, wo Unternehmen gute Rahmenbedingungen vorfinden. Deshalb möchte ich die Stadtverwaltung als verlässlichen Partner für Industrie, Mittelstand, Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel und Gründer aufstellen. Schnellere Genehmigungen, kurze Entscheidungswege und ein offener Dialog stärken bestehende Betriebe und machen Stade für neue Unternehmen attraktiv. Eine starke Wirtschaft schafft sichere Arbeitsplätze, stärkt die Gewerbesteuereinnahmen und gibt unserer Stadt den finanziellen Spielraum, den sie für wichtige Investitionen in die Zukunft braucht.“
Richard Bodo Klaus (Piraten):
Bis Redaktionsschluss lag keine Antwort vor.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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