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Pride Month startet in Stade in der Kirche
Queerer Gottesdienst in St. Cosmae

In St. Cosmae wird Vielfalt gefeiert | Foto: J. Milde
  • In St. Cosmae wird Vielfalt gefeiert
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  • hochgeladen von Pauline Bellmann

Der Juni ist Pride Month – ein Monat, in dem die LGBTQIA+-Gemeinschaft Vielfalt feiert und Haltung zeigt. Auch Stade beteiligt sich in diesem Jahr wieder – und startet mit einer besonderen Premiere: Am Montag, 1. Juni, 20 Uhr, heißt es in der Kirche St. Cosmae „Segel setzen“ beim ersten queeren Gottesdienst zum Pride Month in Stade.

Organisiert wird der Gottesdienst von QUEST – Queeres Stade e.V. gemeinsam mit den Pastoren Jonas Milde und Tobias Grotefend. Die Idee zur Zusammenarbeit entstand bereits im vergangenen Jahr. Damals begleiteten Milde und Grotefend den Christopher Street Day (CSD) im Jahr 2025 mit einem geistlichen Impuls. „Darauf haben uns hinterher viele Menschen angesprochen, weil sie es gut und richtig fanden, dass sich ‚Kirche‘ hier als Unterstützerin für Vielfalt einbringt“, erklärt Milde. Der Gottesdienst knüpft genau daran an. Für Amadeus Schwone, ersten Vorsitzenden von QUEST, setzt der ruhigere Auftakt ein bewusstes Signal: „Der Pride Month beginnt damit nicht nur laut, sichtbar und politisch, sondern auch mit einem Moment des Ankommens.“

Dass Kirche und queerer Verein gemeinsam die Veranstaltung organisieren, war für die Beteiligten ein wichtiger Schritt – besonders auch für queere Menschen im ländlichen Raum. Denn nicht jede Begegnung mit Kirche sei für queere Menschen positiv verlaufen, erklärt der erste Vorsitzende von QUEST Amadeus Schwone: „Viele queere Menschen haben sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Kirche gemacht – manche gute, manche schmerzhafte, manche ambivalente. Für viele Menschen aus der queeren Community ist Kirche kein einfacher Ort.“

Umso wichtiger sei es, den Raum an diesem Abend möglichst offen und barrierearm zu gestalten. Eingeladen sind neben der queeren Community ausdrücklich auch Neugierige und Interessierte. „Das alles soll unterstreichen, dass wir als evangelische Christ*innen an einen Gott glauben, der/die die Vielfalt liebt, die/der das Leben bunt erschaffen hat [...] und zwar vorbehaltlos und in einer Grundhaltung der Nächstenliebe“, so Milde.

Unter dem Motto „Segel setzen“ gestalten die Pastoren Grotefend und Milde gemeinsam mit QUEST und Kirchenmusikdirektor Hauke Ramm den etwa 45-minütigen Gottesdienst. Neben Musik, biblischen Impulsen und persönlichen Wortbeiträgen können Gäste eigene Gedanken, Wünsche oder Belastungen auf ein „Segenssegel“ schreiben. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Austausch bei Snacks und Getränken.

Auftakt für einen ganzen Pride Month

Der queere Gottesdienst bildet zugleich den Start in einen Pride Month, in dem mehrere Veranstaltungen in Stade und im Landkreis geplant sind. Dabei soll es nicht nur um Sichtbarkeit gehen, sondern auch um Austausch, Aufklärung, Gemeinschaft und ein klares Zeichen gegen Queerfeindlichkeit.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem CSD Landkreis Stade am Samstag, 27. Juni, unter dem Motto „Sicherer Hafen für alle – Segel setzen gegen Hass“.

Termine im Überblick

  • 1. Juni | 19 Uhr: Queerer Gottesdienst „Segel setzen“ in der St. Cosmae et Damiani Kirche in Stade
  • 21. Juni: Informationsveranstaltung mit HANS hilft / Hans Berlin rund um HIV, Community und queeres Leben
  • 26. Juni: Dragbingo vor dem CSD
  • 27. Juni: CSD Landkreis Stade am Ankerplatz/Platz am Sande unter dem Motto „Sicherer Hafen für alle – Segel setzen gegen Hass“
  • 28. Juni: Abschlussveranstaltung zum CSD-Wochenende

Den Veranstaltern ist wichtig, dass der Pride Month nicht nur aus einem einzelnen Aktionstag besteht. Vielmehr sollen unterschiedliche Formate Raum schaffen für Begegnungen, Gespräche, Sichtbarkeit das ganze Jahr über.

Redakteur:

Pauline Bellmann aus Buxtehude

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