Winterdienst steht bereit
Landkreis Harburg sieht sich gut vorbereitet für Eis und Schnee

Der Winter kann kommen, die Betriebsgemeinschaft Straßendienst ist gerüstet
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(os/nw). Zuletzt war es herbstlich nass, der Wintereinbruch lässt im Landkreis Harburg noch auf sich warten. Sollte sich das ändern, sieht sich der Landkreis gut gewappnet. Die 42 Mitarbeiter und neun Auszubildenden der Betriebsgemeinschaft Straßendienst (BGS) in Hittfeld haben sich zuletzt auf einen möglichen Wintereinbruch vorbereitet.
In der BGS arbeiten das Land Niedersachsen und der Landkreis Harburg seit 2006 zusammen, um für möglichst optimale Straßenverhältnisse im Landkreis und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu sorgen. „Wie schnell uns ein Wintereinbruch fordert, haben wir alle im letzten Februar gemerkt. Wir müssen immer auf einen strengen Winter gefasst sein und haben alles dafür getan, um auch dann sichere Straßen zu gewährleisten“, sagt Dr. Susanne Dahm, Leiterin des Betriebs Kreisstraßen.
Insgesamt 14 Räum- und Streufahrzeuge sind einsatzbereit, fünf kleinere Fahrzeuge stehen für den Winterdienst auf Radwegen zur Verfügung. Die BGS-Mitarbeiter befreien insgesamt 71 Kilometer Bundes-, 173 Kilometer Landes- und 426 Kilometer Kreisstraßen sowie rund 400 Kilometer Radwege von Schnee und Eis.
Für die Einsatzplanung nutzt der BGS-Winterdienst das Straßenzustands und Wetterinformationssystem des Deutschen Wetterdienstes. Sobald mit glatten Straßen zu rechnen ist, führt die BGS täglich ab 1 Uhr früh Glättekontrollen auf genau festgelegten Routen durch. Wenn der Kontrolleur Glätte feststellt, alarmiert er sofort die Winterdienstbereitschaft. 45 bis 60 Minuten später beginnt der Einsatz. „Eng wird es, wenn die Glätte erst in den Morgenstunden einsetzt, da wir dann nicht alle Strecken gleichzeitig streuen können“, erläutert Tim Jargstorff, stellvertretender Leiter der BGS. „Bei solchen Wetterverhältnissen sollten alle Verkehrsteilnehmer unbedingt sehr vorsichtig und mit einer den Witterungsbedingungen angepassten Geschwindigkeit fahren.“
Die Befahrbarkeit der Straßen bei Schneefall, Reif- oder Eisglätte wird in der Regel von 6 bis 22 Uhr sichergestellt. In Ausnahmefällen kann es jedoch auch mal zu Behinderungen durch Schneereste oder bei längeren Winterdiensteinsätzen stellenweise zu geschlossener Schneedecke und glatten Straßen kommen.
Je nach Wetterlage streut der Winterdienst auch vorbeugend, um Glättebildung von vornherein zu verhindern. Dabei kommt Feuchtsalz zum Einsatz, das besser auf der Straße haftet als trockenes Salz und das Eis zudem schneller auftaut. Zum Wohle der Umwelt werden so 30 Prozent weniger Salz verbraucht. Denn beim Winterdienst gilt: Streusalz wird in möglichst geringen Mengen und mit Augenmaß eingesetzt.
Damit es selbst bei extremem Winterwetter nicht zu Streusalz-Engpässen kommt, hat der Landkreis rund 700 Tonnen Salz in einer großen Halle in Hittfeld eingelagert. Weitere rund 500 Tonnen stehen in drei im Landkreis verteilten Silos zur Verfügung. Außerdem sind rund 170.000 Liter Sole bereit für den Einsatz.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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