Bewegte Geschichte
130 Jahre Feuerwehr Stade-Campe

Von der Freiwilligen Feuerwehr Zug II (v. li.): Andre Holst, Stephan Woitera, Stefan Tietje und Klaus Mehrtens | Foto: sb
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  • Von der Freiwilligen Feuerwehr Zug II (v. li.): Andre Holst, Stephan Woitera, Stefan Tietje und Klaus Mehrtens
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Neu Wulmstorf
Tödlicher Sturz mit Kopfverletzung: Polizei sucht Ersthelfer

Am Samstagmorgen gegen 6.30 Uhr entdeckten Ersthelfer einen schwer verletzten Mann, der leblos in der Fußgängerunterführung am Bahnhof Neu Wulmstorf lag. Mehrere Ersthelfer kümmern sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um die Person und versuchten auch, ihn zu reanimieren. Letztlich erlag der 46-jährige Mann aber seinen schweren Kopfverletzungen. Wie die Polizei ermitteln konnte, hatte der Mann gegen kurz vor 6 Uhr mit dem Zug Richtung Buxtehude den Bahnhof erreicht und sich dann auf die...

Blaulicht

Tostedt
Streit: Gefährliche Körperverletzung und Pfefferspray

Am Donnerstag, 3. September, wurde die Polizei in Tostedt gegen 13.30 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus an der Berliner Straße gerufen, weil es dort zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen war. Vor Ort trafen die Beamten auf zwei Gruppen einer Familie, insgesamt etwa 15 Personen. Diese waren offenbar wegen zurückliegender Beleidigungen in Streit geraten. In dessen Verlauf war aus einer Gruppe heraus Pfefferspray versprüht worden. Mehrere Personen erlitten dadurch...

Blaulicht

Buchholz
Mehrere Pkw-Scheiben durch Steinwürfe zerstört

Im Innenstadtbereich von Buchholz wurden am Sonntagmorgen, gegen 0.30 Uhr, Sachbeschädigungen gemeldet. Ein Anwohner beobachtete, wie eine männliche Person mit aufgefundenen Steinen die Heckscheiben mehrerer geparkter PKW einwarf. Anhand der Personenbeschreibung sowie am Tatort zurückgelassener, persönlicher Gegenstände, ergab sich ein Tatverdacht. Der Tatverdächtige konnte kurz darauf im Nahbereich festgestellt werden. Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Blaulicht

A7 - Elbtunnel
Sperrung der Richtungsfahrbahn Süd

Der Ausbau der K20 Hochstraße Elbmarsch steht kurz vor dem Abschluss. Aktuell werden finale Sanierungsarbeiten der Bestandsfahrbahn Richtung Süden durchgeführt. Ende September 2026 kann die Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Am ersten September Wochenende wird die Hauptabnahmeprüfung der K20 im Abschnitt Elbtunnel bis zur AS HH-Hausbruch durchgeführt sowie die Verkehrsführung südlich des Elbtunnels umgebaut. Gleichzeitig nutzen die Autobahnmeisterei Othmarschen und die...

Blaulicht

Samtgemeinde Hanstedt
Feuerwehreinsatz: Woher kam die Rauchentwicklung?

Zu einer unklaren Rauchentwicklung im Gebäude in der Hauptstraße in Marxen rückten am Donnerstag, 3. September, um 17.50 Uhr die Feuerwehren Marxen und Brackel sowie der Einsatzleitwagen der Samtgemeindefeuerwehr aus. Vor Ort konnte ein deutlicher Brandgeruch festgestellt werden. Die Feuerwehrkräfte erkundeten das Gebäude, um die Ursache für den Brandgeruch zu ermitteln. Trotz intensiver Suche konnte keine Brandquelle ermittelt werden. Als weitere Maßnahme wurde das Gebäude stromlos geschaltet....

Blaulicht

Tostedt
Töster Flohmarkt verlief friedlich - aber Streit in der Familie

Der Töster Flohmarkt fand in diesem Jahr am Samstag, 5. September, ab 6 Uhr statt. Die beliebte Veranstaltung wurde von rund 35.000 Besuchern aufgesucht. Der Verlauf war insgesamt friedlich. Unabhängig vom Flohmarktgeschehen kam es auf dem Gelände zu Streitigkeiten innerhalb einer Familie. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Sämtliche Familienmitglieder wurden der Örtlichkeit verwiesen. Aufgrund der Wetterlage mit Starkregen und Windböen wurde die Veranstaltung gegen 15.30 Uhr...

