THW-Umweltpreis für Müllsammelaktion
Mit Booten gegen den Müll in der Ilmenau
- Sieben Bufdis des THW säuberten rund 22 Kilometer Uferbereiche der Ilmenau
- Foto: Maximilian Wunsch
- hochgeladen von Anika Werner
Sie waren mit Booten auf der Ilmenau unterwegs und befreiten rund 22 Kilometer Ufer von Müll und Unrat: Für diese Aktion ist die Regionalstelle Buxtehude des Technischen Hilfswerks (THW) mit dem bundesweiten THW-Umweltpreis 2026 ausgezeichnet worden. Das gemeinsame Projekt im Naturschutzgebiet „Lüneburger Ilmenauniederung mit Tiergarten“ setzte sich gegen zahlreiche Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet durch und belegte den ersten Platz.
An der Müllsammelaktion beteiligten sich sieben Bundesfreiwilligendienstleistende, kurz Bufdis, sowie zwei Betreuerinnen. Zwei der Bufdis kamen aus Stelle. Denn zur Regionalstelle Buxtehude gehört auch der THW-Ortsverband Stelle-Winsen.
Mit Booten fuhren die Helfer die Ilmenau entlang. Zwischen Melbeck und Lüneburg säuberten sie die Uferbereiche des Naturschutzgebietes auf einer Strecke von rund 22 Kilometern. Dabei kam eine erhebliche Menge an Abfällen zusammen. Der eingesammelte Müll wurde anschließend fachgerecht entsorgt.
Zwischen dem Unrat entdeckte die Gruppe auch einen besonders kuriosen Gegenstand: Eine alte Hose sorgte für einen Schmunzler bei den Beteiligten.
Nach dem erfolgreichen Einsatz kamen die Helfer zu einer gemeinsamen Stärkung im THW-Ortsverband Lüneburg zusammen. Auch dabei achteten sie auf Nachhaltigkeit. Die Verpflegung wurde unter dem Gesichtspunkt des Tierwohls ausgewählt.
Viele Standorte bewerben sich
Der THW-Umweltpreis steht im Zusammenhang mit dem Weltumwelttag. Viele Standorte des Technischen Hilfswerks hatten sich mit nachhaltigen Projekten um die Auszeichnung beworben. Der Wettbewerb soll kreative Ideen für mehr Klima- und Umweltschutz fördern.
Dabei geht es unter anderem darum, Ressourcen zu schonen, Materialien wiederzuverwenden und nachhaltiges Handeln innerhalb des THW sichtbar zu machen. Mit dem ersten Platz würdigt das Technische Hilfswerk das Engagement der Beteiligten aus der Regionalstelle Buxtehude.
Zugleich will die Organisation mit der Auszeichnung ein Zeichen für die Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes setzen. Dieser gewinnt nach Einschätzung des THW gerade angesichts des Klimawandels und zunehmender Extremwetterereignisse an Bedeutung.
Nachhaltiges Handeln soll sich allerdings nicht auf einzelne Projekte beschränken. Auch bei anderen Veranstaltungen der Regionalstelle Buxtehude spielt das Thema eine Rolle.
„Wir sind nachhaltig“, sagt Hannes Beyer, Bürosachbearbeiter für den Bundesfreiwilligendienst. Bei allen Veranstaltungen für die Bundesfreiwilligendienstleistenden der Regionalstelle werde darauf geachtet, möglichst wenig Müll zu produzieren.
Auch die Auswahl der Lebensmittel gehört dazu. Bei der Verpflegung setzt die Regionalstelle nach Angaben Beyers auf einen hohen Anteil an Bio-Produkten. Außerdem versucht sie, Lebensmittel von regionalen Erzeugern zu beziehen. Dieses Bestreben soll künftig weiter intensiviert werden.
Die Umwelt vor der Haustür schützen
Die gemeinsamen Teamtage der Bundesfreiwilligendienstleistenden sollen den Blick außerdem auf die unmittelbare Umgebung richten. „Mit unseren Bufdi-Teamtagen rücken wir die Umwelt vor unserer Haustür in den Fokus“, erklärt Beyer.
Dahinter stehe ein einfacher Gedanke: „Nur was ich kenne, kann ich schützen.“
Die preisgekrönte Müllsammelaktion setzte dieses Motto praktisch um. Die Bundesfreiwilligendienstleistenden und ihre Betreuerinnen lernten einen Abschnitt der Ilmenau vom Boot aus näher kennen und leisteten gleichzeitig einen konkreten Beitrag zum Schutz des Naturschutzgebietes.
Weitere Informationen über den Bundesfreiwilligendienst beim Technischen Hilfswerk gibt es unter www.entdecke-bufdi.de.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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