Grundsteinlegung für 14 Power Townhouses
Viebrock-Bauprojekt in Stade: Ministerpräsident Olaf Lies schwingt die Maurerkelle

Der bei Viebrockhaus traditionelle Eckstein wird gesetzt (v. li.): Dirk Viebrock, Olaf Lies und Lars Viebrock | Foto: jd
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  • Der bei Viebrockhaus traditionelle Eckstein wird gesetzt (v. li.): Dirk Viebrock, Olaf Lies und Lars Viebrock
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Ein Schlag Mörtel - und fertig: Ministerpräsident Olaf Lies mauert die Zeitkapsel ein | Foto: jd
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In Stade hat das Harsefelder Bauunternehmen Viebrockhaus Großes vor: Im Altländer Viertel entstehen 14 Power Townhouses, um Wohnraum für 68 Familien zu schaffen. Mit zahlreichen Gästen hat die Familie Viebrock jetzt die Grundsteinlegung für das erste Gebäude in dem neuen Wohnquartier gefeiert, das nach ökologischen Gesichtspunkten errichtet wird. Prominentester Gast war Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD).

Zur Ecksteinsetzung waren zahlreiche Gäste erschienen. Das Zelt wurde für nicht für die Gäste aufgestellt. Es dient zum Schutz der Baustelle | Foto: jd
  • Zur Ecksteinsetzung waren zahlreiche Gäste erschienen. Das Zelt wurde für nicht für die Gäste aufgestellt. Es dient zum Schutz der Baustelle
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Am Festakt nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Institutionen wie IHK und Handwerkskammer teil. Die Baumaßnahme am südöstlichen Rand des Altländer Viertels ist das bislang größte Power-Townhouse-Projekt von Viebrockhaus. Das Konzept verbindet serielles Bauen mit den Anforderungen des geförderten Wohnungsbaus. Besonderen Wert wird auf Energieeffizienz gelegt – mit Photovoltaik, Gründächern und Wärmepumpen.

Viebrock errichtet große Power-Townhouse-Siedlung in Stade

Effizient bauen und trotzdem Qualität bieten
Viebrockhaus-Vorstandsvorsitzender Lars Viebrock stellte in seiner Ansprache vor allem die Verbindung von bezahlbarem Wohnen, Energieeffizienz und Lebensqualität heraus. Die Power Townhouses zeigten, dass sich ökologische Nachhaltigkeit und bezahlbarer Wohnraum nicht ausschließen müssen. Die serielle Bauweise mit standardisierten Grundrissen und vorgefertigten Modulen garantiere einen schnellen Baufortschritt - wobei es aber keinerlei Abstriche bei der Qualität gebe. In Stade werde zügig und wirtschaftlich gebaut, zugleich aber mit gestalterischem Anspruch.

Viebrockhaus-Vorstandsvorsitzender Lars Viebrock betonte, dass sich serielles Bauen und hohe Qualitätsansprüche nicht ausschließen | Foto: jd
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Die Baumaßnahme wird mit Mitteln der Wohnungsbauförderung gefördert, damit die Wohnungen später preisgedämpft angeboten werden können. Der Wohnungsbeauförderung des Landes misst Lars Viebrock eine besondere Bedeutung bei. Sie sei kein Selbstzweck, sondern wirke als „Innovationsmotor“: Sie ermögliche bezahlbaren Wohnraum und sichere zugleich Arbeitsplätze. Die Wohnungen seien für Familien mit mittleren Einkommen bestimmt. Das Angebot richte sich an Menschen, die in "elementaren Berufen" tätig seien. Lars Viebrock meint damit Beschäftigte, die etwa als Busfahrer oder Krankenschwester arbeiten und damit für das Funktionieren unserer Gesellschaft besonders wichtig sind.

Typengenehmigung soll Verfahren beschleunigen

Eine Besonderheit der Power Townhouses ist ihre Serienzertifizierung im Rahmen eines standardisierten Genehmigungsverfahrens. Beim Power Townhouse von Viebrockhaus handelt es sich um den ersten Haustyp im sozialen Wohnungsbau in Deutschland mit einer solchen Typengenehmigung. Das Amt Bauen und Wohnen des Landkreises Stade hatte die Zertifizierung in enger Abstimmung mit dem Land Niedersachsen auf den Weg gebracht.

Der Vorteil: Ein einmal geprüfter Gebäudetyp kann an verschiedenen Standorten nach demselben Grundkonzept errichtet werden. Dadurch sollen Genehmigungsverfahren vereinfacht, Bauzeiten verkürzt und Kosten gesenkt werden. Lars Viebrock dankte Landrat Kai Seefried ausdrücklich für die pragmatische Vorgehensweise seitens des Landkreises.

