Parkpalette am Bahnhof wird saniert
Jetzt kommt die nächste Parkhaus-Baustelle in Stade
- Die Parkpalette am Stader Bahnhof wird in den kommenden Monaten saniert
- Foto: jd
- hochgeladen von Jörg Dammann
Während die Tiefgarage „Am Sande“ wegen größerer Schäden als ursprünglich erwartet noch länger geschlossen bleiben muss, wird in Stade parallel schon die nächste Parkhaussanierung in Angriff genommen: Am Montag, 11. Mai, starten die Arbeiten an der Parkpalette am Bahnhof.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Betreiberin der städtischen Parkhäuser, die stadteigene Stader Versorgungs- und Bädergesellschaft (SVBG) mitgeteilt, dass sich die Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage „Am Sande“ nochmals verlängern. Bei den laufenden Bauarbeiten waren zusätzliche Schäden entdeckt worden – insbesondere an der stark beanspruchten Zu- und Abfahrtsrampe. Die Wiedereröffnung verschiebt sich deshalb auf voraussichtlich Mitte Juni.
Parkhaus bleibt geöffnet
Zusätzlich wird jetzt die Parkpalette am Bahnhof angefasst. Dort sollen laut SVBG vor allem die beiden oberen Ebenen umfassend instandgesetzt werden. Gleichzeitig sind auf den übrigen Etagen verschiedene Reparatur- und Optimierungsmaßnahmen geplant. Die gute Nachricht für Pendler und Besucher: Das Parkhaus bleibt während der gesamten Bauzeit grundsätzlich geöffnet. Allerdings werden während der Sanierung deutlich weniger Stellplätze verfügbar sein. Die Arbeiten sollen bis in den Winter andauern.
Erheblicher Sanierungsbedarf
Bereits seit Jahren ist bekannt, dass sowohl die Tiefgarage „Am Sande“ als auch die Parkpalette am Bahnhof erheblichen Sanierungsbedarf haben. Schon 2023 hatte die Stadtverwaltung von Investitionen „im höheren siebenstelligen Bereich“ gesprochen. Damals fiel deshalb eine strategisch wichtige Entscheidung: Die Stadt übertrug Anfang 2024 ihre Parkhäuser an die SVBG, die Holdinggesellschaft der Stadtwerke-Gruppe. Die SVBG ist eine stadteigene Beteiligungsgesellschaft und hält unter anderem 80 Prozent der Anteile an den Stader Stadtwerken. Durch die Eingliederung der Parkhäuser in den Stadtwerke-Konzern können hohe Sanierungs- und Investitionskosten steuerlich geltend gemacht und mit Gewinnen aus anderen Geschäftsbereichen verrechnet werden. Das entlastet letztlich den städtischen Haushalt erheblich.
Parkpalette hat nicht den besten Ruf
Denn damals war bereits klar: Die dringend notwendigen Millioneninvestitionen hätten aus dem normalen Stadthaushalt kaum gestemmt werden können. Schulen, Kitas und andere öffentliche Gebäude hatten Vorrang. Für die Parkhäuser blieb lange Zeit nur das Nötigste an Instandhaltung. Jetzt scheint die umfassende Modernisierung Schritt für Schritt Fahrt aufzunehmen. Die Parkpalette am Bahnhof hatte in der Vergangenheit nicht den besten Ruf. Wiederholt wurde über verschmutzte Treppenhäuser, nach Urin stinkende Ecken und Autoposer berichtet, die auf den Parkebenen zu nächtlicher Stunde Rennen austrugen. Die Parkpalette soll laut SVBG nun „langfristig sicher, funktional und nutzerfreundlich weiterentwickelt werden“.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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