Alter Ponton war marode
Neubau des Schiffsanlegers Stadersand: Eine Million Euro für Stades maritimes Tor zur Elbe
- Gemeinsame Freude über die Fördermittelzusage (v. li.): Jan-Philipp Kappler, Fachbereichsleiter Technische Infrastruktur bei der Hansestadt Stade, Stades Erste Stadtrat Lars Kolk, Karin Beckmann, Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, und Elnaz Behnam von der Gebäudewirtschaft Stade
- Foto: Hansestadt Stade
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Er ist Stades maritimes Tor zur Elbe: der Schiffsanleger in Stadersand. Doch der Anleger kann seit einem Jahr nicht mehr genutzt werden. Grund ist der marode Schwimmponton, dessen Reparatur aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sinnvoll ist und der durch einen Neubau ersetzt werden soll. Dessen Finanzierung ist nun gesichert: Der Förderfonds der Metropolregion Hamburg trägt die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von einer Million Euro. Die andere Hälfte übernimmt die Hansestadt Stade. Jetzt wurde der Förderbescheid von der Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung, Karin Beckmann, an den Ersten Stadtrat Lars Kolk übergeben.
- Der Schiffsanleger Stadersand wird erneuert, finanziert von der Hansestadt Stade und der Metropolregion Hamburg
- Foto: Stade Marketing & Tourismus
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Der Schiffsanleger Stadersand gilt als bedeutender Baustein im Wassertourismus-Konzept der Hansestadt. Dort sollen Ausflugs- und Eventschiffe zu Touren auf der Elbe starten. Dank des neuen Pontons könnten künftig auch Flusskreuzfahrtschiffe Halt in Stade machen. Außerdem hoffen die Stader Touristiker, dass mittelfristig wieder eine Personenfähre nach Hamburg in Stadersand ablegt. Die Wicjhtigkeit des Projekts hob Beckmann bei der Übergabe des Förderbescheids hervor: "Die Förderung der Sanierung des Schiffsanlegers in Stade ist eine Investition in die Zukunft der Region. Sie sichert nicht nur die maritime Infrastruktur, sondern stärkt zugleich Tourismus, Wirtschaft und die Lebensqualität vor Ort."
Stärkung der touristischen Attraktivität
Die Stadt will laut Kolk noch in diesem Jahr mit den Arbeiten für den neuen Anleger beginnen. Die Fertigstellung soll spätestens im kommenden Jahr erfolgen. Auch Kolk betont die herausragende Bedeutung der Baumaßnahme: "Der neue Schiffsanleger stärkt die maritime Identität Stades und erhöht die touristische Attraktivität der gesamten Region." Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel und kulturelle Angebote würden von zusätzlichen Gästen profitieren und Einheimische können ein weiteres Freizeitangebot nutzen. Der Neubau des Schiffsanlegers leiste einen konkreten Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur zukunftsorientierten Entwicklung des Wassertourismus, so Kolk.
Ein neuer Ponton aus Stahl
Mit dem Neubau entsteht eine moderne, langlebige und den heutigen Anforderungen entsprechende Anlage. So können dort in Zukunft auch größere Schiffe anlegen. Vorgesehen ist der Bau eines neuen Pontons aus Stahl, der speziell auf die örtlichen Strömungs- und Tidebedingungen abgestimmt ist. Ergänzend werden Pfahlarbeiten durchgeführt sowie die bestehende Zugangsbrücke instandgesetzt. Diese erhält eine neue Beschichtung, einen frischen Anstrich und wird durch eine Rampe barrierearm erschlossen. Damit wird die Nutzung des Anlegers für alle Menschen erleichtert.
Der alte Anleger wurde gesperrt
Der bisherige Schwimmponton am Stadersand war in die Jahre gekommen. Ein von der Hansestadt beauftragtes Gutachten sowie die Prüfung durch eine Schiffswerft kamen zu einem eindeutigen Ergebnis: Eine Sanierung ist wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. In den vergangenen Jahren war der Ponton mehrfach notdürftig instandgesetzt worden. Doch Undichtigkeiten, eine korrodierte Außenhaut und verbogene Spanten machten dem Bauwerk zunehmend zu schaffen. Anfang 2025 verweigerte ein Sachverständiger schließlich den Schwimmfähigkeitsnachweis – der Anleger wurde gesperrt.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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