Den Hafen besser auslasten

"Mehr tun gegen die Verschlickung der Schwinge", fordert Hafenmeister Joachim Schönwälder
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Frische Ideen für maritimen Tourismus in Stade: Schiffstankstelle, Auslandswerbung und Events

tp. Stade. Die Tourismus-Saison läuft auf Hochtouren, doch am Stader Stadthafen herrscht wenig Andrang. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage liefert Stades engagierter Hafenmeister Joachim Schönwälder (73) frische Ideen für eine bessere Auslastung des city-nahen Anlegers. Die Anregungen reichen von einer Schiffstankstelle (Bunkerstation) bis zu maritimen Events mit überregionaler Magnetwirkung für Skipper.
"Eine Bunkerstation wird von vielen Bootsgästen schmerzlich vermisst. Alle stimmen überein, dass der Standort Stade in der Mitte zwischen Hamburg und Cuxhaven ideal wäre und bestimmt mehr Bootseigner anziehen würde", sagt Schönwälder, der die Anregung für eine Tankstation schon einmal vor anderthalb Jahren gegeben hatte. Das Projekt verlief jedoch im Sand.
Zudem würden Skipper, die in Stade vor Anker gehen, häufig das Fehler eines Schiffsausrüsters in Hafennähe bemängeln, berichtet der Hafenmeister. Schönwälder: "Eventuell ist ja einer der örtlichen Betriebe zu mehr Engagement zu bewegen."
Laut Schönwälder "dürfte zudem ein Hafenfest mit Flohmarkt und Musik als wiederkehrendes Event die Gäste anziehen". Ein maritimer Flohmarkt beim vergangenen Stader "Shanty Festival" hatte nur mäßigen Erfolg. Schönwälder will zum Saisonausklang in Zusammenarbeit mit dem Stader Tourismus-Büro einen neuen Anlauf starten.
Joachim Schönwälder schlägt außerdem vor, mit gezielter Werbung im Ausland - insbesondere in den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Schweden und Polen - den Hafen in der Urlaubszeit zu beleben.
"Was immer wieder bemängelt wird", so Schönwälder, sei die durch die Gezeiten bedingte Verschlickung des Hafens und seines Zuflusses Schwinge. "Mit gezielten Maßnahmen wie Eggen alle zwei Monate dürfte das Problem zu bewältigen sein." Bei Erstattung der Kosten würden nach Schönwälders Einschätzung die örtlichen Stader Vereine, die seines Wissens ein Boot mit entsprechender Ausrüstung besitzen, "bestimmt mitziehen".
Der Chef der Stade Tourismus GmbH, Egon Ahrens, räumt einen spürbaren Rückgang der Gästezahl am Hafen gegenüber den Vorjahren ein. Derzeit macht die für das Marketing zuständige Tourismus-GmbH gezielt in Fachzeitschriften Reklame für den Hafen. "Ich will nicht ausschließen, dass noch mehr Werbung gemacht werden müsste", so Ahrens. Er begrüßt die Initiative des Hafenmeisters und will sich in Kürze mit der Geschäftsführung des Stadtwerke Stade, die den Hafen betreiben, zusammensetzen, um die Ideen zu erörtern.
• Zu Redaktionsschluss waren der Stadtwerke-Geschäftsführer Christoph Born und sein Stellvertreter im Urlaub.

"Mehr tun gegen die Verschlickung der Schwinge", fordert Hafenmeister Joachim Schönwälder
Mitten in der Sommersaison haben nur ein knappes Dutzend Skipper am Stader Stadthafen ihre Boote festgemacht
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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