Startschuss für die Zuckerrübenaussaat
- Zahlreiche Ackerbaubetriebe in Niedersachsen haben in den zurückliegenden Tagen bereits Zuckerrüben ausgedrillt
- Foto: Burgdorf/Landwirtschaftskammer Niedersachsen
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Früher als in den Vorjahren hat in Niedersachsen bereits im März die Aussaat von Zuckerrüben begonnen. Optimale Bodenbedingungen und wenig Niederschlag liefern den perfekten Nährboden. Einzig Temperaturen, die in den Morgenstunden um den Gefrierpunkt liegen und Flächen, die doch noch zu nass sind, lassen manche Landwirtinnen und Landwirte zögern, ihre Rüben an den Start zu bringen.
Frühe Aussaat hat Vor- und Nachteile
Die frühe Saat hat Vorteile, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK). Sie verlängert die Wachstumszeit der Zuckerrüben und erhöht die Chance auf gute Erträge. Zudem können diese Bestände eine frühe Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern erreichen.
Die zeitige Aussaat birgt jedoch auch Risiken: Neben Frostschäden drohen Fressfeinde wie Mäuse und Käfer. Zwar ist das Saatgut zum Schutz vor hungigen Mäulern ummandelt. Diese Technik nennt man auch "Rübenpille". Insbesondere Mäuse werden jedoch bei ihrer Suche nach Nahrungsquellen zu wahren Pillenknackern. Im weiteren Verlauf wecken die Pflanzen das Interesse von Blattläusen, die leider auch ertragsmindernde Viruskrankheiten auf die Rüben übertragen und von Pflanze zu Pflanze weiterverbreiten. Ab einem bestimmten Befallwert leiten Landwirtinnen und Landwirte deshalb Bekämpfungsmaßnahmen ein. Häufig aber beseitigen Nützlinge wie Marienkäfer die Blattläuse schon, ehe der Mensch tätig werden muss.
Rübenproduktion orientiert sich am Markt
Während die Rübenfläche in Niedersachsen im Jahr 2024 aufgrund sehr guter Marktbedingungen von durchschnittlich 100.000 Hektar in den Vorjahren um rund zehn Prozent ausgeweitet worden war, wird sie im Jahr 2026 ebenso wie bereits im Vorjahr wieder auf durchschnittlichem Niveau liegen. Die Rübenproduktion orientiert sich am Markt. Aufgrund eines sehr hohen, die Nachfrage übersteigenden Angebotes bewegen sich die Zuckerpreise am Weltmarkt auf einem niedrigen Niveau. Die Anbaufläche ergibt sich aus den Anbau- und Lieferverträgen, die die zuckerverarbeitenden Unternehmen mit den Landwirtinnen und Landwirten abschließen. Hinzu kommen Flächen, deren Erntegut in Biogasanlagen verwertet wird.
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