Vor der Veranstaltung spricht Olaf Lies mit einigen Viebrock-Beschäftigten | Foto: jd
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„Einmal für immer“ statt kurzfristig denken
Ministerpräsident Olaf Lies griff zunächst die ungewöhnliche Baustellensituation auf. Er habe beim Ankommen gedacht, das große Zelt sei eigens für die Feier aufgebaut worden. Tatsächlich dient es dem Bau selbst: Es schützt Baustelle und Beschäftigte vor Wind und Wetter. Für Lies zeigt sich darin auch die Verantwortung eines Unternehmens für seine Mitarbeiter. Gerade in einer Zeit, in der häufig der Eindruck vermittelt werde, in Deutschland funktioniere vieles nicht mehr, brauche es Unternehmen, die investieren, neue Wege gehen und langfristig Verantwortung übernehmen.

Dabei griff Lies den Viebrockhaus-Leitspruch „Einmal für immer“ auf. Das Unternehmen verbindet damit den Anspruch, Häuser langlebig, werthaltig und zukunftsfähig zu bauen. Lies übertrug den Gedanken auf inhabergeführte Familienunternehmen insgesamt: Diese seien ein wichtiges Rückgrat der Gesellschaft, weil sie langfristig dächten und nicht nur kurzfristige Renditen im Blick hätten. Auch das Projekt selbst lobte der Ministerpräsident ausdrücklich: „Diese Power Townhouses sind klimaschonend, energieeffizient – und sie sehen auch noch verdammt gut aus.“ Zugleich wertete Lies die Neubauten als Bekenntnis zum Altländer Viertel. Mit den Neubauten übernehme Viebrock Verantwortung für das Quartier und trage zu dessen weiterer Entwicklung bei.

Auch Landrat Kai Seefried (vorne re.) und Stades stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Reinecke hielten eine Ansprache. Zwischen ihnen saß Dirk Viebrock. Wolfgang Stephan moderierte die Veranstaltung | Foto: jd
  • Auch Landrat Kai Seefried (vorne re.) und Stades stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Reinecke hielten eine Ansprache. Zwischen ihnen saß Dirk Viebrock. Wolfgang Stephan moderierte die Veranstaltung
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Chancen für die Zukunft
Stades stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Reinecke (CDU) und Landrat Kai Seefried (CDU) stellten vor allem die Bedeutung des Vorhabens für Stade und die Region heraus. Reinecke sprach von einem guten Start für das Altländer Viertel. Mit den 68 Wohnungen entstünden „68 neue Chancen auf ein Zuhause“. Zugleich verwies sie auf ein bereits realisiertes Viebrock-Projekt an anderer Stelle im Altländer Viertel, bei dem das Unternehmen mit der Stadt zusammengearbeitet hatte.

Seefried sah in dem Projekt ebenfalls ein Zukunftssignal. „Hier entsteht Zukunft“, sagte der Landrat. Angesichts einer weiter wachsenden Bevölkerung brauche die Region zusätzlichen guten Wohnraum, den sich die Menschen auch leisten könnten. Unternehmen wie Viebrockhaus seien wichtig, weil sie nicht nur über die Zukunft reden, sondern vor Ort investieren und sie konkret gestalten.

Die Zeitkapsel kommt in die Mauer | Foto: jd
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Zeitkapsel verschwindet hinter dem Eckstein
Der feierliche Akt auf der Baustelle war keine klassische Grundsteinlegung, sondern eine Ecksteinsetzung. Viebrockhaus bringt solche Ecksteine inzwischen an seinen Gebäuden an. Auf ihnen sind die geografischen Koordinaten des jeweiligen Hauses mit Breiten- und Längengrad festgehalten. Bevor der Eckstein an seinen Platz kam, wurde eine Zeitkapsel eingemauert. Darin werden traditionell Dokumente und Gegenstände aus der Gegenwart für spätere Generationen hinterlegt. Ministerpräsident Olaf Lies mauerte die Zeitkapsel gemeinsam mit Viebrockhaus-Chefs Lars und Dirk Viebrock ein. Anschließend setzten sie den Eckstein des ersten Power Townhouses.

Weiter zum nächsten Ministerpräsidenten
Nach dem offiziellen Teil hatten es einige der politischen Gäste eilig. Unter anderem Landrat Kai Seefried, Melanie Reinecke und der Stader CDU-Bürgermeisterkandidat Arne Kramer machten sich zügig auf den Weg zum Stadeum. Dort trat wenig später Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf. Auch Lies griff den ungewöhnlichen Doppeltermin auf. In Richtung Seefried scherzte er, der Landrat schaffe an diesem Tag die „nord-süddeutsche Vereinigung“. Seefried konterte mit der Einladung: „Bleib doch hier.“

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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