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Forschungszentrum in Ottenbeck geplant
24 Millionen Euro Fördergeld fließen in Stades Wasserstoff-Zukunft

Im Beisein der Zuwendungsempfänger aus der Hansestadt Stade übergibt Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, die Förderurkunde an Dr. Dirk Niermann, Vorsitzender des Vereins Lightwight for Hydrogen Stade (beide Mitte) | Foto: Susanne Meinecke/BWI Hamburg
  • Im Beisein der Zuwendungsempfänger aus der Hansestadt Stade übergibt Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, die Förderurkunde an Dr. Dirk Niermann, Vorsitzender des Vereins Lightwight for Hydrogen Stade (beide Mitte)
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Stade erhält ein Innovationszentrum für Wasserstoff in der Luft- und Schifffahrt. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat jetzt die finale Förderzusage erteilt. Rund 24 Millionen Euro Fördergeld fließen in die Hansestadt.

"Stades Vision von einer Wasserstoffhochburg rückt in greifbare Nähe. Die Hansestadt wird bei dieser umweltfreundlichen Energie künftig ganz vorn mitmischen" - das schrieb das WOCHENBLATT im Herbst 2021. Damals hatte das Bundesministerium bekanntgegeben, dass in Norddeutschland ein Innovations- und Technologiezentrum (ITZ) errichtet werden soll, das sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Wasserstoff befasst. Einer der Standort sollte neben Hamburg und Bremen/Bremerhaven auch Stade sein vorgesehen. Dieses ITZ Nord sollte in seiner Arbeit speziell auf die Bereiche Luftfahrt und Schifffahrt ausgerichtet sein.

Förderprojekt wurde vor einem Jahr gestoppt

Danach blieb es lange Zeit ruhig um das angekündigte Forschungsvorhaben. Vor rund einem Jahr ließ Bundesverkehrsminister Volker Wissing (parteilos) das Wasserstoff-Förderprojekt sogar stoppen, nachdem ein Abteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium wegen Ungereimtheiten bei der Verteilung der Mittel seinen Stuhl räumen musste. Alle Zusagen sollten noch einmal eine Prüfung durchlaufen, was einige Zeit in Anspruch nahm. In Stade herrschte Frust, denn das ITZ Nord wäre ein Leuchtturm-Projekt, bei dem die Hansestadt als Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien glänzen könnte. Es war bereits eine erfolgreiche Machbarkeitsuntersuchung durchgeführt worden.

IHK Stade kritisiert Stopp der Wasserstoffförderung

Neubau soll in Ottenbeck entstehen

Doch jetzt ist offenbar alles in trockenen Tüchern: Stade kann nun dank der Fördermittelzusage loslegen, um das Projekt, das inzwischen von ITZ Nord in H2AM (Hanseatic Hydrogen Center for Aviation and Maritime) zu realisieren. Für die Einrichtung des H2AM in Stade wird neben dem Forschungszentrum CFK Nord im Stadtteil Ottenbeck ein Neubau mit Hallenflächen, Laboren und Büros errichtet. Federführend ist dabei die städtische Projektentwicklungsgesellschaft. Es soll ein Forschungs- und Entwicklungszentrum entstehen. Dort werden große und kleine Bauteile aus leichtem Material für Wasserstoff-Technik entwickelt und getestet. Dazu gehören das Lagern, Aushärten, Zusammenbauen und Bearbeiten der Bauteile – auch mit automatischen Maschinen. Außerdem gibt es einen Testbereich, in dem geprüft wird, ob die Bauteile auch unter sehr niedrigen Temperaturen funktionieren. Zusätzlich entstehen ein Labor (OpenLab) und ein Werkstattbereich (Protospace). 

Fokus auf Luft- und Schifffahrt

In Stade liegt der Fokus des H2AM auf Speicher-, Verteil- und Antriebssystemen für Wasserstoff in der Luft- und Schifffahrt. Stades Bürgermeister Sönke Hartlef (CDU) betont die Stärken des Standorts: „Stade hat mit der Nähe zur Elbe und dem Hafen eine lange Tradition in der Schifffahrt. Zudem sind hier mehrere Luftfahrtunternehmen, allen voran Airbus, ansässig.“ Das neue Zentrum wird eng mit dem bestehenden CFK Valley zusammenarbeiten. Dort forschen Unternehmen und Hochschulen an Leichtbaukomponenten aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK). "Umweltschonende Mobilität bedeutet zum einen, fossile Brennstoffe zu ersetzen, zum anderen bedeutet sie, Gewicht zu reduzieren, um möglichst wenig Energie für die Fortbewegung zu benötigen", so Hartlef. 

Stade spielt beim Thema Wasserstoff in der ersten Liga

Bewerbung erfolgte bereits 2021

Im Rahmen eines nationalen Standortwettbewerbes hatte sich die Hansestadt Anfang 2021 als Zukunftsstandort für Wasserstoffanwendungen beworben. Stade wurde neben weiteren Standorten  gemeinsam mit Hamburg sowie Bremen und Bremerhaven als ITZ Nord (jetzt: H2AM) ausgewählt. Die Zentren, für die bundesweit 290 Millionen Euro Fördergeld bereitstehen, sollen Unternehmen bei ihren Entwicklungsaktivitäten unterstützen und spezialisierte Dienstleistungen im Bereich Prüfung und Zertifizierung anbieten, die der freie Markt in der benötigten Form noch nicht bereitstellt. Ziel ist, eine verstärkte Anwendung von Wasserstoff in der Mobilitätswirtschaft. In diesem Bereich möchte Deutschland die Technologieführerschaft übernehmen.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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