Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Christa Peter ist neue Geschäftsführerin des Kreisverbands Harburg

(mum). Einsatz für Frieden, für Versöhnung und Erinnern - das ist das Ziel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Kreisverband Harburg hat eine neue Geschäftsführerin: Christa Peter übernimmt das Ehrenamt von Uwe Meier und steht damit dem Kreisvorsitzenden, Landrat Rainer Rempe, zur Seite. Landrat Rempe und Jan Effinger, der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Lüneburg/Stade, nahmen die Staffelübergabe im Kreishaus Winsen vor. "Ich freue mich sehr auf dieses neue Amt und die damit verbundene Herausforderung", sagt Christa Peter.
Der Volksbund erhält und betreut Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Zudem hilft er Familien, das Schicksal ihrer Angehörigen zu klären und ihr Grab ausfindig zu machen. Gegründet wurde die gemeinnützige Organisation am 16. Dezember 1919, um nach den zahllosen deutschen Kriegstoten des Ersten Weltkrieges zu suchen und deren Gräber zu pflegen. Die Bundesregierung beauftragte den Volksbund 1954, die deutschen Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen. Im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen erfüllt der Volksbund seine Aufgabe in Europa und Nordafrika. Er betreut heute 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa 2,8 Millionen Kriegstoten.
Getreu dem Motto "Gemeinsam für den Frieden" kümmert sich der Volksbund aber nicht nur um die letzten Ruhestätten von Soldaten. Er betreibt zudem eine umfangreiche Jugend- und Bildungsarbeit, darunter auch internationale Begegnungen. Gerade die Arbeit mit Jugendlichen und Schulen ist ein besonderer Schwerpunkt, wie Bezirksgeschäftsführer Effinger betont.
17 Millionen Menschen sind im Ersten Weltkrieg umgekommen, 55 Millionen Tote sind das furchtbare Ergebnis von Nationalismus, Diktatur und Völkermord im Zweiten Weltkrieg. "Die Kriegsgräber und die Gedenkstätten erinnern an die furchtbare Vergangenheit. Über die Einzelschicksale werden die abstrakten Zahlen und die Geschichte erst begreifbar", sagt Rempe. "Der Volksbund setzt mit seiner Arbeit ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz als wichtigen Beitrag für eine friedlichere Welt."
"Die zunehmenden nationalistischen Tendenzen zeigen, wie wichtig die Arbeit des Volksbundes ist, um ein geeintes und friedliches Europa zu erhalten", sagt Christa Peter. "Gerade die Jugend- und Bildungsarbeit des Volksbundes spielt dabei eine große Rolle."
• Mehr Informationen gibt es unter www.volksbund.de.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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