Top Thema – Banner + Teaser

Kurzfristige Sperrung zwischen Dibbersen und Hittfeld

Dienstag von 9 bis 16 Uhr nach Unfall im Baustellenbereich

Jetzt lesen

Herbstumfrage zur Handwerkskonjunktur
Geschäftslage und Zukunftserwartungen verschlechtern sich

Symbolbild Bauwirtschaft | Foto: www.amh-online.de
  • Symbolbild Bauwirtschaft
  • Foto: www.amh-online.de
  • hochgeladen von Nicola Dultz

Steigende Kosten, weniger Aufträge und unsichere Aussichten belasten die Betriebe. Doch die Region Stade entwickelt sich besser als der übrige Kammerbezirk.

Hohe Spritpreise, steigende Betriebskosten und weniger Aufträge: Die wirtschaftliche Lage im regionalen Handwerk bleibt angespannt. Das zeigt die aktuelle Herbstumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Während sich das Geschäftsklima im gesamten Kammerbezirk verschlechtert, zeigt sich die Region Stade vergleichsweise robust. Dennoch blicken viele Handwerksbetriebe mit Sorge auf die kommenden Monate.

Der Geschäftsklimaindex für den gesamten Kammerbezirk sank gegenüber dem Vorjahr von 110 auf 106 Punkte. „Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Zukunftserwartungen der Betriebe fallen etwas schlechter aus als in der Vorjahresumfrage“, erklärt Hauptgeschäftsführer Matthias Steffen. Insgesamt beteiligten sich 912 Handwerksbetriebe an der Befragung.

Handwerk in der Region Stade behauptet sich

Eine positive Entwicklung zeigt sich in der Region Stade, zu der neben dem Landkreis Stade auch die Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg und Verden gehören. Hier stieg der Geschäftsklimaindex entgegen dem allgemeinen Trend von 105 auf 110 Punkte.

Die Hälfte der befragten Betriebe bewertet ihre aktuelle Geschäftslage als gut, weitere 37 Prozent als befriedigend. Allerdings rechnen 25 Prozent mit einer Verschlechterung in den kommenden Monaten. Nur 14 Prozent erwarten eine Verbesserung, während 61 Prozent von einer stabilen Entwicklung ausgehen.

Deutlich skeptischer ist die Stimmung in anderen Teilen des Kammerbezirks. In der Region Lüneburg, zu der auch der Landkreis Harburg gehört, sank der Geschäftsklimaindex von 114 auf 107 Punkte. In der Region Braunschweig ging er sogar um zwölf Punkte auf 100 Punkte zurück.

Weniger Aufträge und steigende Kosten belasten Betriebe

Im gesamten Kammerbezirk bewerten 45 Prozent der Handwerksbetriebe ihre aktuelle Geschäftslage als gut – drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. 14 Prozent berichten von einer schlechten Geschäftslage.

Auch die Umsatzentwicklung gibt Anlass zur Sorge: Im dritten Quartal meldeten 33 Prozent der Betriebe Umsatzeinbußen, während nur 22 Prozent ihren Umsatz steigern konnten. Gleichzeitig gingen die Auftragsbestände zurück.

Besonders stark belasten die gestiegenen Kosten die Unternehmen. 87 Prozent berichten von höheren Einkaufspreisen. Hinzu kommen hohe Energie- und Kraftstoffkosten. Für 77 Prozent der Betriebe stellen die Spritpreise eine starke oder sehr starke Belastung dar.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen blieb die Beschäftigung weitgehend stabil. Der Fachkräftemangel bleibt jedoch ein Problem: Jeder dritte Betrieb hat derzeit offene Stellen zu besetzen.

Handwerkskammer fordert Entlastungen und Reformen

Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen fordert die Handwerkskammer politische Maßnahmen. In der Umfrage sprechen sich 60 Prozent der Betriebe für einen staatlichen Preisdeckel bei Benzin und Diesel aus. 52 Prozent befürworten eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, 48 Prozent eine Senkung der Stromsteuer.

