Winsens Stadtbrandmeister blickt auf das Jahr 2021 zurück

Stadtbrandmeister Uwe Ehlers
  • Stadtbrandmeister Uwe Ehlers
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Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

thl. Winsen. Das vergangene Jahr war für die 13 Ortsfeuerwehren der Stadt Winsen ein besonderes schwieriges. Das unterstreicht Stadtbrandmeister Uwe Ehlers in seinem Jahresrückblick, den er jetzt veröffentlichte. Die Corona-Pandemie mit allen Hygiene- und Verhaltensregeln habe immer wieder alle an den Rand des Machbaren geführt. "Die Einsatzbereitschaft war trotz der Einschränkungen zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Die Bürger der Stadt konnten sich zu jeder Zeit auf die Feuerwehren verlassen und in Sicherheit wiegen", so der Feuerwehr-Chef.
Ehlers hob besonders hervor, dass vom Landkreis Harburg für alle Feuerwehrleute ein Impfangebot gemacht wurde. Dieses wurde von den Mitgliedern der Ortswehren sehr gut angenommen. Besonders bemerkenswert ist, betonte der Stadtbrandmeister, dass trotz der ganzen Umstände der Mitgliederbestand erfreulich angewachsen ist. Zum Ende des Jahres 2021 hatten die 13 Ortswehren der Stadt 756 Mitglieder. Sie teilen sich in 132 Frauen und 624 Männern auf, die ihren Dienst in einer Schwerpunktfeuerwehr, einer Stützpunktfeuerwehr und elf Ortsfeuerwehren verrichten. Das ist ein Zuwachs von 13 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr.
Bei den 13 Jugendfeuerwehren mit ihren 251 Jugendlichen, die sich in 85 Mädchen und 166 Jungen aufteilen, wird eine hervorragende feuerwehrtechnische Ausbildung und allgemeine Jugendarbeit betrieben, lobte Ehlers. Bei den neun Kinderfeuerwehren der Stadt sind 152 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren aktiv. Hier wird den Kindern die Feuerwehr spielerisch nähergebracht. Der Trend zur Kinderfeuerwehr ist positiv. Daher werden in naher Zukunft noch weitere Kinderwehren gegründet. Bei der Betrachtung der Mitgliederzahlen der freiwilligen Feuerwehrleute, die alle ehrenamtlich tätig sind, trotzten die Wehren der Stadt dem Rückgang auf Bundesebene. Vor allem wenn man liest, das Pflichtfeuerwehren ins Leben gerufen werden müssen, um den Brandschutz in Städten und Gemeinden sicherzustellen. Ehlers betonte außerdem, dass die Feuerwehr einer Stadt oder Gemeinde einen starken Rückhalt aus der Politik braucht. Das durfte der Stadtbrandmeister mit seinem Stellvertreter bis zum Jahresende 2021 immer wieder erfahren. Uwe Ehlers betonte, dass dieser starke Rückhalt in dieser schwierigen Zeit besonders wichtig ist. Er hofft, dass dies auch bei den neu gebildeten Ausschüssen und Gremien so bleiben wird. Weiterhin hofft er auf eine so gute Zusammenarbeit wie er sie mit seinem Stellvertreter in den vergangenen Jahren erfahren durfte.
Was die Zahlen an Einsätzen betrifft, blickte der Stadtbrandmeister auf ein durchschnittliches Jahr zurück. Insgesamt mussten 286 Einsätze gefahren werden. Sie teilen sich in 60 Brände, 174 Hilfeleistungen und 52 böswillige sowie sonstige Alarme auf. 68 Personen konnten aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden. Für zehn Personen kam leider jede Hilfe zu spät.
Ehlers erinnerte an besondere Einsätze im Jahre 2021. Zu nennen wäre hier der Brand der Rettungswache in Winsen. Noch in der gleichen Nacht konnten zwei Rettungswagen im Winsener Feuerwehrhaus und einer im Feuerwehrhaus Stöckte untergebracht werden. In Rottorf und Laßrönne kam es zu Garagenbränden, in Borstel brannte ein Schuppen, auf der BAB 39 brannte ein Fahrzeug und in Pattensen ein Ackerschlepper. Ferner erwähnte der Stadtbrandmeister einen Wasserschaden im Krankenhaus Winsen, einen schweren Verkehrsunfall auf dem Gehrdener Deich, eine beschädigte Gasleitung in der Winsener Innenstadt, eine Brandserie in Luhdorf und Einsätze auf der Elbe, bei der gleich mehrmals Personen von der Elbinsel gerettet werden mussten. Auch Personensuchen zu Lande und auf dem Wasser erwähnte Ehlers. Alle Einsätze, so der Stadtbrandmeister, seinen von den Wehren mit sehr großer Sorgfalt und fachgerecht abgearbeitet worden. Trotz der Pandemie konnten von den Feuerwehrleuten 56 Lehrgänge an der feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises in Hittfeld und 14 Lehrgänge an dem niedersächsischen Landesamt für Brand-und Katastrophenschutz in Celle und Loy besucht werden. Diese Ausbildungsmaßnahmen tragen zu einem hohen Maß für die Sicherheit für die Mitmenschen bei. 41 neue Feuerwehrfrauen- und Männer haben die Truppmann Ausbildung durchlaufen. Damit können sie ihren aktiven Dienst in den Wehren antreten. Aus dem Zukunftsbudget konnten weitere Ausbildungen wie die patientengerechte Rettung aus Fahrzeugen, sowie Maßnahmen der Nachwuchsförderung finanziert werden. Dass zu einer gut ausgebildeten Feuerwehr, die vielfältige Aufgaben zu bewältigen hat, gehören auch vernünftige Gerätschaften. In einer guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt wurden die Einsatzmittel- und Gerätschaften auf dem aktuellen Stand gehalten. Im Jahre 2021 konnte nach einer Bauzeit von über einem Jahr das neue Feuerwehrhaus Laßrönne fertiggestellt und somit von der Wehr bezogen werden. Pandemiebedingt konnte es noch nicht offiziell übergeben werden. Für die Wehr Rottorf konnte ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) beschafft werden. Es ersetzt ein 29 Jahre altes Vorgängerfahrzeug. Kurz vor Ende des Jahres, erhielt die Wehr Bahlburg eine neue Tragkraftspritze, dabei handelt es sich um eine PFPN 10-1500. Außerdem wurden noch 80 neue Schutzanzugjacken beschafft. Mit gemischten Gefühlen blickt Uwe Ehlers auf das neue Jahr 2022, das sicherlich die Feuerwehren vor neue Aufgaben stellt. Am Ende seines Berichtes sprach der Stadtbrandmeister allen Feuerwehrleuten der Stadt Winsen, den Kinder- und Jugendfeuerwehren einen Dank für die geleistete Arbeit aus. Ein weiterer Dank im Namen der Feuerwehren der Stadt Winsen ging an den Rat und der Verwaltung der Stadt Winsen (Luhe), hier insbesondere an Bürgermeister Andre Wiese, für die gute Zusammenarbeit. Aber auch seinem Stellvertreter Jens-Peter Wreide und dem Ehrenstadtbrandmeister Helmut Kuntze sprach er einen Dank aus, ohne dessen Unterstützung die Arbeit kaum zu bewältigen wäre.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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