Corona
Hier können sich Reiserückkehrer aus dem Landkreis Stade testen lassen

Reiserückkehrer können sich in den Testzentren auf Corona testen lassen
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jab/thl. Landkreis. "Corona-Testzentren werden für Urlaubsrückkehrer neu eröffnet" - so lautet die Überschrift einer Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN).Nun hat die KVN - wie bereits angekündigt - in ganz Niedersachsen neue Testzentren eröffnet, in denen sich symptomlose Patienten, die von einer Auslandsreise zurückkehren, auf eine mögliche Corona-Infektion testen lassen können. Denn Reiserückkehrer haben innerhalb von 72 Stunden nach Rückkehr Anspruch auf einen kostenlosen Test. Doch wer sich testen lassen möchte, steht vor einigen Hindernissen.

Im gesamten Land sind nur elf Testzentren zu finden, eines in jedem KVN-Bezirk. Das Zentrum für den Bezirk Stade steht nicht, wie man vermuten könnte, in der Hansestadt, sondern in Zeven (Landkreis Rotenburg). Das Zentrum für den Bezirk Lüneburg, zu dem auch der Landkreis Harburg gehört, hingegen in Rosche (Landkreis Uelzen). "Jede Bezirksstelle entscheidet selbst, wo sie das Testzentrum aufstellt", so der Vorsitzende des KVN- Bezirksausschusses Stade, Dr. Stephan Brune. Stade sei zwar größer, dennoch liege es am Rand des Bezirks. Zeven sei geografisch im Zentrum, weswegen man sich auf diesen Standort festgelegt habe. "Für mehr Zentren haben wir im Übrigen nicht das Personal, das können wir nicht einfach von ihren eigentlichen Standorten abziehen", meint Brune.

Die Patienten können außerdem nicht einfach am Testzentrum auftauchen und eine Testung verlangen. Reiserückkehrer melden sich zuvor beim Hausarzt, so Brune. Dieser überweist die Person dann an das Testzentrum, wo telefonisch eine Anmeldung erfolgen muss.

Personen, die bereits Symptome zeigen, werden beim jeweiligen Hausarzt getestet. Dazu müsse ebenfalls telefonisch ein Termin vereinbart werden, so Brune. Allerdings würden einige Hausärzte keine Tests durchführen - sei es zum eigenen sowie zum Schutz der Mitarbeiter und anderer Patienten oder weil die örtlichen Gegebenheiten nicht vorhanden sind. Sollte das der Fall sein, wird der Patient auf eine Praxis verwiesen, die einen Test durchführt.

Bei den Landkreisen Stade und Harburg ist man wegen der KVN-Entscheidung auf Zinne. "Die Einrichtung des Testzentrums für den Bezirk Lüneburg im Bereich der Gemeinde Rosche ist inakzeptabel", so Reiner Kaminski, Fachbereichsleiter Soziales beim Landkreis Harburg. Denn der Weg sei teilweise nicht zumutbar. Je nach Wohnort müssten die Patienten im Landkreis Stade zwischen 40 und 80 Kilometer nach Zeven zurücklegen, so Dezernentin Susanne Brahmst. "Das ist irre weit und ein unheimlicher Aufwand für diejenigen, die nicht am Flughafen oder in den Reiseländern einen Abstrich machen lassen." Sie wünscht sich, dass wieder zentral in Stade das Testzentrum in Betrieb genommen wird.

Brune allerdings meint, dass es bisher nur vereinzelt Kritik von Patienten gegeben habe, die ganz bis nach Zeven fahren mussten. Allerdings seien noch nicht viele Tests dort durchgeführt worden.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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