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Ein paar Tage ohne Luftalarm und Raketeneinschläge
Auszeit vom Kriegsalltag: Landkreis Stade lädt erneut ukrainische Kinder ein

Landrat Kai Seefried (v.li.) mit Vertreterinnen und Vertretern der Partnerorganisationen für die Kinderfreizeit: Anke Wehber und Gabriele Behrens (Johanniter-Besuchshundegruppe), Catharina Dufft (Kirchenkreis Stade), Adelheid Balthasar (Landfrauen), Marc Wischnowsky (Superintendent Kirchenkreis Stade), Nicole Drewes (Dussmann-Service) und Christina Brandt (DLRG Bezirk Stade) sowie Besuchshündin Hermine | Foto: jd
  • Landrat Kai Seefried (v.li.) mit Vertreterinnen und Vertretern der Partnerorganisationen für die Kinderfreizeit: Anke Wehber und Gabriele Behrens (Johanniter-Besuchshundegruppe), Catharina Dufft (Kirchenkreis Stade), Adelheid Balthasar (Landfrauen), Marc Wischnowsky (Superintendent Kirchenkreis Stade), Nicole Drewes (Dussmann-Service) und Christina Brandt (DLRG Bezirk Stade) sowie Besuchshündin Hermine
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

Der Landkreis Stade wird in diesem Sommer wieder ein starkes Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzen: Ende Juli sollen erneut Kinder aus der südukrainischen Region Mykolajiw gemeinsam mit ihren Betreuerinnen für ein paar Tage nach Stade kommen. Nach der bewegenden Premiere im vergangenen Jahr wird die Kinderfreizeit nun wiederholt.

„Die Kinder sollen bei uns wenigstens für kurze Zeit nicht mit der Angst ins Bett gehen müssen, dass jederzeit Raketen oder Drohnen einschlagen könnten“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Großstadt Mykolajiw, die bei Kriegsausbruch rund eine halbe Million Enwohner hatte, liegt nicht weit entfernt vom unmittelbaren Kriegsgebiet. Bis zur Frontstadt Cherson sind es lediglich rund 50 Kilometer. Dort bildet der Fluss Dnjepr die Frontlinie.

Krieg dauert schon fast so lange wie der Erste Weltkrieg
Besonders betroffen zeigt sich Seefried über die Dauer des russischen Angriffskrieges. „Man kann sich gar nicht vorstellen, dass man sich bereits im fünften Kriegsjahr befindet“, sagt der Landrat. Zum Vergleich: Der Erste Weltkrieg dauerte rund vier Jahre und vier Monate, der Zweite Weltkrieg in Europa fünf Jahre und acht Monate. Die Zeitspanne des Ersten Weltkriegs hat der Krieg in der Ukraine inzwischen fast erreicht – und ein Ende ist weiterhin nicht absehbar. Wie seinerzeit der Erste Weltkrieg hat sich der Krieg in der Ukraine inzwischen immer stärker zu einem Stellungskrieg entwickelt – mit nur geringen Verschiebungen der Frontlinien, aber täglich vielen neuen Opfern - darunter auch immer wieder Kinder.

Ukraine-Krieg: Frieden ist ein ferner Traum

Bollwerk gegen den russischen Vormarsch
Mykolajiw ist gleich zu Kriegsbeginn zu einem Symbol des ukrainischen Widerstandswillens geworden. Die Hafenstadt am Schwarzen Meer war bereits in den ersten Tagen nach dem russischen Überfall heftig umkämpft. Russische Panzerverbände rückten im Frühjahr 2022 schnell bis an die Stadtgrenzen vor und versuchten, Mykolajiw einzukesseln. Ziel der Angreifer war es, weiter in Richtung Odessa vorzustoßen und der Ukraine den Zugang zum Schwarzen Meer abzuschneiden. Doch die Stadt leistete erbitterten Widerstand.

Es kam zu schweren Kämpfen mit Raketenangriffen, Luftlandeoperationen und Gefechten mitten in der Stadt. Wohngebiete wurden beschossen, die Bevölkerung harrte unter Dauerbeschuss aus. Dennoch gelang es den ukrainischen Verteidigern, den Vormarsch der russischen Truppen zu stoppen. Bis heute gilt Mykolajiw als Sinnbild für den unbeugsamen Willen der Ukraine, sich gegen die russischen Angreifer zu verteidigen.

Wie eine junge Ukrainerin den russischen Überfall erlebte

Eine Auszeit vom Kriegsalltag
Mit der erneuten Einladung möchte der Landkreis Stade den jungen Gästen nun eine kurze Auszeit vom Kriegsalltag ermöglichen. Erwartet werden wieder rund 30 Kinder sowie ihre Begleitpersonen – meist Mütter oder Großmütter. Väter dürfen die Ukraine wegen des Krieges nicht verlassen. „Wir wollen den Kindern für ein paar Tage ein Leben ohne Sirenen, Luftalarm und Angst ermöglichen“, sagt Seefried. Gleichzeitig wolle der Landkreis damit auch eine klare Botschaft senden: „Wir sind bei Euch. Wir geben Euch nicht auf.“

Ehrenamtliche und Organisationen helfen erneut mit
Wie schon im vergangenen Jahr beteiligen sich zahlreiche Organisationen und Ehrenamtliche an der Aktion. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade stellt erneut das Bettenhaus des Technologiezentrums Stade-Süd als Unterkunft zur Verfügung. Die Verpflegung übernimmt wieder der Caterer Dussmann. Auch das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, die Kreislandfrauen sowie der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Stade engagieren sich erneut. Superintendent Dr. Marc Wischnowsky kündigte zudem wieder eine seelsorgerische Begleitung an.

Ukrainische Kinderfreizeit im Landkreis Stade: Abschied mit Kerzen und Gebeten

Ausflüge, Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse
Für die Kinder ist erneut ein abwechslungsreiches Programm vorgesehen. Geplant sind unter anderem eine Stadtführung durch Stade, eine Fahrt mit dem Tidenkieker auf der Elbe, Mitmachaktionen im Natureum, Besuche eines Tierparks sowie Begegnungen mit Therapiehunden. Bereits im vergangenen Jahr waren viele Momente der Freizeit sehr emotional. Besonders bewegend war damals eine zweisprachige Andacht in der Kirche St. Wilhadi. Viele Kinder und Erwachsene entzündeten Kerzen für vermisste oder getötete Angehörige.

Landkreis bittet um Spenden für die Kinderfreizeit

Damit die Kinderfreizeit wie geplant umgesetzt werden kann, bittet der Landkreis Stade gemeinsam mit seinen Partnern um Spenden. Dafür stehen folgende Spendenkonten zur Verfügung: 

DRK-Kreisverband Stade, IBAN: DE12 2415 1116 0000 1131 18

Johanniter-Unfall-Hilfe – Regionalverb. Bremen-Verden, IBAN: DE16 3702 0500 0004 3107 18

Bitte folgenden Verwendungszweck angeben: „Kinderfreizeit Ukraine Landkreis Stade“.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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