Arbeiten an der Gasleitung
Sechs Meter hohe Flamme: In Bützfleth wird abgefackelt
- In Bützfleth lässt das Unternehmen Gasunie am Donnerstag. 26. Februar, Gas abfackeln (Symbolbild)
- Foto: Adobe Stock/chanjaok1
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Wer am Donnerstagvormittag (26. Februar) in Stade-Bützfleth oder am Elbdeich bei Stadersand unterwegs ist, dürfte sie schon von Weitem sehen: eine bis zu sechs Meter hohe Flamme, begleitet von einem deutlich hörbaren Rauschen. Was auf den ersten Blick spektakulär wirkt, ist Teil geplanter Arbeiten am Gasnetz.
Der Netzbetreiber Gasunie bereitet auf seiner Station in Stade-Bützfleth die Anbindung der geplanten Energietransportleitung (ETL) 179.200 an das bestehende Erdgasnetz vor. Damit diese Verbindung hergestellt werden kann, muss der betroffene Leitungsabschnitt vollständig vom Gas entleert werden.
Erst verdichten, dann kontrolliert abbrennen
Im ersten Schritt kommt ein mobiler Verdichter zum Einsatz. Dieser saugt möglichst große Mengen des verbleibenden Erdgases aus der Leitung ab. Was technisch nicht mehr abgesaugt werden kann, wird anschließend kontrolliert verbrannt – mithilfe einer mobilen Fackelanlage. Abgefackelt wird am Donnerstag von den frühen Morgenstunden an bis zum Mittag. Die Arbeiten führt ein Spezialunternehmen unter ständiger fachkundiger Aufsicht von Gasunie.
Abbrennen reduziert Methan-Emissionen
Auch wenn das Abbrennen von Gas für manche ungewohnt erscheint, gilt es als umweltfreundlichere Variante gegenüber dem sogenannten „kalten Abblasen“. Dabei würde Methan unverbrannt in die Atmosphäre gelangen. Durch das Abfackeln werden Methan-Emissionen deutlich reduziert. Gasunie betont, dass sämtliche Arbeiten unter Einhaltung der strengen EU-Umweltvorschriften erfolgen.
Mit dem Abfackeln sind deutlich hörbare Geräuschemissionen verbunden. Gasunie bittet Anwohnerinnen und Anwohner im Umfeld der Station um Verständnis für diese vorübergehenden Beeinträchtigungen. Die zuständigen Behörden im Landkreis Stade sind über die Maßnahme informiert. Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in der Region soll es nicht geben.
Verbindung zum LNG-Terminal
Hintergrund der Arbeiten ist die geplante Energietransportleitung ETL 179.200. Für sie hat Gasunie beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) einen Antrag auf Planfeststellung eingereicht. Die Leitung soll das im Bau befindliche landbasierte LNG-Terminal in Stade mit dem bestehenden Gastransportnetz verbinden. Das Terminal ermöglicht die Einspeisung von verflüssigtem Erdgas (LNG), das per Schiff angeliefert und vor Ort wieder in gasförmigen Zustand versetzt wird. Die neue Leitung ist damit ein Baustein für eine breiter aufgestellte Energieversorgung in Deutschland.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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