Blaulicht

Rosengarten
Explosion in Gartenhütte und Brand

Im Ortsteil Eckel (Rosengarten) kam es am Samstagabend um 21.06 Uhr in der Eichenstraße zu einer Explosion in einer Gartenhütte. Nach ersten Ermittlungen vor Ort könnte eine undichte Gasflasche ursächlich sein. Das Gasgemisch in der Hütte entzündete sich und es kam zum Knall. Durch den anschließenden Brand entstand ein Sachschaden an der Holzhütte. Die Feuerwehren Eckel, Klecken, Nenndorf und der Einsatzleitwagen aus Leversen waren eingesetzt und konnten eine Ausbreitung verhindern.

Blaulicht

Buchholz
Fensterscheiben des Rathauses eingeschlagen

Am Samstagabend meldete eine Zeugin, gegen 20 Uhr der Polizei, dass soeben mehrere Personen am Rathaus Buchholz zwei Fensterscheiben eingeschlagen hätten. Im Rahmen der Fahndung konnten in Tatortnähe zwei tatverdächtige junge Männer angetroffen werden. Durch Schnittverletzungen an den Händen, erhärtete sich der Tatverdacht. Gegen die beiden Heranwachsenden wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Blaulicht

Autobahn A7
55-Stunden-Sperrung hinter dem Elbtunnel

Autofahrer die zwischen Hamburg und Niedersachsen pendeln, müssen mit Umleitungen und mehr Zeit rechnen: Die Autobahn A7 wird hinter dem Elbtunnel für 55 Stunden gesperrt. Dies betrifft die Strecken bis  Schnelsen sowie Stellingen von Freitag, 11. September, 22 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr. Diese Sperrungen erfolgen aufgrund von Asphaltierungsarbeiten sowie Bauwerksprüfungen und betreffen die Tunnel Schnelsen und Stellingen. Die Arbeiten sind zum Teil witterungsabhängig und können...

Blaulicht
Hier zwischen den Markierungen darf geparkt werden | Foto: Axel-Holger Haase
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Straße wird "dicht" geparkt
Parkplätze in Fahrradstraße wurden markiert

Die Buchholzer Straße "Am Radeland" ist seit 2015 zur Fahrradstraße von der Stadt Buchholz umgewandelt worden. Die Pkw-Fahrer haben verstärkt auf die Fahrradfahrer Rücksicht zu nehmen. Es wurden zudem Fahrbahnverengungen eingerichtet. Doch an diesen und an den Einmündungen gibt es Ärger. Pkw-Fahrer, die morgens für ihre Fahrzeuge Parkplätze suchen, parken bis zu diesen Verengungen. Somit ist für den motorisierten Durchgangsverkehr kaum eine Wartemöglich gegeben, wenn Fahrräder oder andere...

Das 125-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Stade Campe, offiziell "Zug 2", fiel 2021 mitten in die Pandemie. "Eine große Feier fiel deshalb aus", bedauern Zugführer Stefan Tietje, sein Stellvertreter Andre Holst und Ortsbrandmeister Stephan Woitera. "Weil der 130. Geburtstag der Feuerwehr in diesem Jahr kein offizielles Jubiläum ist, wird es keine Festveranstaltung geben. Wir freuen uns jedoch, dass an uns gedacht wird und wir ein so tolles Team haben."

Die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehr Campe waren – wie es am Namen zu erkennen ist – im Stader Stadtteil Campe. Ihr Domizil war an der Straße Hinterm Teich in Nachbarschaft zum ehemaligen Mineralölwerk. Offizieller Gründungstermin war der 28. Mai 1896.