„Das Handwerk braucht jetzt verlässliche Signale, dass die erforderlichen Reformen auch tatsächlich umgesetzt werden“, betont Steffen. Notwendig seien insbesondere steuerliche Entlastungen und Reformen der sozialen Sicherungssysteme, um die Lohnzusatzkosten zu begrenzen.

Auch das Bauhandwerk brauche neue Impulse. Steigende Bauzinsen könnten den Wohnungsbau erneut bremsen. Zudem kämen die Investitionsmittel aus dem staatlichen Sondervermögen bislang nur zögerlich als konkrete Aufträge bei den Handwerksbetrieben an.

Steffen fordert deshalb einen klaren wirtschaftspolitischen Kurs: „Wir müssen auf einen Wachstumspfad zurückkehren und dafür Entlastungen für diejenigen schaffen, die das Rückgrat der Wirtschaft bilden: Die vielen Tausend kleinen und mittleren Betriebe im Land.“

Die Herbstumfrage macht deutlich: Während das Handwerk im gesamten Kammerbezirk unter Druck steht, zeigt sich die Region Stade bislang widerstandsfähiger. Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, dürfte vor allem von der Auftragslage, den Betriebskosten und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen.

Wie hat sich die Geschäftslage des Handwerks in der Region Stade entwickelt?

Entgegen dem Trend im gesamten Kammerbezirk verbesserte sich die Stimmung in der Region Stade. Der Geschäftsklimaindex stieg von 105 auf 110 Punkte. 50 Prozent der befragten Handwerksbetriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, weitere 37 Prozent als befriedigend.

Warum stehen viele Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade unter Druck?

Die Betriebe leiden vor allem unter steigenden Einkaufspreisen, hohen Energie- und Kraftstoffkosten sowie rückläufigen Aufträgen. 87 Prozent berichten von höheren Einkaufspreisen, 77 Prozent sehen die Spritpreise als starke oder sehr starke Belastung. Gleichzeitig verzeichneten 33 Prozent der Betriebe Umsatzeinbußen.

Wie entwickelte sich der Geschäftsklimaindex im gesamten Kammerbezirk?

Der Geschäftsklimaindex der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade sank gegenüber dem Vorjahr von 110 auf 106 Punkte. An der Herbstumfrage beteiligten sich 912 Handwerksbetriebe. Hauptgeschäftsführer Matthias Steffen spricht von einer etwas schlechteren aktuellen Geschäftslage und vorsichtigeren Zukunftserwartungen.

Welche politischen Maßnahmen fordert die Handwerkskammer?

Die Handwerkskammer fordert unter anderem steuerliche Entlastungen, Reformen der sozialen Sicherungssysteme sowie wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Stärkung kleiner und mittlerer Betriebe. In der Umfrage sprachen sich 60 Prozent der Betriebe für einen Preisdeckel bei Benzin und Diesel, 52 Prozent für eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne und 48 Prozent für eine Senkung der Stromsteuer aus.

Wie beurteilen die Handwerksbetriebe ihre Zukunftsaussichten?

In der Region Stade erwarten 25 Prozent der Betriebe eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage in den kommenden Monaten. 61 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung, während lediglich 14 Prozent von einer Verbesserung ausgehen.

Welche Herausforderungen beschäftigen das Handwerk neben den steigenden Kosten?

Neben den hohen Betriebskosten bereiten der Rückgang der Auftragsbestände und der Fachkräftemangel Sorgen. Trotz einer insgesamt stabilen Beschäftigung hat derzeit etwa jeder dritte Handwerksbetrieb offene Stellen zu besetzen. Zudem warnt die Handwerkskammer vor einer Abschwächung des Wohnungsbaus durch steigende Bauzinsen.

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

Webseite von Nicola Dultz
Nicola Dultz auf Facebook
Nicola Dultz auf Instagram
Nicola Dultz auf YouTube

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

11 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