Nach Rohrbruch am Ilmer Weg
Verzögerung bei Errichtung von neuem Winsener Pumpwerk

Auf der Baustelle des Pumpwerks Ilmer Weg in Winsen, das durch einen modernen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden soll, kam es in der Nacht vom 10. auf den 11. August zu einem größeren Störfall: Dort war die aus dem Süden ankommende Hauptschmutzwasserleitung gebrochen (das WOCHENBLATT berichtete). Erste Sofortmaßnahmen bestanden darin, dass eine Spezialfirma und ein landwirtschaftliches Unternehmen das Schmutzwasser abpumpten und an anderer Stelle wieder in das Kanalnetz einleiteten.

Anderntags ging anstelle dieser aufwendigen Notlösung eine mobile Hochleistungspumpe des Klärwerks neben dem Schacht im Ilmer Weg in den Einsatz. Die havarierte Leitung wurde verschlossen und eine Umleitung zur alten Pumpstation gebaut, die bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlage genutzt wird. Damit ist die Abwasserentsorgung zunächst einmal provisorisch gewährleistet. Dieses Provisorium hat allerdings zur Folge, dass der Ilmer Weg in Höhe des Pumpwerks halbseitig gesperrt ist und derzeit von der Osttangente kommend nicht befahren werden kann. Auch wird die Nachbarschaft durch den Lärm der mobilen Pumpe und gelegentlich durch einen unangenehmen Geruch beeinträchtigt.

Zusammen mit Ingenieuren und Fachfirmen setzt die Stadt alles daran, den Schaden so zügig wie möglich zu beheben. Probleme im Zuge der Errichtung des neuen Pumpwerks, in das die gebrochene Schmutzwasserleitung nach ihrer Reparatur führen soll, haben aber leider zu Verzögerungen geführt. Eine Senkschacht konnte nicht auf die vorgesehene Tiefe von fast zehn Metern in den Untergrund gebracht werden. Um einen ausreichend großen Abwassersammelraum zu gewährleisten, wird die im Bau befindliche neue Pumpstation nun etwa 80 Zentimeter höher als geplant. Sohle, Gefälle und Betriebsparameter der gesamten Anlage mussten neu berechnet und angepasst werden. Zurzeit wird das Einsetzen der Ankerplatten für den Unterwasserbeton durch Taucher vorbereitet.

Die Fachleute, die an der Beseitigung des Schadens arbeiten, wollen nach dem aktuellen Stand bis 9. Oktober soweit sein, dass die havarierte Leitung repariert und in den dann fertigen Abwasserschacht geführt werden kann. Bei allen Unwägbarkeiten angesichts der Art und des Umfangs des Schadens besteht also Aussicht, dass der Ilmer Weg bald wieder beidseitig befahrbar ist und dass vor allem die Immissionsbelastung der Nachbarschaft absehbar ein Ende hat. Bis dahin bittet die Stadt Winsen um Geduld und bedankt sich für das Verständnis. Die derzeitigen Beeinträchtigungen lassen sich leider nicht vermeiden.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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