Der Zug II der Stader Feuerwehr verfügt über folgende Fahrzeuge (v. li.): Einsatzleitwagen, Drehleiterfahrzeug, #+Tanklöschfahrzeug, Löschgruppenfahrzeug, Wechsellader und Mannschaftstransportfahrzeug | Foto: FFW
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1960 erfolgte aus Platzgründen der Umzug in ein neues Feuerwehrgerätehaus an der Feuerwehrstraße. "Auch wenn das heute kaum zu glauben ist: Damals stand unser Gebäude im Stadtteil Campe auf einer grünen Wiese", erzählt Klaus Mehrtens, der 1970 der Feuerwehr beitrat und heute Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung ist. "Die Wohnbebauung in der Nachbarschaft erfolgte erst in den folgenden Jahren." Dieses Phänomen wiederholte sich rund 50 Jahre später, als die Feuerwehr von Campe in den jungen Stadtteil Riensförde zog. "Auch dort stand unser neues Domizil zunächst auf einer grünen Wiese", erzählt Stephan Woitera. "Die Neubaugebiete, der große Verbrauchermarkt und der Campus kamen erst später hinzu."

Stark gefordert im Ehrenamt: Stader Kreisfeuerwehr zieht Bilanz

Obwohl die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Umzug 2016 den Stadtteil Campe offiziell verlassen hat, bleibt der Name "Freiwillige Feuerwehr Campe" bestehen und ziert bis heute das Wappen der Ehrenamtlichen auf den Fahrzeugen. "Wir sind unserer alten Heimat nach wie vor verbunden", sagt Stefan Tietje. Das zeigt sich u.a. darin, dass die Feuerwehrleute die Tradition des "Eierschnorrens" nach wie vor in Campe aufrechterhalten. Bei diesem Brauch gehen die Ehrenamtlichen von Tür zu Tür und bitten um Eier sowie andere Lebensmittel wie Wurst und Getränke, die dann von der Gruppe gemeinsam im Feuerwehrhaus zubereitet und verzehrt werden. "Bei dieser Gelegenheit sehen wir viele vertraute Gesichter wieder und pflegen alte Kontakte", freut sich Andre Holst.

Nachbarschaftspflege: Das Osterfeuer in Riensförde ist ein beliebter Treffpunkt für viele Staderinnen und Stader | Foto: FFW
  • Nachbarschaftspflege: Das Osterfeuer in Riensförde ist ein beliebter Treffpunkt für viele Staderinnen und Stader
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Doch auch im neuen Stadtteil Riensförde ist die Freiwillige Feuerwehr nach zehn Jahren etabliert. "Unser jährliches Osterfeuer beim Feuerwehrhaus sowie das Laternenfest werden sehr gut besucht", freut sich Stephan Woitera. "Eine gute Nachbarschaft und die Akzeptanz der Bevölkerungs sind uns sehr wichtig."

Sehr zeitintensives Ehrenamt

Zur Freiwilligen Feuerwehr Stade-Campe, Zug II, gehören 72 aktive Feuerwehrleute, davon zehn Frauen. Die Alters- und Ehrenabteilung umfasst fünf Mitglieder. Gemeinsam mit Zug I gibt es zudem eine Stader Jugendfeuerwehr für Zehn- bis 16-Jährige sowie eine Kinderfeuerwehr für Sechs- bis Zehnjährige. "Wir freuen uns immer, wenn wir Nachwuchs aus unseren eigenen Reihen haben", sagt Zugführer Stefan Tietje. "Trotz unseres sehr zeitintensiven Ehrenamts haben wir in Stade zum Glück keine Personalprobleme."

Das Ehrenamt verlange den Feuerwehrleuten viel ab, sagt der erfahrene Stader Feuerwehrmann Klaus Mehrtens. "Ob Tag oder Nacht, Mittagessen oder Geburtstagsfeier – wenn der Alarm geht, lassen wir alles stehen und liegen." Das verlange den Familien und auch den Arbeitgebern und Kollegen viel ab. "Wir versuchen deshalb, die Angehörigen so viel wie möglich mit einzubeziehen", sagt Ortsbrandmeister Stephan Woitera. "Trotzdem braucht es für unser ,Hobby' viel Verständnis."

Das gelte auch für die Nachbarn in den Riensförder Wohngebieten. Denn die Rettungs- und Löschfahrzeuge können zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs sein. Neben den Einsätzen – im vergangenen Jahr waren es 260 – gibt es zusätzlich vor Ort Übungen, Besprechungen und mehr. "Kurz gesagt: Hier ist immer etwas los", sagt der stellvertretende Zugführer Andre Holst.

