Parkhaus in Winsen füllt sich
"Haben gute Auslastung"

Mittlerweile zu zwei Dritteln ausgelastet: das Parkhaus am Bahnhof   Foto: thl
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Parkhaus am Winsener Bahnhof wird mittlerweile besser angenommen / Über 200 Dauerparker

thl. Winsen. Wird gut zwei Jahre nach der Eröffnung aus dem als Millionengrab verschrienen Parkhaus am Winsener Bahnhof doch noch eine Erfolgsstory?
Wie das WOCHENBLATT berichtete, wurde das Parkhaus im März 2017 nach fast zwei Jahren Bauzeit eröffnet - neun Monate später als geplant. Zwischen geplanter und endgültiger Fertigsstellung lag eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Falsch berechnete Grundwassermengen, von der Bahn beim Bau des dritten Gleises im Boden zurückgelassene Spundwände sowie eine ebenfalls im Boden „vergessene“ 30 Zentimeter dicke Betonsohle verzögerten nicht nur die Arbeiten, sondern verteuerten sie auch deutlich. Von den ehemals geplanten rund sieben Millionen Euro stieg der Preis auf knapp elf Millionen Euro.
Nach der Eröffnung wollte aber auch kaum ein Autofahrer das neue Parkhaus nutzen. Selbst "Nötigungen durch die Hintertür" seitens der Verwaltung, indem sie rund um den Bahnhof Parkverbotszonen einrichten ließ, brachten nicht den gewünschten Erfolg bzw. ein gefülltes Parkhaus.
Doch so langsam scheint sich die Situation zu ändern. "Wir haben derzeit eine Auslastung von rund zwei Drittel der insgesamt 540 Parkplätze", sagt Markus Laudahn, Sprecher der Stadtwerke, die das Parkhaus bewirtschaften. "Es gibt 205 Verträge mit Dauerparkern (290 Euro pro Jahr). Hinzu kommen werktags zwischen 60 und 80 Tagesparker (3 Euro pro Tag)."
Tagesparken soll künftig auch für Radfahrer möglich sein. Die "Box D" wird gerade für diese Zwecke hergerichtet. thl. Winsen. Wie viel die Stadt der Parkhaus-Bau gekostet hat, steht auch zwei Jahre nach Fertigstellung noch nicht fest. Grund ist die Klage der Firma Beton- und Monierbau (BuM) aus Nordhorn, die das Parkhaus am Bahnhof errichtet hat. Sie hat die Kommune auf Zahlung von rund 1,5 Millionen Euro verklagt. Grund: Stadt und Baufirma hatten unterschiedliche Auffassungen zu mehreren Themen der Leistungserbringung. Das Verfahren ist seit November 2017 am Lüneburger Landgericht anhängig. Ein Verhandlungstermin wurde noch nicht anberaumt.
Sollte die Stadt den Rechtsstreit verlieren, muss sie neben den 1,5 Millionen Euro auch noch mindestens neun Prozent Zinsen ab Fälligkeit bezahlen. Klageverfahren läuft noch

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