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Pläne für die Erweiterung des Stader Binnen- und Seeschiffhafens

Der Industriehafen in Stade-Bützfleth soll erweitert werden
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jab. Stade. Der Binnen- und Seeschiffhafen in Stade ist der drittgrößte Umschlagplatz in Niedersachsen. Seit Jahren schon gibt es die Überlegungen, den Industriehafen in Stade-Bützfleth zu erweitern. Passiert ist bisher nichts. Doch nun liegt ein Perspektivpapier vor, das durch den Betreiber Niedersachsen Ports (N-Ports) in den vergangenen Jahren erstellt wurde und konkrete Planungen für eine Erweiterung beinhaltet.

Auf der Sommertour des Landtagsabgeordneten Kai Seefried und der Bundestagsabgeordneten Enak Ferlemann und Oliver Grundmann stellten Alexandra Brandt, Strategische Hafenentwicklung bei N-Ports, und Knut Kokkelink, Niederlassungsleiter von N-Ports Niederlassung Cuxhaven, die Planung vor. In den vergangenen Jahren ist der Umschlag des Stader Binnen- und Seeschiffhafens auf rund 7 Millionen Tonnen gestiegen. Durch eine Erweiterung soll diese Entwicklung unterstützt werden. Der Hafenbereich wurde dazu in vier Teilbereiche eingeteilt.

Am Nordpier, der in Richtung Abbenfleth liegt, sind derzeit keine Erweiterungen vorgesehen, auch wenn AOS-Geschäftsführer Volker Richter angab, dass auf lange Sicht mehr Tonnen umgeschlagen werden sollen. Denn zur Aluminiumgewinnung wird immer mehr Bauxit benötigt. Zudem werde darüber nachgedacht, einen zweiten und schnelleren Entlader anzuschaffen.

Die ursprüngliche Planung zur Erweiterung des Nordhafens auf 49 Hektar musste wegen zu hoher Lärmemissionen fallen gelassen werden. Nun soll das Multi-Purpose-Terminal auf 24 Hektar erweitert werden, das für den Umschlag verschiedener Materialien genutzt werden kann, z.B. Sand und Schotter. Dazu muss der Uferbereich mit 270.000 Kubikmeter Erde verfüllt und eine Kaiwand von 1.100 Metern Länge gebaut werden. Zusätzlich ist weiterhin eine Anbindung an das Gleisnetz denkbar.

Eine Erweiterung des Löschkopfes für den Umschlag von Flüssiggas sowie eine Erweiterung der Mole durch einen Neubau von 250 Meter, nachdem zunächst ein Stück von 150 Metern zurückgebaut wurde, sind am Südhafen geplant. Hinzu kommt ein neuer Löschkopf. Marcus Schlichting, Vorsitzender des Vereins Seehafen Stade, merkte hier an, dass sich die Dow bereits nah an der Vollauslastung befinde und abgewogen werden müsse, ob man weiter so verfahre oder eine Erweiterung umsetzen möchte.

Ein Anleger für verflüssigte Gase, also nicht nur für das LNG (engl. liquefied natural gas, Flüssigerdgas) soll neu gebaut werden. Dieser Anleger hat im Perspektivenpapier die oberste Priorität, vor allem wegen des LNG. Denn hier sehen die Verantwortlichen sehr großes Potenzial auf dem Markt der erneuerbaren Energien. Kartierung und Gespräche mit den Beteiligten wie dem Wasserschifffahrtsamt laufen bereits. Für den Anleger muss eine 600 Meter lange und eine 300 Meter lange Spundwand als Schutzwand sowie ca. 16 Dalben errichtet werden. Ein 100 Meter langer Löschkopf für die Be- und Entladeeinrichtung ist ebenfalls geplant.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass das Projekt "Erweiterung des Industriehafens" sofort angegangen werden sollte. Denn erst, wenn dieser zur Verfügung steht, entwickeln sich anschließend die Bedarfe.
Seefrieds Ziel ist, dass der Planungsauftrag noch 2021 bzw. 2022, also in der aktuellen Legislaturperiode, erteilt werden soll. Denn: "Der Stader Hafen ist eine Perle, die geputzt werden muss", so Ferlemann.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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