Antrieb mit Wasserstoff
Ein Antrieb mit Zukunft

Sind mit dem Erfolg des Projektes äußerst zufrieden (v.re.): Monika Scherf, Maike Bielfeldt, Birgit Honé, Siegfried Ziegert und Arne Engelke-Denker
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  • hochgeladen von Stephanie Bargmann

Erfolgreiches Regionalprojekt für den Einsatz von Wasserstoff soll Fortsetzung finden

sb. Stade. Wenn es um Alternativen zu fossilen Brennstoffen geht, sollte nicht nur der Elektromotor ein Thema sein. Das finden zumindest mehr als 50 Unternehmen aus elf Landkreisen, die sich im November 2018 zum "Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen", kurz H2NoN, zusammen geschlossen haben. Für das zunächst auf ein Jahr begrenzte Projekt wurde jetzt auf einem Expertentreffen bei der IHK Stade ein Zwischenfazit gezogen - und eine Verlängerung der zukunftsweisenden Kampagne angekündigt.

Die Besonderheit des Netzwerks liegt u.a. darin, dass dort Wissenschaft, Industrie und Mittelstand gemeinsam an einem Tisch sitzen und ganz praxisnah nach Lösungen für den Einsatz von Wasserstoff als Energieträger suchen. "Gemeinsam wird beispielsweise der klassischen Frage nachgegangen, was zuerst da war: die Henne oder das Ei", erklärt Sachgebietsleiter und Koordinator Siegfried Ziegert. "Für das Thema Wasserstoff heißt das: Was brauchen wir zuerst - mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeuge oder Wasserstoff-Tankstellen?" Funktionieren kann der zukunftsweisende und emissionsfreie Antrieb nur, wenn es beides gibt. Fakt ist: Das inhabergeführte mittelständische Unternehmen Faun aus Osterholz-Scharmbeck, das seit mehreren Jahren in der Entwicklung von Wasserstoff-Antrieben forscht, möchte spätestens ab dem Jahr 2021 Kommunalfahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb einsetzen. Bis dahin müssten die ersten Tankstellen in der Region bereitstehen.

"Nordostniedersachsen bietet beste Voraussetzungen für die Herstellung von grünem Wasserstoff", betonte IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt. Mit Windenergie lasse sich hier klimaneutraler Strom erzeugen, der für die Elektrolyse von Wasser und damit für die Herstellung von Wasserstoff genutzt werden könne.
Landesbeauftragte Monika Scherf und Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, betonten den großen Erfolg des Wasserstoffnetzwerks. Was hier gemeinsam entwickelt wurde, sei eine sehr gute Basis. "Das Netzwerk ist seiner Zeit voraus und ein voller Erfolg."

Deshalb soll das Projekt auch fortgesetzt werden. "Für eine Zwischenfinanzierung der koordinierenden Geschäftsstelle in Osterholz-Scharmbeck stellen die elf am Netzwerk beteiligten Landkreise deshalb jeder 16.000 Euro zur Verfügung", sagte Arne Engelke-Denker vom Transferzentrum Elbe-Weser, bei dem die Geschäftsstelle "Projektkoordination Wasserstoff" eingerichtet ist. Zudem hoffen die Teilnehmer auf weitere Förderungen von Land und Bund. Die Chancen stünden nicht schlecht, dass der Bund das Projekt ab Mitte kommenden Jahres mit rund 300.000 Euro unterstützt, so Ministerin Birgit Honé. Die Prominenz des Netzwerks zeige sich auch darin, dass bereits 40 bis 50 weitere Firmen und Institutionen aus der Region gern dem Netzwerk beitreten möchten. Willkommen ist jeder, der Interesse am Zukunftsthema Wasserstoff hat.

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