Gute Gemeinschaft im Team

Der Ortsbrandmeister und die beiden Zugführer loben die gute Gemeinschaft im Team. Auch mit den Kameraden vom Zug I in der Stader Altstadt sowie mit anderen Hilfsorganisationen wie THW, Rettungsdienst sowie mit der Polizei klappe die Zusammenarbeit hervorragend. "So macht unsere Arbeit auch Spaß", so Stephan Woitera. Für die Feuerwehr brauche es Überzeugung, eine gute Mannschaft trage da sehr zur Motivation bei.

Rund 60 Prozent aller Einsätze der Camper Feuerwehr sind technische Hilfeleistungen. Dazu gehören Verkehrsunfälle, Hilfe bei Hochwasser und Starkregen, Sturmschäden, aber auch Türöffnungen und Hilfeleistung für den Rettungsdienst. Häufige Beispiele sind Tragehilfen oder die Bergung einer Person durch ein Fenster, wobei auch die Drehleiter zum Einsatz kommen kann.

10 Jahre Kinderfeuerwehr mit Tag der offenen Tür gefeiert

Immer häufiger rückt die Feuerwehr aus, wenn Brandmeldeanlagen auslösen. Diese sind in Wohnanlagen wie Seniorenheimen, aber auch in Kliniken und Industrieanlagen installiert. "Auch wenn es sich dabei häufig um einen Fehlalarm handelt, sind diese Anlagen ein wichtiges Sicherheitsinstrument, das Leben retten kann", betont Stephan Woitera. "Durch die moderne Technik sind wir schnell vor Ort und können dann Schlimmes verhindern", ergänzt Stefan Tietje.

Wehrmutstropfen des Engagements: Viele Bürgerinnen und Bürger machen sich nicht bewusst, dass der Einsatz der Feuerwehr ehrenamtlich ist. "Man sollte die 112 nicht unbedarft wählen", sagt Andre Holst. "Selbstverständlich helfen wir gern. Aber wir sind kein Service-Dienstleister." Liegt nach einem Sturm beispielsweise ein Ast auf der Straße, den ein bis zwei Personen problemlos beiseite ziehen können, muss dafür nicht die Feuerwehr gerufen werden. Läuft die Waschmaschine aus und im Bad steht das Wasser nur wenige Zentimeter hoch, kann jeder selbst zum Feudel greifen und das Malheur beseitigen. "Die Hansestadt Stade hat die Möglichkeit, derartige Einsätze nach Prüfung gemäß der Gebührensatzung kostenpflichtig abzurechnen", sagt Andre Holst. "Nicht jedes Unglück ist eine Notlage."

Feuerwehren laden am Donnerstag, 28. Mai, zur Traditionsübung nach Ottenbeck ein

Die Freiwillige Feuerwehr der Hansestadt Stade lädt am Donnerstag, 28. Mai, ab 19 Uhr zur traditionellen Alarmübung „Donnerstag nach Pfingsten“ auf das Gelände des Forschungszentrums CFK Nord am Ottenbecker Damm 12 in Stade ein.

Szenen der großen Übung aus den Vorjahren: Die Feuerwehr #+legt eine Wasserwand, um den Brand "abzuriegeln" | Foto: FFW
  • Szenen der großen Übung aus den Vorjahren: Die Feuerwehr #+legt eine Wasserwand, um den Brand "abzuriegeln"
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Seit 1934 erinnert die Feuerwehr mit dieser Traditionsübung an den großen Stadtbrand von 1659, bei dem rund zwei Drittel der Gebäude in der Stader Innenstadt zerstört wurden. Lediglich in den Jahren 2020 und 2021 musste die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie pausieren.

Die Feuerwehren der Hansestadt Stade nutzen den besonderen Anlass, um ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen und ihr Können zu demonstrieren. Im Einsatz zu sehen sein werden die Ortsfeuerwehren Stade (Zug I und II), Bützfleth, Hagen und Wiepenkathen. Aufgrund der örtlichen Nähe unterstützen in diesem Jahr zudem die Feuerwehr Agathenburg sowie die Werkfeuerwehr Airbus die Übung.

Gezeigt werden unter anderem Maßnahmen der Brandbekämpfung, Menschenrettung, Wasserförderung und Unfallrettung. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr begleiten die Übung.

Das Spektakel zieht stets viele Zuschauerinnen und Zuschauer an | Foto: FFW
  • Das Spektakel zieht stets viele Zuschauerinnen und Zuschauer an
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Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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